Freunden beim Kistenschleppen helfen ist nicht nur anstrengend, sondern auch versicherungstechnisch problematisch
Ratgeber

Freiwillige Umzugshelfer: Gut gemeint, schlecht versichert

Autor:
Redaktion

Umzüge sind meist stressig. Wenn dann noch etwas zu Bruch geht, sollte wenigstens die Frage der Haftung geklärt sein.

Um es vorweg zu sagen: Wer ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragt der ist beim Thema Haftung auf der sicheren Seite. Hilfe von Freunden ist zwar gut gemeint. Geht aber doch etwas zu Bruch, zahlt die Versicherung meist nicht.

Umzugsfirmen zu Grundhaftung verpflichtet

Umzugsfirmen und Speditionen sind nicht nur der Garant für einen stressfreien Wohnungswechsel, sie ersparen einem auch Ärger, wenn mal etwas kaputt geht. Denn: Sie sind gesetzlich zu einer Grundhaftung verpflichtet. Diese deckt maximal 620 Euro je Kubikmeter Transportgut ab. Ein Umzugsvolumen von 30 Kubikmetern wäre also mit etwa 18.000 Euro versichert. Sind besonders wertvolle Stücke mit dabei, lohnen spezielle Transportversicherungen.

Vorsicht vor Freundschaftsdiensten

Streitigkeiten um Geld stellen selbst gute Freundschaften vor Zerreißproben. Jeder sollte also vor dem Umzug wissen, auf was er sich einlässt. Grundsätzlich haften freiwillige Umzugshelfer nur dann, wenn sie grob fahrlässig handeln, also beispielsweise unter Alkoholeinfluss stehen. Im Normalfall also nicht. Wenn ein Helfer versehentlich etwas fallen lässt, bleibt der Geschädigte auf den Kosten sitzen.

Schäden schnellstmöglich schriftlich melden

Wer sich also für einen professionellen Umzugsdienstleister entscheidet, ist nicht nur stressmäßig auf der sicheren Seite, sondern auch im Schadenfall. Wenn etwas kaputt geht, sollte das  schnellstmöglich an die Spedition gemeldet werden. Aber Achtung: Nicht alle Schäden werden von den Speditionen übernommen. Häufig wird vorher ein Haftungsausschluss vereinbart. Dieser gilt für Wertgegenstände, Elektrogeräte, Pflanzen, Tieren und auch für Dinge, die selbst und nicht von der Spedition verpackt wurden. Wer hier Fragen hat, sollte das mit dem entsprechenden Umzugsunternehmen klären.

Im Schadensfall gilt: Immer schriftlich und so schnell wie möglich an die Spedition melden. Je nachdem, ob der Schaden offensichtlich zu sehen ist – zum Beispiel bei einer zerbrochenen Vase – oder nicht – gilt eine Meldefrist von einem, beziehungsweise 14 Tagen.

Quittungen und Belege aufheben

Kommt es zur Auseinandersetzung mit der Versicherung ist es immer besser, alle Belege für Möbel und sonstige Gegenstände parat zu haben. So kann der Zeitwert der beschädigten Gegenstände ermittelt werden und damit die Höhe der Schadensersatzansprüche.
 

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Tags: Umzug
Gewerke:Umzug und Transport

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