Wintergärten sind oft genehmigungspflichtig
Ratgeber

Hürdenlauf zum Wintergarten

Autor:
Redaktion

Für Wintergärten gelten unterschiedliche Vorschriften. In vielen Bundesländern müssen die beliebten Haus-Anbauten nicht nur beantragt, sondern auch genehmigt werden.

Groß ist die Freude, wenn erstmals die Sonne durch die voll verglaste Front der wind- und wettergeschützten Außenanlage einstrahlt. Da wird schnell vergessen, dass der Weg zum Traum vieler Bauherren vielerorts mit Hindernissen gepflastert war. Schließlich darf hierzulande nicht jeder auf seinem Grundstück bauen, was er möchte.

Aller Anfang ist ein Antrag

Ein Wintergarten stellt rechtlich gesehen ein Bauwerk dar. Anders als etwa ein freistehender Gartenschuppen oder ein kleines Gewächshaus ist er ein Anbau und damit eine Veränderung des Hauses. Das bedeutet: kein Wintergarten ohne Bauantrag! Nach dem Antrag muss in vielen Bundesländern erst eine Baugenehmigung abgewartet werden, bevor der erste Spatenstich erfolgen kann. In einigen Ländern reicht es, den Bauantrag ausgefüllt abzugeben und eine sogenannte Genehmigungsfreistellung zu beantragen. Damit entfallen weitere amtliche Prüfungen – zumindest vorab. Denn werden die Bauvorschriften nicht eingehalten, können die zuständigen Ämter überall einen nachträglichen Abriss erzwingen.

Besuch bei der Baubehörde

Als erstes sollte der Häuslebauer seine örtliche Baubehörde aufsuchen und nachfragen, welche Regelungen gelten. Schließlich zählt nicht nur das Baurecht des Landes, sondern auch der Bebauungsplan der Kommune. Handelt es sich um ein harmonisch zu gestaltendes Wohngebiet? In welchem Umfang darf die Grundstücksfläche überbaut werden? Welche Mindestabstände sind zu Grundstücksgrenzen, Flucht- und Rettungswegen einzuhalten? Wie sind die Strom- und Wasserleitungen zu verlegen? All das muss gegebenenfalls berücksichtigt werden. Möglicherweise führt ein Bauamts-Mitarbeiter vorab eine Ortsbesichtigung durch.

Was muss dem Bauantrag beigelegt werden?

Ein ausgefülltes Antragsformular alleine reicht nicht. In die Mappe fürs Amt gehören:

  • Genaue Bauzeichnungen
  • Detaillierte schriftliche Baubeschreibung
  • Der Lageplan als Auszug aus den Katasteramts-Karten
  • Die Bauberechnung inklusive Statik
  • Bei Bedarf technische Nachweise wie Schallschutz, Entwässerungsplan, gegebenenfalls auch Brandschutznachweis und Angaben zu Heizung und Lüftung

An eine Wintergarten-Fachfirma wenden

Die meisten Bauherren benötigen fachkundige Hilfe, um all dies korrekt ausgefüllt einzureichen. Wer den Wintergarten als Teil eines Neubaus plant, kann die Anträge und Genehmigungen einfach dem ausführenden Architekten überlassen. Wird der Wintergarten an ein bestehendes Haus angebaut, scheuen die meisten Immobilienbesitzer jedoch die Dienste teurer Planer. Worauf keinesfalls verzichtet werden sollte, sind professionelle Handwerksfirmen. Viele Fachbetriebe haben sich auf Wintergärten spezialisiert. Neben der Planung und Bauausführung übernehmen oft auch all die kompletten behördlichen Formalitäten bis hin zur Genehmigung.

Tags:
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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