Die Verwendung von Holzböden und -möbeln in Badezimmern stellt kein Problem dar
Ratgeber

Holz im Bad - natürlich schön

Autor:
Redaktion

Man muss in Bädern nicht grundsätzlich auf Holz verzichten. Zum Schutz des Naturmaterials müssen jedoch einige Dinge beachten werden.

Holz in Feuchträumen

In modernen Bädern wird der Naturwerkstoff Holz gerne wieder verbaut. Grundsätzlich ist das kein Problem, wenn er fachgerecht be- und verarbeitet wurde. Denn Holz wird im  Allgemeinen auch für Fenster, Türen und Fassaden eingesetzt, wo mehr Feuchtigkeit herrscht als in einem Bad. Holz besitzt die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben, was ein gesundes Raumklima unterstützt. Tropfende Wände, wie man es von Fliesen kennt, treten bei diesem Werkstoff nicht auf. Dennoch sollte der direkte und längere Kontakt von Wasser und Holz vermieden werden.

Wichtig ist außerdem eine gute Durchlüftung des Badezimmers, damit alle Holzelemente rasch trocknen können. Die Reinigung von Holzmöbeln, Decken- und Fußbodenbelägen ist einfach, sie werden lediglich nebelfeucht abgewischt. Zwei- bis dreimal jährlich kann man sie zudem mit einem Hartwachsöl behandeln. Denn an hartgewachsten Oberflächen perlen Schmutz und Wasser ab.

Wand- und Deckenverkleidung mit Naturmaterialien

Sollen die Wände und Decken im Badezimmer mit Holz verkleidet werden, ist dabei auf eine ausreichende Hinterlüftung zu achten. Dies ist wichtig, damit sich dahinter kein Kondenswasser bilden kann. Aus diesem Grund ist eine Lattenunterkonstruktion notwendig. Diese wird aus gehobelten Fichtenholzlatten gefertigt, die quer oder längs an die Wand gedübelt werden. Auch für die Deckenbekleidung ist eine Lattung erforderlich. Damit eine ausreichende Belüftung gewährleistet ist, wird die Deckenbekleidung mit einem Abstand von etwa 5 Zentimetern zur Wand montiert.

Die Wandbekleidung endet circa 3 Zentimeter vor dem Deckenabschluss. Dadurch entsteht eine Schattenfuge, die optisch kaum ins Gewicht fällt. In Bereichen, wo viel Spritzwasser auftritt, werden die Holzpaneele senkrecht montiert. Dadurch kann das Wasser besser abtropfen und sammelt sich nicht in den Nuttaschen an.

Geeignete Holzarten für Bäder

Nicht alle Holzarten eignen sich gleichermaßen gut für die Verwendung im Badezimmer. Am besten wählt man ruhiges Holz. Darunter versteht man Arten, die nicht zu stark auf Feuchtigkeitsschwankungen reagieren. Auch sollte das Holz nicht empfindlich gegen Feuchte und Reinigungsmittel sein.

Eiche gilt beispielsweise als ruhig. Aufgrund des hohen Gerbsäureanteils neigt das Holz jedoch zur Fleckenbildung bei der Verwendung von Reinigungsmitteln. Und rote Tropenhölzer, unter anderem Kempas und Jatoba, neigen dazu, bei anhaltender Feuchtigkeit ihren roten Farbstoff abzugeben. Dazu kann es zu Verfärbungen an Handtüchern und Bademänteln kommen.

Geeignete und empfehlenswerte Holzarten für das Bad sind zum Beispiel Buche, Erle, Ahorn, Kirsche, Esche, Walnuss, Douglasie, Fichte, Lärche, Kiefer, Teak, Pinie, kanadische und finnische Birke.

Fußboden im Bad

Der Fußboden ist ein wichtiges Gestaltungselement im Bad. Holz ist ein besonders warmer Belag, auf dem es sich angenehm laufen lässt. Da liegt es nahe, dass sich viele Verbraucher einen Holzfußboden im Bad wünschen.

Heutzutage stellt das längst kein Problem mehr dar. Denn es gibt inzwischen spezielles Feuchtraumlaminat- und Parkett. Letzteres besteht zumeist aus robusten Holzarten wie Eiche oder Nussbaum, die kaum schwinden und quellen.Eine vollflächige Verklebung und eine geölte Oberfläche sind ratsam, damit kein Wasser eindringen kann. Pfützen und zu viel Spritzwasser durch Duschen und Baden sollten sofort aufgewischt werden.

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Möbel für den Nassbereich

Badezimmermöbel erfüllen eine wichtige Funktion, sie bieten den notwendigen Stauraum für Kosmetik- und Hygieneartikel. Eine Vielzahl an feuchteunempfindlichen Holzarten, wie Bangkirai und Esche, werden zu Badmöbeln verarbeitet. Durch das Erhitzen der heimischen Esche auf über 200 Grad wird daraus zum Beispiel Thermo-Esche für Badezimmermöbel. Das optimierte Holz ist resistent gegen Feuchte und weist eine angenehme Braunfärbung auf.

Es geht jedoch auch heller. Beispielsweise mit antikweiß lasierten oder lackierten Holzmöbeln im Ladhausstil. Diese Möbel mit rustikalem Charme sorgen für eine romantische Stimmung. Ein naturbelassener unbehandelter Holzstuhl passt gut als Handtuchhalter dazu.

Tags: Badideen
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