Ratgeber

Geplante Sozialversicherungsgesetze im Überblick

Autor:
Redaktion

Die geplanten Änderungen versprechen Entlastungen. Aber Achtung: Es lohnt sich, alle Neuerungen zu betrachten, sonst werden Entlastungen zur Belastung.

Die Planung der neuen Sozialversicherungsgesetze sieht vor, dass die Bundesregierung rund 2,5 Milliarden Euro investiert, um Unternehmen durch eine geringere Arbeitslosenversicherung zu entlasten. Klingt gut, aber der Gesetzesentwurf ist im Zusammenhang mit den weiteren Entwürfen kritisch zu betrachten, denn wenn man nachrechnet, wird es für Handwerksunternehmen im Schnitt teurer statt günstiger. Auf dieses Ergebnis ist Jens Hörhold, Steuerberater aus Chemnitz gekommen.

Die neuen Gesetzesentwürfe im Überblick

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll von 3,0 auf 2,6 Prozent sinken und eine weitere Absenkung auf 2,5 Prozent ist bereits geplant, die bis Ende 2022 gelten soll. Geteilt wird der Betrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sodass jeder 1,25 Prozent zahlt.

Das Rentenniveau soll bis 2025 nicht unter 48 Prozent fallen und gleichzeitig soll der Rentenversicherungsbeitrag nicht über 20 Prozent steigen. Aktuell liegt der Beitrag bei 18,6 Prozent und erst ab 2020 wird die Belastung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer dann steigen.

Zusätzlich will der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung um 0,5 Prozent auf 3,05 Prozent anheben. Für Kinderlose auf 3,3 Prozent. Diese Entlastung würde die Entlastung durch die Senkung des Arbeitslosenbeitrages neutralisieren.

Auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung stehen Veränderungen an: Ab Januar 2019 teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Beitrag weder. Für den Arbeitgeber bedeutet das höhere Kosten zwischen 0,3 und 0,9 Prozent.

Für Arbeitgeber wird es im Schnitt teurer

Für Arbeitgeber wird es bei den geplanten Sozialversicherungsgesetzen, entgegen der Erwartungen, teurer. Wenn man beispielhaft von einem Bruttolohn von 3.000 Euro ausgeht, betragen die Mehrkosten jährlich 15 Euro pro Arbeitnehmer. Dies summiert sich, je größer der Betrieb ist.

Es lohnt sich über steuerfreie Arbeitgeberleistungen nachzudenken

Was können Handwerksunternehmer tun, um den Mehrkosten entgegenzutreten?

Von steuerfreien oder pauschal besteuerten Arbeitgeberleistungen profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen, weil gleichzeitig Sozialversicherungsbeiträge gespart werden.

Mit Einsatz der richtigen Vergütungsbestandteile lassen sich die 15 Euro pro Monat schnell einsparen und dem Arbeitnehmer bleibt zusätzlich mehr Netto vom Brutto.

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