Ein Dachgarten mit Dachterrasse – oft ein leicht umsetzbarer Traum fürs Eigenheim
Ratgeber

Gartenlust in Höhenluft: Traum vom eigenen Dachgarten

Autor:
Redaktion

Wer träumt nicht von einem eigenen Dachgarten? Mit geschickter Planung und geeigneten Pflanzen steigt das Flachdach zu einem kleinen Paradies auf.

Manchmal ist es einfacher als gedacht, sich den Traum vom eigenen Dachgarten zu erfüllen, denn die jüngere Architektur trägt die Last spielend. Ganz nebenbei erhöht sich der Wohnwert der Immobilie.

Das grüne Dach wirkt nicht nur optisch als ein Hingucker, sondern die zusätzliche Dämmschicht sorgt insbesondere im Sommer für angenehme Raumtemperaturen. Außerdem bietet ein Dachgarten vielen Tieren und Insekten einen Lebensraum und entlastet die Kanalisation, wenn es lange regnet.

Wer einen Dachgarten oder eine Dachterrasse plant, sollte gründliche Vorüberlegungen anstellen. Diverse Verordnungen und Bestimmungen müssen eingehalten werden.

Voraussetzungen für ein grünes Dach

Eine Dachbegrünung stellt hohe Ansprüche an die Statik des Bauwerkes dar, deshalb sollte der Dachgarten bei einem Neubau gleich in die Planung mit einbezogen werden.

Bei schon vorhandenen Immobilien ist ein Architekt oder Baustatiker mit einzubeziehen. Denn ein gut befeuchteter Dachgarten mit Bepflanzung kommt leicht auf mindestens 100 Kilogramm pro Quadratmeter Dachfläche. Auch ist die Genehmigung für einen Dachgarten oft langwierig, insbesondere der Bebauungsplan und die Fragen zum Brandschutz beeinflussen das Verfahren. Besser ist, wenn man einen Fachmann zur Seite hat.

Für die Planung eines Dachgartens auf einer bereits vorhandenen Immobilie, ist die Neigung des Daches wichtig. Ideal ist eine Neigung des Daches von zwei bis fünf Prozent. Je steiler der Dachstuhl, desto anspruchsvoller ist die sichere Verankerung des Substrats. Hat das Dach keine Neigung, kann kein Dachgarten angelegt werden, weil das Regenwasser sich stauen würde und nicht ablaufen kann.

Der Bau eines Dachgartens stellt auch immer einen Eingriff in die Dachstruktur dar, Undichtigkeiten können zur Gefahr werden. Der Umbau bietet sich an, wenn das Dach ohnehin erneuert werden muss.

Neben einer gründlichen Abdichtung erfordern dickere Substratschichten auch eine sehr gute Entwässerung. Besonders wenn es schräge Gebäudeteile gibt, die an den Dachgarten grenzen, kann es große Wassermengen geben, die das Substrat nicht vollständig aufnehmen kann. Die Dränschicht muss also ausreichend groß dimensioniert sein, um diese Wassermenge zu bewältigen. Denn nicht abgedichtete Dachterrassen sind häufig eine Quelle für Bauschäden.

Die beste Bepflanzung für einen Dachgarten

Die Bepflanzung des Dachgartens lässt sich ganz nach den persönlichen Wünschen gestalten. Sehr pflegeleicht ist beispielsweise eine extensive Begrünung mit Gräsern und Stauden. Die Substratschicht des Dachgartens sollte zwischen drei und 15 Zentimetern dick sein. Mit Pflanzen kommt man auf eine 20 Zentimeter dicke Schicht. Je aufwendiger und größer die Gestaltung ist, desto dicker muss die Substratschicht sein.

Wichtig ist, dass die Pflanzen für den Dachgarten winterhart sind und im Sommer mit Hitze zurechtkommen. Ist der Dachgarten mit Moosen, Flechten und Wildkräutern bepflanzt, benötigt er keine Pflege.

Wenn der Dachgarten direkt an die Dachterrasse anschließt, bietet sich eine aufwendigere Bepflanzung an. Für Büsche und Hecken wird eine dickere Substratschicht benötigt, die etwa 30 Zentimeter dick sein sollte.

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