Das Reinigen von Holzterrassen mit dem Hochdruckreiniger schadet dem Holz
Ratgeber

Holzterrassen: Jetzt auf Vordermann bringen

Autor:
Redaktion

Nach dem Winter lockt der Frühling auf die Holzterrasse. Doch bevor es dort gemütlich wird, ist eine gründliche Reinigung und Pflege angesagt.

Großes Reinemachen der Holzterrasse

Im Winter nutzt kaum jemand seine Terrasse. Es stört nicht, dass sich dort Schmutz anlagert. Das Reinigen der Holzterrasse ist dann im Frühjahr überfällig. Viele Hausbesitzer verwenden zu diesem Zweck den Hochdruckreiniger, obwohl er für Holz ungeeignet ist. Sein großer Wasserdruck reißt Späne aus der Oberfläche der Terrassendielen, sie werden unansehnlich und Splittern.

Zunächst heißt es, alle Gartenmöbel und was sonst noch auf der Terrasse steht zu entfernen, um den Boden mit einem Besen abzukehren. Für die gründliche Reinigung reichen ein Schrubber und ein Neutralreiniger. Bei großen Terrassen haben sich Bürstmaschinen für Holz bewährt. Der Fachhandel und Schreinereien vermieten diese in der Regel tageweise. Bei einer normal verschmutzten Terrasse reicht diese Reinigung völlig aus.

Bei einem Belag mit Moosen und Algen sind Spezialmittel nötig. Es muss keine Chemie aus dem Handel sein. Eine Mischung aus Stärke und Soda reicht als Reinigungsmittel aus. Diese muss einige Stunden auf den Dielen verbleiben. Anschließend kommen Schrubber und Wasser zum Einsatz, um alles von der Terrasse abzuwaschen.

Der Einsatz von Säuren ist nicht immer angebracht. Manche Tropenhölzer und Metallteile verfärben sich durch Essig oder Zitronensaft. Wasser schadet dem Holz nicht, Rückstände von Reinigern sind problematisch. Aus diesem Grund kommt zum Schluss der Gartenschlauch zum Einsatz, um die Terrasse gründlich abzuspülen.

Inspektion des Bodens

Holzterrassen bestehen in der Regel aus Tropenhölzern, Lärche oder Douglasie. Diese trotzen von Natur aus der Witterung. WPC (Wood-Plastic-Composites), ein Werkstoff aus Holzmehl und Kunststoff ist ebenfalls gegenüber Nässe unempfindlich. Die Dielen werden selten morsch, selbst wenn diese im Herbst nicht imprägniert wurden. Ein Austausch von Bodenbrettern ist meist überflüssig.

Das Holz ist im Herbst und Winter wechselndem Wetter ausgesetzt, es schrumpft bei Trockenheit und quillt bei Nässe. Die Schrauben oder die Befestigungsklammern können sich gelockert haben. Eventuell sind diese nachzuziehen, damit die Dielen wieder ohne zu wackeln fest aufliegen.

Das Geländer ist besonders wichtig, es dient der Sicherheit. Hier ist darauf zu achten, ob alle Befestigungselemente noch stabil sind. Ein Austausch von Teilen ist nur nötig, wenn das Holz nicht mehr tragfähig ist.

Die Kontrolle der Schrauben und Klammern ist unerlässlich, denn es geht um die Sicherheit. Lose Bodendielen, ein unebener Boden oder ein defektes Geländer bedeuten Unfallgefahr. Daher ist es wichtig, alles mit großer Sorgfalt zu kontrollieren und im Zweifel einen Fachmann zu fragen.

Die Terrasse auf Vordermann bringen

Nahezu alle Holzarten neigen zum Vergrauen. Dies schadet dem Material nicht, manche schätzen diese Patina. Wer die Farbe des Holzes erhalten will, muss es vor UV-Licht durch Öle oder Lasuren schützen. Dielen aus WPC benötigen keine Pflege, sie sind ab Werk dauerhaft imprägniert und verändern die Farbe nicht.

Damit die Produkte gut eindringen, ist es notwendig, das Holz in Faserrichtung zu schleifen. Der erste Schliff erfolgt mit 80er, der Feinschliff mit 120er Schleifpapier. Wichtig: Das Holz muss absolut trocken sein. 

Besteht die Holzterrasse aus einem tropischen Hartholz, ist ein Atemschutz vor Mund und Nase nötig. Der feine Schleifstaub dringt sonst in die Lunge ein und löst allergische Reaktionen aus. Weichere Nadelhölzer stauben weniger beim Schleifen.

Nach dieser Vorbereitung ist ein zweimaliges Streichen mit Lasur oder Pflegeöl erforderlich. Im Handel sind Produkte für verschiedene Holzarten erhältlich. Terrassenöle enthalten Pigmente, welche auf die jeweilige Holzsorte abgestimmt sind. Jedes der Produkte kann alle Hölzer pflegen, aber wer zum Beispiel Teak mit Öl für Lärche behandelt, verfärbt das Holz. Ein optisch schönes Ergebnis lässt sich ausschließlich mit auf das Material der Terrasse abgestimmten Pflegeprodukten erzielen.

Tipp: Wer Echtholzmöbel auf der Terrasse hat, sollte diese bei der Gelegenheit ebenfalls imprägnieren.

Das Frühjahr zieht ein

Nachdem die Terrasse nun sauber und stabil ist, geht es an die optische Verschönerung. Die Möbel dürfen wieder auf die Holzterrasse, um sich bei Kaffee und Kuchen zu entspannen. Wer es besonders schön haben möchte, bepflanzt zuvor die Blumenkübel mit bunten Primeln und anderen Frühjahrsblumen. Der Start ins Gartenjahr kann beginnen.

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Tags: Terrasse
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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