Vom lebendigen Bild als Hingucker an der Terrassenwand bis zur wuchernden Fassade lässt sich der vertikale Garten erweitern
Ratgeber

Garten in die Höhe gepflanzt

Autor:
Tanja Müller

Kleine Stadtgärten, Hinterhöfe und Balkone lassen sich opulent begrünen. Denn jetzt geht es hoch hinaus: Vertikaler Garten heißt das Geheimrezept.

Wer nur mickrige Quadratmeter Fläche im Outdoorzimmer zur Verfügung hat, muss längst nicht mehr auf paradiesische Blütenpracht verzichten. Gerade bei kleinen Balkonen lohnt es, die Wände mit einzubeziehen. Sie können wunderbar mit den just angesagten vertikalen Gärten begrünt werden. Hier blühen Pflanzen in der Senkrechten dank Spezialerde in Modulen.

Das Basiselement der meisten Hersteller misst gerade einmal 40 mal 40 Zentimeter, bietet neun Pflanzen Platz und lässt sich ganz einfach an der Wand installieren. Die Pflanzkassetten können genauso fix wieder abgenommen, ausgetauscht oder neu bepflanzt werden. In Höhe und Breite schier unbegrenzt erweiterbar, setzt dem Blütenmeer nur der vorhandene Raum Grenzen. Kleinen Blumenbildern genügt der regelmäßige Einsatz der Gießkanne, opulente Wandgärten aus mehr als 20 Modulen brauchen eine automatische Bewässerung.

Bequem automatisch bewässern

Einige Hersteller arbeiten mit eingebauten Bewässerungssystemen, die ohne Pumpe, allein durch Kapillarwirkung funktionieren. Das spart nicht nur das Gießen, sondern minimiert auch den Wasserverbrauch. Eine programmierte Beleuchtung macht sogar eine Begrünung fensterloser Räume möglich. Die Module werden mit einer Spezialerde befüllt, optimiert für den senkrechten Einsatz und mit organischem Dünger angereichert. Die Bepflanzung erfolgt natürlich bequem in der Waagerechten, bevor die Kassetten an die Mauer kommen.

Der Standort bestimmt die Pflanzenwahl. Fällt wenig Licht auf die Wand, greift der Vertikalgärtner besser zu Schatten liebenden Pflanzen wie Efeu, Farne oder Funkien. Hier sorgen die verschiedenen Blattfarben und -formen für ein lebendiges Wandbild. Von der Sonne beschienen, nehmen vertikale Gärten auch gern Blühpflanzen auf oder aber ein Kräuterbeet im Hochformat. Erdbeeren und Salate bieten sich ebenfalls als schmackhafte Alternative an.

Mit vertikalen Gärten Hinterhöfe erobern

Hinterhöfe lassen sich mit vertikalen Gärten aus dem Dornröschenschlaf holen. Hier mangelt es zwar zumeist an Fläche, dafür gibt es reichlich Mauern und Wände. Begrünt machen sie die vom Straßenlärm geschützten Höfe wieder attraktiv, wandeln sie in herrliche Plätze zum Verweilen oder Feiern für ganze Hausgemeinschaften.

Kleine Stadtgärten können natürlich auch ganz klassisch vertikal begrünt werden – mit Platzsparern, die in die Höhe wachsen. Kletterpflanzen wie Wilder Wein, Efeu oder Clematis nutzen die dritte Dimension effektvoll. Während manche Kletterer an Mauer oder Zaun selbstständig in die Höhe wachsen, brauchen andere Unterstützung durch ein Spalier oder Spanndrähte, Blauregen oder Kletter-Hortensie zum Beispiel. Es lohnt, seine Stadtoase einmal genauer nach Stellen zu untersuchen, wo es vielleicht in die Höhe gehen kann. Wer unsicher ist, fragt besser einen Experten aus dem Garten- und Landschaftsbau.

Tags:
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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