Bei der Hauptuntersuchung schaut der Prüfer auch nach Riefen an den Bremsscheiben
Ratgeber

Hauptuntersuchung - Regelungen und Checks

Autor:
Redaktion

Die regelmäßige Hauptuntersuchung ist für viele Autofahrer ein Schrecken. Sie vergessen, dass der Check der eigenen Sicherheit dient.

Hintergrundwissen zur Hauptuntersuchung

Basis für die Untersuchung von Fahrzeugen auf deren Verkehrssicherheit ist der § 29 StVZO. Er regelt, welche Fahrzeuge in welchen Intervallen untersucht werden müssen. Es geht dabei ausschließlich um die Verkehrssicherheit. Ob das Fahrzeug betriebssicher ist, wird nicht überprüft. Eine bestandene Hauptuntersuchung sagt also nichts über den Gesamtzustand des Fahrzeugs aus.

Ein neu zugelassener Pkw muss erstmals nach 36 Monaten zur Untersuchung, ein neues Motorrad oder ein Anhänger nach 24 Monaten. In der Folgezeit müssen diese Fahrzeuge alle 24 Monate erneut zur Hauptuntersuchung. Lkws über 3,5 Tonnen und Fahrzeuge, die der gewerblichen Personenbeförderung dienen, müssen alle 12 Monate inspiziert werden.

Die Untersuchungen dürfen Prüforganisationen wie TÜV, DEKRA oder FSP durchführen. Viele der Organisationen führen die Prüfungen vor Ort beim Kunden oder in Werkstätten durch, sofern die notwendigen Prüfeinrichtungen dort vorhanden sind.

Die Checks bei der Untersuchung

Die Prüfung umfasst eine Sichtkontrolle auf Dichtigkeit von Motor, Getriebe und Lagern. Ferner suchen die Prüfer nach Rost an tragenden Teilen und dem Auspuff. Dieser darf keine Beschädigungen aufweisen. Des Weiteren ist das Spiel verschiedener Lager Prüfgegenstand. Auch die korrekte Einstellung der Scheinwerfer und die Funktion aller Beleuchtungseinrichtungen sind wichtig. Bei den Bremsen kommt es auf die Bremskraft und die Gleichmäßigkeit an.

Seit 2012 ist auch die Abgasuntersuchung teil der Hauptuntersuchung. Diese erfolgt bei Neuwagen nicht über eine Prüfsonde im Auspuff, sondern durch Auslesen der On-Board-Diagnose-Geräte des Fahrzeugs. Bei diesen Fahrzeugen werden die Abgase ständig während des Betriebs überwacht und Fehler gespeichert und über ein Display dem Fahrer gemeldet. Eine zusätzliche Messung erscheint dem Gesetzgeber daher überflüssig.

Mögliche Ergebnisse der Prüfung

Am Ende der Prüfung wird ein Prüfbericht erstellt. Bei geringen Mängeln oder Mängelfreiheit gilt die Prüfung als bestanden. Es gibt eine Plakette und eventuell eine Auflage, die Mängel umgehend zu beheben. Bei erheblichen Mängeln wird lediglich der Prüfbericht ausgehändigt. Die Mängel müssen sofort behoben werden und das Fahrzeug ist innerhalb von vier Wochen zur Nachuntersuchung vorzuführen.

Achtung: Bei besonders schweren Mängeln, wenn eine unmittelbare Verkehrsgefährdung von dem Fahrzeug ausgeht, kann es sofort stillgelegt werden. Die Plakette wird entfernt und die Zulassungsbehörde davon unterrichtet.

Tipps für die Vorführung

Eine Motor- und Unterbodenwäsche ist sinnvoll, um Spuren von verschüttetem Öl zu beseitigen. Der Prüfer könnte sie als Zeichen eines Ölaustritts deuten. Es ist besser, zuvor selber nachzuschauen, ob alle Lichter funktionieren, Spiegel und Scheiben keine Schäden aufweisen. Auch sollte der Verbandskasten vollständig gefüllt und das Warndreieck an Bord sein.

Wer den Termin zur Hauptuntersuchung um mehr als zwei Monate überzieht, muss eine erhöhte Gebühr zahlen und wird genauer kontrolliert. Die neue Plakette wird auf den Fälligkeitstermin zurückdatiert. Pünktlichkeit zahlt sich also aus.

Tipp: Bei spürbaren Defekten an der Lenkung oder den Bremsen ist es besser, erst in eine Werkstatt zu fahren. Das spart die Gebühr für eine erneute Vorführung.

Tags: Autoreparatur
Gewerke:Karosserie- und Fahrzeugbauer

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