Seit Juli 2017 zahlt die BAFA 60 Prozent der Beratungskosten. Die Förderung organisieren die beauftragten Energieberater für ihre Kunden.
Ratgeber

Handwerker dürfen zum individuellen Sanierungsfahrplan beraten

Autor:
Redaktion

Seit dem ersten Dezember 2017 dürfen Handwerker „gebäudeindividuelle Sanierungsfahrpläne“ erstellen. Doch was bedeutet das in der Praxis?

Die seit Juli 2017 geförderte Beratung zur energetischen Sanierung für Gebäudebesitzer erlebt einen Aufschwung: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), hat seine Richtlinien in Bezug auf die Beratung überarbeitet. Seit Dezember dürfen Handwerker gebäudeindividuelle Sanierungsfahrpläne für Ihre Kunden erstellen.

Was ist ein gebäudeindividueller Sanierungsfahrplan?

Der individuelle Sanierungsfahrplan beinhaltet ein Konzept, das Energieberater nutzen können, um den Sanierungsbedarf eines Gebäudes oder einer Wohnung darzustellen. Notwendige Sanierungsmaßnahmen können so besser aufeinander abgestimmt werden.

Seit Juli 2017 zahlt die BAFA 60 Prozent der Beratungskosten. Die Förderung organisieren die beauftragten Energieberater für ihre Kunden. Vor Ort beurteilt der Energieberater den Zustand des Gebäudes hinsichtlich notwendiger energetischer Sanierungsmaßnahmen. Mit Hilfe einer Software erstellt er ein Konzept für eine Komplettsanierung oder für eine schrittweise Sanierung mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen (individueller Sanierungsfahrplan).

Vor-Ort-Beratung – Richtlinie wurde überarbeitet

Weshalb Handwerker bisher nicht als Energieberater für den gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplan tätig sein durften, war die mangelnde Unabhängigkeit und einseitige Beratung in Bezug auf die eigenen Unternehmensinteressen, so der Vorwurf der BAFA.

Die Vor-Ort-Beratung ist ein förderungsfähiges Sanierungsprogramm. Der neue „gebäudeindividuelle Sanierungsfahrplan“ (iSFP), der seit Juli 2017 Teil der BAFA-Vor-Ort-Beratung ist, stand im Fokus der Diskussion um die Energieberatung aus dem Handwerk.

Schon vor ein paar Jahren gab es Streit zu einem ähnlichen Sachbestand zwischen der KfW und dem Handwerk: Die Förderbank verwehrte Handwerkskunden Kredite, wenn sie die notwendige Energieberatung beim selben Handwerker in Auftrag gaben, der anschließend die Sanierungsmaßnahmen auch durchführte.

Die KfW lenkte schließlich ein, weil es einfach zu aufwendig ist, wenn sanierungswillige Hausbesitzer Energieberater und Handwerksunternehmen einzeln beauftragen müssen.

Was bedeutet die Änderung in der Praxis?

In der Praxis können nun Handwerker, die zugleich als Energieberater arbeiten, eine Beratung für einen geförderten Sanierungsfahrplan an einem normalen Kundentermin anbieten. Das war bisher nicht möglich.

Diese Änderung kommt natürlich auch den sanierungsbedürftigen Häusern zugute. Das erweitert die Geschäftsfelder vieler Gewerke und vereinfacht die Planung der Sanierung. Die Kunden können sich nun an ihren vertrauten Handwerker wenden. Außerdem eröffnet sich ein großes Beratungspotenzial durch mehr Wissen und Können von Fachleuten, die nun auch beraten dürfen.

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