Mit gut isoliertem Tor und ausreichender Belüftung hat jede Garage das Zeug zur Hobbyraum. Praktisch, wenn sich das Sektionaltor wie dieses zur Seite je nach Platzbedarf öffnen lässt
Ratgeber

Gedämmte Garagen bieten mehr als nur Parkplatz

Autor:
Redaktion

Garagen dienen nicht nur als Stellfläche für Auto und Rasenmäher. Gedämmt und beheizt können sie auch Werkstatt oder Partyraum sein.

Wer schon einmal mit klammen Fingern in einer frostigen und zugigen Garage Fahrradreifen geflickt hat, erinnert sich, neben Handschuhen eine bessere Isolierung herbeigewünscht zu haben. Damit der praktische Werkplatz auch in der kalten Jahreszeit attraktiv bleibt, empfiehlt es sich häufig, die Garage zu dämmen. Grenzt diese an Wohnraum, sind geringere Heizkosten eine willkommene Begleiterscheinung. Dabei kann die erste Maßnahme sein, Tor und Türen, gleich ob aus Metall, Kunststoff oder Holz, nachträglich abzudichten.

Sesam, nun öffne Dich endlich!

Hierbei sind Feinheiten zu beachten, wie etwa die Dicke des Isoliermaterials. Wiegt die Dämmung zu schwer oder fällt sie zu dick aus, schafft es der automatische Antrieb nicht mehr, das Tor zu öffnen. Wer dichtenden Bauschaum in eine zweiwandige Blechtür sprüht, muss darauf achten, dass dieser Wasser abweist. Sonst saugt er sich im Laufe der Zeit voll und der Fahrer drückt bald vergeblich auf die Fernbedienung. Mit Pech fängt das Tor auch noch an zu rosten.

Um sicherzugehen, dass sich der nachträgliche Aufwand lohnt, empfiehlt es sich, bei Fachleuten Rat einzuholen. Torhersteller klären, ob eine Dämmung oder ein Toraustausch sinnvoller ist.

Albtraum Schimmel

So verlockend der Gedanke an eine dichte Garage im ersten Moment sein mag, so nahe liegen deren Nachteile. Steckt Luft fest, bleibt auch Feuchtigkeit im Raum. Es nieselt und das Auto parkt nass in der Garage? Schon wenig Tropfwasser in Verbindung mit Motorwärme bildet eine unselige Allianz und den perfekten Nährboden für Schimmel sowie Rost.

Gerade Oldtimerbesitzer wissen ein Lied davon zu singen, was sie alles unternehmen, um den Karosseriefresser von Unterboden und Zwischenräumen fernzuhalten. Um diese Falle zu umgehen, sorgen Garagenbauer für ausreichende Luftzirkulation. Bei Bedarf helfen Abluftsysteme wie Ventilatoren in der Wand oder in Fenstern: Wie bei einer guten Funktionsjacke transportieren sie Feuchtigkeit nach außen, ohne Regen nach innen eindringen zu lassen. Fachleute messen den Grad der erforderlichen Belüftung und helfen beim Einbau.

Welche Isolierung ist die richtige?

Garagenmaterial und Bauweise entscheiden darüber, wie und ob isoliert wird. Wer seine Anbaugarage dämmt, verhindert, dass die gemeinsame Wand zum Wohnraum auskühlt, sich dort Feuchtigkeit niederschlägt und Schimmel bildet. Bei freistehenden Modellen rät der Profi dagegen nur selten zum Isolieren. Heizen sich diese im Sommer aber unerträglich auf oder bildet sich im Winter innen sogar Frost, kann eine Dämmung Abhilfe schaffen. Dann bleibt die Temperatur des Raumes stabiler.

Für Fertiggaragen aus Stahl raten Bauphysiker davon ab, denn die verschiedenen Bauteile können kaum lückenlos mit Isolierung aufgefüllt werden. Kältebrücken führen dann dazu, dass sich zwischen Wand und eingebrachter Isolierschicht Feuchtigkeit entwickelt. Häufige Folge: Die tragende Konstruktion rostet.

Holzgaragen hingegen besitzen bereits gute isolierende Eigenschaften. So lange der Raum nur sporadisch zu anderen Zwecken als zum Parken genutzt wird, kann aufs Dämmen verzichtet werden.

Der Bedarf regelt die Heizung

Um den Parkraum auch bei niedrigen Temperaturen zum Werkeln nutzen zu können, braucht es mehr als nur eine ordentliche Belüftung. Eine Wärmequelle muss her. Die Auswahl an Geräten ist groß, die Art der Nutzung entscheidet, welches das richtige ist. Vielleicht reicht schon ein Halogen-Heizstrahler für den kurzfristigen Bedarf? Dieser erwärmt wie eine Infrarotlampe nur die unmittelbare Umgebungstemperatur.

Oder wird die Garage so oft zweckentfremdet, dass eine höhere Grundtemperatur sinnvoll erscheint? In jedem Fall spart es Zeit und Geld, sich beim Heizungsfachmann beraten zu lassen, ob Konvektor, Radiator oder Wärmewellenheizung das Gerät der Wahl sein sollen.

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