Alte Möbel sehen nach dem Kalken besonders authentisch aus
Ratgeber

Holz weiß kalken - Tipps und Tricks

Autor:
Redaktion

Eine außergewöhnliche Gestaltung von Holzoberflächen ist das Kalken. Der Antiklook entsteht durch Füllen der Holzporen mit weißer Masse.

Welche Hölzer man kalken kann

Es muss sich um Vollholz handeln, Holzfurniere verkraften den Vorgang nicht. Da beim Kalken die Poren mit weißer Masse verschlossen werden, sollte das Holz großporig sein. Ideal sind Eiche, Esche und Ulme. Das Holz muss sauber und fettfrei sein. Dies wird durch Abschleifen und Bürsten mit einer Drahtbürste in Faserrichtung erreicht. Zuvor sind alle Beschläge und anderen Metallteile zu entfernen.

Vorbereitung zum Weiß patinieren

Das Patinieren, wie Kalken auch genannt wird, füllt nur die Poren. Um die Maserung des Holzes zu verstärken, wird es zuvor gebeizt. Bei diesem Arbeitsgang ist auch eine farbige Gestaltung möglich. Zum Beizen darf nur Wasserbeize verwendet werden. Lösungsmittelhaltige Beizen führen zu Flecken, Wachsbeizen verstopfen die Poren. Da die Kalkpaste nur auf grundiertes Holz aufgetragen werden darf, ist eine Grundierung nötig. Hierfür eignen sich Schellack und Lacke, die auf Wasser basieren. Der Lack schützt das Holz und vor allen Dingen die Beize vor der Kalkpaste.

Wichtig: Das Holz muss absolut trocken sein, bevor eine Grundierung aufgetragen wird.

Auftrag der Paste auf das vorbereitete Holz

Sobald die Grundierung trocken ist, kann die Füllpaste aufgetragen werden. Diese gibt es fertig im Handel zu kaufen oder kann selber aus Pigmenten und Wachsen angerührt werden. Man kann die weiße Paste auch mit farbigen Pigmenten einfärben, wenn nicht weiß, sondern in Pastelltönen gekalkt werden soll. Für den Auftrag der Paste eignet sich grobes Leinen besonders gut.

Der Auftrag erfolgt quer zur Faser des Holzes, da sich so die Paste besser in den Poren verteilt. Zu viel aufgetragene Masse muss mit einem Tuch entfernt werden, solange die Paste feucht ist. Hierbei wird zunächst quer zu Faserrichtung gewischt. Wischspuren verschwinden, wenn nochmals in Faserrichtung darüber gewischt wird.

Abschließende Arbeiten zum Schutz der Porenmasse

Nach 24 Stunden ist die Masse in den Poren getrocknet. Nun poliert man mit einem weichen Tuch das Holz blank. Damit die Füllmasse später nicht aus den Poren gerieben wird, erfolgt eine Versiegelung. Bei Eiche geschieht dies am besten mit Wachs, bei anderen Hölzern sind transparente Schellackpolituren günstiger.

Tags:
Gewerke:Tischler

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