Es muss nicht immer das Dach sein: Solarthermie mit Vakuum-Röhrenkollektoren an der Fassade
Ratgeber

Förderung von Solarthermie

Autor:
Redaktion

Solarthermie bietet in Kombination mit Öl- oder Gas-Brennwertkesseln eine hervorragende Gelegenheit Kosten zu sparen.

Sowohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch die KfW-Bank fördern Solarthermie-Anlagen. Da die BAFA höhere Fördergelder zahlt, ist sie für viele der erste Ansprechpartner. Die KfW bezuschusst eine Solarthermie-Anlage zudem nur dann, wenn diese als Unterstützung einer Gas- oder Ölheizung gedacht ist.

Die BAFA fördert Solarthermieanlagen auf Bestandsgebäuden für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Die Raumheizung wird ebenso subventioniert wie eine Kombination aus Warmwasserbereitung und Raumheizung. Für die solare Kälteerzeugung und die Bereitstellung von Prozesswärme lohnt es sich ebenfalls, einen Antrag auf Förderung zu stellen. Im Rahmen der Innovationsförderung beteiligt sich die BAFA auch an der Finanzierung einer Solarthermieanlage, wenn diese ausschließlich der Warmwasserbereitung dient.

Die Größe der Solarthermieanlage bestimmt die Höhe des Förderbetrags

Damit überhaupt eine Förderung in Anspruch genommen werden kann, muss die Anlagengröße bei Flachkollektoren mindestens neun Quadratmeter betragen und das Fassungsvermögen des Pufferspeichers mindestens 40 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche. Bei der Verwendung von Vakuumröhrenkollektoren ist die Mindestgröße der Anlage mit sieben Quadratmetern angegeben. Der Pufferspeicher muss dann 50 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche fassen. Seit dem 15. August 2012 gilt darüber hinaus ein Mindestförderbetrag von 1.500 Euro für Anlagen von maximal 16 Quadratmetern. Hierdurch sind besonders kleine Solarthermie-Anlagen auf Einfamilienhäusern begünstigt. Beträgt die Kollektorfläche zwischen 16 und 40 Quadratmetern, werden 90 Euro pro Quadratmeter gewährt. Ist die Fläche größer, gibt es 3.600 Euro plus 45 Euro pro Quadratmeter.

Über diese Förderung hinaus bietet die BAFA Boni an, die jedoch nur zusätzlich zur Basisförderung erhältlich und nicht miteinander addierbar sind. Hierzu zählen beispielsweise der Kombinationsbonus von 500 Euro für die Kombination einer Solarheizung mit einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe. Der Effizienzbonus für den Einbau einer Solarthermie-Anlage in ein effizient gedämmtes Gebäude ist ein zusätzlicher Anreiz.

Solarthermieförderung durch die KfW-Bank

Mit ihren Programmen „Energieeffizient Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren“ bietet die KfW eine indirekte Förderung für die Solarthermie an. Um diese Fördermittel zu erhalten, müssen bestimmte Bedingungen der KfW erfüllt sein. Seit März 2013 kann mithilfe des Programms „Energieeffizient Sanieren“ für erneuerbare Heiztechnik ein Darlehen von 50.000 Euro pro Wohneinheit in Kombination mit BAFA-Fördermitteln in Anspruch genommen werden. Die Fördermittel von KfW und BAFA dürfen zusammen jedoch nicht Gesamtkosten übersteigen.

Der Kredit „Energieeffizient Sanieren“ mit einer Höhe von maximal 75.000 Euro wird für Maßnahmen wie bessere Dämmung oder für den Einbau einer Solarheizung gewährt, wenn diese zu einer größeren Energieeffizienz des Gebäudes führen. Diese zinsgünstige Alternative können auch Käufer bereits sanierter Häuser nutzen. Das Programm „Energieeffizient Bauen“ unterstützt den Neubau eines Hauses mit Solarthermie-Anlage. Bei Errichtung eines Passivhauses oder eines Niedrigenergiehauses hilft die KfW mit einem Kredit von bis zu 50.000 Euro.

Tags: BaufinanzierungSolaranlageerneuerbare Energien
Gewerke:Installateur und Heizungsbauer

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