Die Hauptuntersuchung: Im Volksmund oft nur "TÜV" genannt
Ratgeber

Hauptuntersuchung – Auto unter der Lupe

Autor:
Redaktion

Hoffentlich kommt die olle Karre noch durch den TÜV. Alle zwei Jahre wiederholt sich bei Autobesitzern das gleiche Ritual: die Hauptuntersuchung.

Gleich vorweg: Nicht nur der TÜV nimmt das Lieblingsgefährt der Deutschen unter die Lupe, auch Dekra oder GTÜ zählen zu den möglichen Prüfstellen. Ein Blick auf den Fahrzeugschein oder die Plakette am hinteren Nummernschild genügt. Steht in der Mitte der runden Scheibe das aktuelle Jahr, und zeigt die senkrecht nach oben stehende Zahl den kommenden Monat, rückt der Prüftermin unweigerlich näher.

Selbst hinfahren oder zur Werkstatt geben?

Regelmäßige Hauptuntersuchungen sind Pflicht, das ist klar – andernfalls droht eine Geldstrafe. Nur das Wo bleibt noch zu klären. Wer nicht unendlich viel Zeit und Lust mitbringt, steuert direkt eine Werkstatt an, denn die nimmt einem den Service ab – gegen einen geringen Aufpreis. Dafür werden Schäden oder Mängel direkt am Ort behoben. Autobesitzer sparen sich den doppelten Weg zur Prüfstelle, falls man ohne Stempel und mit Mängelbericht zurückgeschickt wird.

Der eigene Check im Vorfeld

Egal ob Werkstatt oder nicht, einiges können Autobesitzer schon vorher selbst checken. Bei der Hauptuntersuchung zählt wie im echten Leben auch vor allem eines: der erste Eindruck. Ist das Auto sauber und ordentlich, geht der Prüfer mit entspannter Miene durch die Prozedur. Folgende Dinge sind außerdem zu beachten:

  • Beleuchtung: Nach Zahlen des TÜV Rheinlands weisen mehr als ein Viertel aller älteren Fahrzeuge hier Mängel auf. Dazu zählen Blinker, Innenbeleuchtung, Scheinwerfer, Rück- und Bremslicht.  
  • Reifen: Gesetzlich gilt eine Profitiefe von 1,6 Millimeter – das Doppelte wäre aber gut.
  • Noch wichtiger – funktionieren Fuß und Handbremse? Lässt sich der Handbremshebel anziehen und auch wieder lösen?
  • Rahmen und Karosserie: Der größte Feind von Metall ist und bleibt Rost. Da er sich aber von innen durch das Metall frisst, reicht es manchmal nicht aus, ihn einfach nur zu entfernen.
  • Zubehör: Sind Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste an Bord, den aktuellen Standards entsprechend?

So sehr man dazu neigt die Hauptuntersuchung als lästig zu empfinden – am Ende können wir doch froh sein, dass auf unseren Straßen regelmäßig geprüfte Kraftfahrzeuge unterwegs sind. Das tut dem eigenen Auto gut, erhöht aber auch die Sicherheit aller.

Unterschiede bei Einparkhilfen

Die Parkhilfen sind Rückfahrwarner, die über ein Signal vor dem Kontakt mit einem Hindernis warnen. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sensoren und in der Art der Anzeige. Aufwendigere Modelle warnen vor einem Hindernis durch einen Ton und mit einem Display. Zusätzlich schalten sie automatisch das Radio stumm, damit der Warnton nicht überhört wird. Bei einfachen Ausführungen ist der Betrieb oft nur ohne Anhängerkupplung möglich. Auch versagen sie, wenn nur ein schmaler Pfosten im Weg steht.

Je aufwendiger die Technik der Einparkhilfe, umso schwieriger ist die Montage. Allen Modellen gemeinsam ist die Stromversorgung der hinteren Sensoren über den Rückfahrscheinwerfer. Diese stellt sicher, dass die Einparkhilfe nur arbeitet, wenn der Wagen rückwärtsfährt. Wer auch vorne Sensoren haben möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Die Parkhilfe soll nicht an Ampeln oder bei Gegenverkehr vor einer Annäherung warnen.

Generell lohnt sich das Nachrüsten, denn schon ein kleiner Blechschaden ist teurer, als eine solche Anlage. Aber sollte man diese selber montieren?

Nachrüsten mit Rückfahrwarnern

Einfache Ausführungen, die über Funk das Signal vom Sensor zum Display übertragen, sind sehr einfach zu montieren. Die Sensoren werden oft angeklebt. Das einzige Problem ist die Stromversorgung über den Rückfahrscheinwerfer. In der Regel muss nur ein Kabel durchtrennt und eine mitgelieferte Klemmverbindung angebracht werden. Es sollte daher kein Problem sein, diese Einparkhilfen selber zu montieren. Aber auch bei Funkübertragung und Klebemontage muss gebohrt werden. Die Kabel der Sensoren müssen durch die Karosserie ins Fahrzeuginnere gelangen.

Schwieriger wird es, wenn die Einparkhilfe über Kabel mit einer Anzeige für den Fahrer verbunden wird. Extrem kompliziert sind Anlagen, die über die Geschwindigkeit angesteuert werden oder das Radio automatisch deaktivieren. Die Kabel sind versteckt nach vorne zu führen und müssen an einer bestimmten Stelle des Armaturenbretts austreten. Auch ist ein Anschluss an die Elektronik des Fahrzeugs nötig.

Fakt ist, es werden keine Bauteile berührt, die sicherheitsrelevant sind. Auch ein Laie darf den Einbau vornehmen, aber der Einbau ist bei aufwendigen Anlagen kompliziert.

Selbsteinbau oder Fachwerkstatt

Der Einbau in einer Fachwerkstatt dauert meist etwa zwei Stunden und kostet etwa 150 €. Mehr als 350 € kostet es auch bei einer komplizierten Anlage nicht. Wer das Nachrüsten selber übernehmen möchte, muss eine Bohrmaschine mit Kegelbohrern besitzen.

Außerdem ist ein einfaches Messgerät nötig, um die richtigen Leitungen zu finden. Der Zeitaufwand ist bei einem Selbsteinbau deutlich höher. Bedingt durch die fehlende Erfahrung kann es einen ganzen Tag dauern, bis alles funktioniert. Zusätzlich besteht ein Risiko, dass man bei einem falschen Anschluss die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt. Dies würde zu großen zusätzlichen Kosten führen.

Daher sollte nur ein erfahrener und versierter Hobbybastler den Einbau selber vornehmen, zumal unter Umständen für etwa 100 Euro Werkzeug benötigt wird.

Tags: Kfz
Gewerke:Kraftfahrzeugtechniker

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