Unverheiratete Paare sollten bei der gemeinsamen Hausplanung klare Absprachen treffen
Ratgeber

Hausbau ohne Trauschein: Absprachen bringen Sicherheit

Autor:
Redaktion

Beim Hausbau sollten klare Absprachen getroffen werden, damit im Fall der Fälle niemand leer ausgeht, wenn Paare auf den Trauschein verzichten.

Immer mehr Paare verzichten auf einen Trauschein und haben trotzdem den Wunsch, gemeinsam ein Haus zu bauen. Da ein Hausbau immer finanzielle Risiken birgt, die in der Regel gemeinsam getragen werden müssen, sollten unverheiratete Paare klare Vereinbarungen treffen und diese in einem Vertrag festhalten. Der gemeinsam aufgesetzte Vertrag gibt Sicherheit und eine gute Rechtsgrundlage im Falle einer Trennung oder eines Todesfalles.

Die Baufinanzierung sollte vor Baubeginn vertraglich geklärt sein

Wer als unverheiratetes Paar ein Haus bauen möchte, muss in einem ersten Schritt klären, wie die Baufinanzierung gestaltet wird. Am einfachsten ist es, wenn jeder Partner einen Kredit für das gemeinsame Haus aufnimmt. Leider sind wenige Banken dazu bereit, Sonderregelungen zu vereinbaren und fordern, dass bei höheren Kreditbeträgen zwei Schuldner voll haften.

Hinweis: Auch unverheiratete Paare bekommen Baukredite, Fördermittel wie Baukindergeld und dergleichen.

Ein Partnerschaftsvertrag hält individuelle Vereinbarungen fest

Ein Haus sichert gegen teure Mieten ab und dient dem Vermögensaufbau und der Altersvorsorge. Werden klare Vereinbarungen zwischen den Partnern getroffen, macht es fast keinen Unterschied, ob sie verheiratet sind oder nicht. Ein unschöner Rosenkrieg im Falle einer Trennung lässt sich auf diese Weise vermeiden.

In einem Partnerschaftsvertrag werden individuelle Vereinbarungen zum Eigentumsanteil und der Zahlung des Kredites in einem rechtlichen Rahmen getroffen. Der Partnervertrag kann entweder selbständig oder zusammen mit einem Notar formlos aufgesetzt werden.

Der Vertrag kann neben den Besitzverhältnissen auch Unterhaltsregelungen oder Rentenzahlungen beinhalten. Das Paar sollte außerdem unbedingt festlegen, was im Falle einer Trennung oder eines Todesfalles geschieht. Wenn eine Zwangsversteigerung ausgeschlossen wird, gibt es keine Streitigkeiten oder Druckmittel. Eine Zwangsversteigerung ist nämlich für die Eigentümer finanziell immer nachteilig.

GbR gründen zum Zwecke des Hausbaus

Sinnvoll ist, eine Personengesellschaft (GbR) zum Zwecke des Hausbaus zu gründen, damit können sich die Bauherren nämlich rechtlich für die Finanzierung bei Trennung und das Erbe absichern.

Die GbR lässt sich mit dem Verbraucherbauvertrag gründen. Am besten ist es sich einen Notar zur Seite zu nehmen, damit eine gerechte Lösung für beide vereinbart wird.

Erbe und Wohnrecht im Testament regeln

Ist das Paar nicht verheiratet, ist es gesetzlich nicht erbberechtigt. Im Falle eines Falles würden dann die Kinder oder Eltern des verstorbenen Partners das Haus erben. Deshalb sollten in einem Testament das Erbe und das Wohnrecht geregelt werden. Der Partner kann als Erbe eingesetzt werden oder ein lebenslanges Wohnrecht, Nießbrauch oder Vorkaufsrecht bekommen.

Hinweis: Im Erbfall fällt eine Schenkungssteuer in Höhe von 30 Prozent nach dem Freibetrag in Höhe von 20.000 Euro an. Mit einer Risikolebensversicherung lässt sich die Erbschaftssteuer oder der Kauf des anderen Hausanteils finanzieren.

Beide Partner sollten im Grundbuch eingetragen sein

Wichtig: Nur wer im Grundbuch eingetragen ist, hat das Recht auf das Haus. Wenn einer das Grundstück von seinen Eltern bekommt und der andere Partner den Hausbau finanziert oder Leistungen einbringt, sollten beide mit dem entsprechenden Anteil im Grundbuch eingetragen werden. Dazu muss man sich einigen, wie viel was wert ist.

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