Regelmäßiges Lüften ist eine gute Methode gegen Schimmel im Gewächshaus
Ratgeber

Im Gewächshaus schimmelt die Erde - was tun?

Autor:
Redaktion

Im Gewächshaus herrscht ein feuchtwarmes Klima - die besten Voraussetzungen für Pilze. Unter diesen Bedingungen schimmelt die Erde schnell.

Warum es im Gewächshaus schimmelt

Schimmelsporen sind überall, auch in der Luft und der Blumenerde. Schimmel braucht Wärme und Feuchtigkeit, um sich zu vermehren. Genau das benötigen die Pflänzchen bei der Anzucht ebenfalls.

Schimmel befällt in besonderem Maße Saatgut und abgestorbenes Pflanzenmaterial. Beides ist in Gewächshäusern in der Regel vorhanden. Die Samenhüllen und die Keimblätter fallen nach kurzer Zeit ab und sind Nahrung für die Pilze.

Zusätzlich gelangen Pilzsporen über die menschliche Haut oder Gartengeräte ins Substrat. Da naturgemäß im Gewächshaus viele Aktivitäten erforderlich sind, verbreiten sich die Sporen hier stark.

Die Erde vor dem Befall schützen

Oberstes Gebot ist Sauberkeit. Um zu vermeiden, dass über Gartengeräte Schimmel ins Gewächshaus gelangt, ist Werkzeug ausschließlich für die Verwendung im Treibhaus sinnvoll. So gelangen von außen keine neuen Keime in die Anzuchterde.

Idealerweise liegen im Gewächshaus Handschuhe bereit, die nur dort zum Einsatz kommen. Damit lassen sich die Infektionsquelle Haut und eine Kontaminierung von außen unterbinden.

Anzuchterde ist extrem fein und daher ein guter Nährboden für Schimmelpilze. Eine gute Alternative ist Substrat aus Kokos. Es ist grobkörniger und verfügt über einen natürlichen Schimmelschutz. Dieses Material ist Torf überlegen.

Gebeiztes Saatgut aus dem Handel schimmelt nicht. Wer eigene Samen züchtet, muss darauf achten, absolut trockene Körner zur Aussaat zu verwenden. Auf keinen Fall darf Saat aus verschimmelten Früchten gewonnen werden.

Im Übrigen ist es wichtig, das Gewächshaus regelmäßig zu lüften und bei großer Hitze abzudecken. Je kühler und trockener es im Treibhaus ist, umso geringer ist die Gefahr, dass die Erde schimmelt.

Gießen ist notwendig und die jungen Sämlinge brauchen viel Wasser. Das heißt aber nicht, dass die Erdoberfläche ständig feucht sein muss. Idealweise trocknet diese einmal am Tag für eine Stunde ab.

Wichtig ist, alle abgefallenen Pflanzenteile regelmäßig aufzulesen und direkt zu entsorgen. Dieses Material schimmelt schnell und trägt maßgeblich zur Verbreitung des Schimmels bei.

Maßnahmen gegen Schimmel

Schimmelt die Erde bereits, müssen die Pflanzen nicht immer entsorgt werden. Als Sofortmaßnahme hat sich bewährt, eine dicke Schicht Torf oder Kokosmulch auf der Erde zu verteilen. Dies reicht in der Regel, bis die jungen Pflanzen ins Freiland dürfen. Die Wirkung lässt sich durch Zimt oder Gießwasser mit Teebaumöl verstärken.

Schimmelt Erde von Pflanzen, die ganzjährig im Gewächshaus bleiben, ist ein Austausch des Substrats unvermeidlich. Wichtig: Pflanzen ausgraben und die Erde aus den Wurzeln spülen. Erdreich bis zu einer Tiefe von zehn Zentimetern abgraben und durch frische Erde oder Kokossubstrat ersetzen.

In der Praxis hat es sich bewährt, den Boden mit Folie abzudecken und darauf große Kübel zu stellen, in welche eine Mischung aus frischer Blumenerde und Kokossubstrat kommt. Die Pflanzen ziehen in die Kübel um, statt direkt ins Erdreich.

Gesunde Erde enthält immer Lebewesen. Es kann daher auf Dauer keine keimfreie Erde geben. Wichtig ist nur, die Erde nicht zu stark schimmelt oder von einem Schimmelrasen überzogen ist.

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Tags: GewächshausSchimmel
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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