Ratgeber

Fünf Vorteile, wenn Dein Nachbar Handwerker ist

Autor:
Redaktion

Ist der Nachbar Installateur, Elektriker oder Kfz-Mechatroniker? Und besteht ein gutes Verhältnis zueinander? Das kann viel Zeit und Geld einsparen.

„Darf ich Sie mal um Hilfe bitten?“. Der Meister von nebenan wird den Wunsch kaum abschlagen, wenn das Nachbarschaftsverhältnis ein freundschaftliches ist. Welche Vorteile bietet das konkret?

1. Schnelle Hilfe direkt von nebenan

Wer schnell mal den Zaun reparieren, die Winterreifen richtig aufziehen oder den neuen Badezimmer-Spiegelschrank angeschlossen haben möchte, muss sich keine Angebote einholen, auf Termine warten und teure Rechnungen zahlen. Der handwerklich versierte Freund und Nachbar hilft sicher schnell mal nach Feierabend oder am Wochenende.

2. Professionelles Werkzeug zum Ausleihen

Selbst Hand anlegen und etwas einbauen oder reparieren? Das wird schwierig, wenn eine richtig gute Rohrzange, eine starke Schlagbohrmaschine oder der Lötkolben fehlt. Fragen kostet nichts. Gegen ein Feierabendbier leiht der Nachbar und Handwerker sein Werkzeug bestimmt gern mal aus und gibt noch Tipps zur Anwendung mit.

3. Die Werkstatt mitbenutzen können

Ist der Handwerker von nebenan wirklich nett und hilfsbereit, wird er dem Nachbarn vielleicht auch mal an seine Werkbank lassen.

4. Vom Handwerker beibringen lassen, wie es geht

Typische Fälle: Der Wasserhahn tropft, der Spülkasten läuft ununterbrochen, der Abfluss ist hartnäckig verstopft oder die Lampe flackert. Sicher kann einem der Handwerks-Nachbar die richtigen Kniffe für solch kleine Reparaturen beibringen.

5. Einander mit Gegenleistungen helfen

Jeder hat einen Job gelernt. So kann ein Buchhalter dem Handwerksmeister von nebenan als Gegenleistung für die Sanitär-Installation kaufmännische Unterstützung versprechen. Die nächste Steuererklärung kommt schließlich sicher. Als Gärtner kann man Gartenarbeiten und als Lehrer Nachhilfe für die Kinder anbieten. Die Liste lässt sich endos fortsetzen.

Achtung: Hände weg von Schwarzarbeit!

Viele Handwerker verdienen gern mal etwas dazu – besonders als Azubi, Rentner oder Geselle mit geringem Monatslohn wie etwa Friseur oder Fußpfleger. Nur: Wann ist die Leistung nach Feierabend ein Freundschaftsdienst oder eine Nachbarschaftshilfe? Und ab wann zählt sie zur Schwarzarbeit?

Eine eindeutige gesetzliche Abgrenzung gibt es nicht. Gerichte entscheiden in Einzelfällen. Pi mal Daumen gilt, je stärker die Bezahlung von der marktüblichen Entlohnung nach unten abweicht, desto seltener dürfte sie als Schwarzarbeit eingeschätzt werden. Vor allem, wenn die Arbeit nicht regelmäßig stattfindet. Bei einfachen Gartenarbeiten könnten 10 Euro pro Stunde schon als Schwarzarbeiter-Lohn gelten. Bei Elektroinstallationen fallen sie sicher noch unter das legale geringe Entgelt.

Wo endet der Freundschaftsdienst als reine Gefälligkeit und wo wird er zur faktischen Auftragsarbeit? Auch hier urteilen die Gerichte unterschiedlich. In letzterem Fall müssen auch die privaten Helfer bei der Bau-Berufsgenossenschaft angemeldet sein. Es sind Rechnungen zu stellen und Einkünfte zu versteuern. Ansonsten drohen Geldbußen.

Zu guter Letzt: Bei Freundschaftsdiensten besteht keinerlei Anspruch auf Gewährleistung. Fehlerhafte Arbeiten führen oft zu Nachbarschaftsstreitigkeiten.

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