Mit der Immobilien-Leibrente können ältere Menschen Ihren Lebensabend im gewohnten Umfeld verbringen.
Ratgeber

Immobilien-Leibrente: Wohnen bleiben und zahlen lassen

Autor:
Redaktion

Für Eigenheim-Besitzer kann die Immobilien-Leibrente ein Baustein zur Alterssicherung sein. Ein Käufer zahlt den Kaufpreis in monatlichen Raten ab – und der Verkäufer bleibt bis zu seinem Lebensende wohnen.

Millionen Immobilienbesitzer im Rentenalter gelten als wohlhabend und sind doch arm. Sie haben ihr Haus mühsam abgestottert oder zahlen immer noch – und von ihrer Rente bleibt kaum etwas übrig. Sie können sich weder die Instandhaltungskosten noch den barrierefreien Umbau fürs altersgerechte Wohnen leisten. Hinzu können Pflegekosten kommen, die keine Krankenkasse übernimmt.

Immobilie verkaufen und umziehen – in eine fremde Umgebung oder in ein Heim? Keinesfalls: Die meisten älteren Menschen möchten in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben, selbst wenn Pflege nötig wird. Sie fühlen sich emotional an ihr Lebenswerk, das Eigenheim, gebunden. Eine Möglichkeit, im Haus zu bleiben und die Finanzen entsprechend aufzubessern, ist die Immobilien-Leibrente. Sie macht die ans Haus gebundenen Werte liquide und damit für die Bewohner nutzbar.

„Zweite Rente“ – ein Leben lang

Bei der Immobilien-Leibrente wird ein Kaufvertrag geschlossen und notariell beglaubigt – samt Grundbucheintrag. Die Immobilie geht ins Eigentum des Käufers über. Der Verkäufer erhält jedoch ein lebenslanges mietfreies Wohnrecht plus eine monatliche Geldsumme, die der Käufer anstelle eines Kaufpreises zahlt. Die Höhe der Summe berechnet sich je nach Immobilienwert und Alter des Verkäufers. Sie verbessert die Lebenssituation des Verkäufers meist spürbar. Außerdem übernimmt der neue Eigentümer im Regelfall die zwischenzeitlich anfallenden Instandhaltungskosten.

Eine weitere und ähnliche Möglichkeit, die Rente aufzubessern, bietet die sogenannte Umkehrhypothek. Hierbei kommt es zu einem Kreditvertrag des Eigentümers mit einer Bank oder einer Versicherung. Der Verkäufer bleibt Eigentümer und Bewohner seines Hauses, erhält aber monatliche Raten ausgezahlt. Ist das Ende der Laufzeit erreicht, gehört die Immobile dem Kreditgeber.

Immobilien-Leibrente oder Umkehrhypothek?

Beide Modelle haben Vor- und Nachteile. Bei der Immobilien-Leibrente wird das Haus deutlich unter Wert verkauft, wenn der Bewohner viel früher als berechnet stirbt oder aus gesundheitlichen Gründen ausziehen muss. Bei der Umkehrhypothek schmälern teure Zins- und Abschlussgebühren die monatlichen Zahlungen. Außerdem bewerten Sachbearbeiter des Geldgebers die Immobilie. Und ihr Gutachten fällt stets unter dem Marktwert aus, da Banken Ausfall-Sicherheiten einkalkulieren.

Immobilien-Leibrente oder Umkehrhypothek lohnen sich daher nicht für jeden. Sie kommen zum Beispiel für Senioren infrage, die keine Erben haben, verschuldet sind oder über eine niedrige Monatsrente verfügen. Zu empfehlen ist sie auch für Hausbesitzer, die barrierefrei sanieren müssen, aufwändige Pflege- oder Gesundheitsleistungen benötigen oder die eine kostenintensive Haus- und Gartenhilfe in Anspruch nehmen wollen.

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