Möbel im Factory-Design leben von ihrem rauen Charme und ihrer Authentizität
Ratgeber

Industrielook: Aus der Werkstatt ins Wohnzimmer

Autor:
Redaktion

Abgeplatzter Putz und Roststellen stehen gegenüber extremer Funktionalität und Langlebigkeit, Industrie-Look trägt einen Hauch von Ewigkeit.

Jeder kennt sie, Bilder von maßgeschneiderten Einrichtungen, alles blitzt und blinkt. Mancher fragt sich, ob in den gezeigten Räumen auch jemand lebt. Beim Industrie-Schick erzählt raues und kantiges Mobiliar seine Geschichte und vermittelt in schnelllebiger Zeit Gelassenheit. Nun besitzt nicht jeder ein Loft oder eine alte Werkhalle. Wohnraum aus dem Zeitalter der industriellen Revolution gibt es selten. Das soll aber kein Hinderungsgrund sein, sich im Factory-Look einzurichten. Der lässige Stil lässt sich auch Wohnungen jüngeren Baujahrs integrieren. Ein Einrichtungstrend, der vor allem bei Liebhabern von Vintage- und Landhausstil ankommt.

Schatzkiste Dachboden

Der eine kramt alte Metallregale aus dem eigenen Keller, ein anderer findet sie bei der Haushaltsauflösung um die Ecke auf dem Dachboden. Ein Industrie-Schick-Möbel muss nicht perfekt sein, sondern funktionieren. Es stört nicht, ist die Lackierung an einigen Stellen abgeplatzt. Auch Rost am Couchtisch gehört eher zum Stilelement, solange das Möbel hält, was ihm aufgetragen wird. Alte Riegel und Schließräder von Ventilen an eine sonst schlicht gehaltene Wand montiert, erinnern an die Zeit der Industrialisierung.

Alte Obstkisten müssen nicht ihr Leben lang solche bleiben. Abgebürstet und bei Bedarf abgeschliffen, ergibt der schlichte Holzkasten einzeln oder gestapelt ein wunderbares Ordnungssystem. Wer solche Schätze nicht sein eigen nennt, findet diese auch in Second Hand-Läden oder Einrichtungsgeschäften. Denn der Vintagelook hat sich längst etabliert.

Das wahre Potenzial erkennen

Aber warum immer alles neu kaufen, wenn bei genauem Hinsehen in fast jedem Zuhause unentdeckte Kostbarkeiten schlummern? Vielleicht in einem Werkkeller, in dem eine große Blechleuchte hängt. Oder eine Arbeitslampe hinter Gittern an ihrem von schwarz-weißem Stoff ummantelten Kabel. Kellerleuchten müssen kein Schattendasein zwischen Schrauben führen. Sie könnten ein zweites Leben ein der Küche finden. Gesäubert und mit einem ansprechenden Leuchtmittel versehen, vielleicht sogar mit modisch farbigem Kabel, schon sieht der Raum cooler aus.

Mobil auf Rollen

Industrie-Schick geizt mit Farben. Farblich reduziert kommt der Stil daher, alles was rostig wirkt oder wie von Straßenstaub und Ruß geschwärzt, passt ins Konzept. Die gedeckten Farben spiegeln gelebtes Leben wieder. Kissen und Teppiche machen den Raum wohnlich. Sich im Factory-Style einzurichten heißt, Flexibilität zu zeigen. Frei nach dem Motto: Es muss nicht immer alles so stehen, wo es bisher war. Die typischen Stahlhocker mit Ledersitz dürfen auf ihren Rädern ebenso bewegt werden wie hölzerne Couchtische auf rohem Metallgestell. Typisch für den Industrie-Stil sind metallene Container und Regale auf Rollen, aber auch riesige Wanduhren mit großen Zifferblättern und Metallrahmen. In Fabriken mussten diese schließlich vom anderen Ende der Halle erkennbar sein.

Da steht ein Pferd im Flur

Ungewöhnliches Comeback: Die lederbezogene Turnbank, die wir noch aus Kindertagen kennen, steht jetzt in der Wohnung. Das Pferd dient als Sitz, vielleicht dekorativ im Flur um sich kommod die Schuhe zuzubinden, oder sogar am Esstisch. Ähnlich praktisch ist die Sprossenwand-Garderobe. Oder ausgemusterte Spinte, die metallenen Platzwunder aus renovierten Turnhallen-Umkleiden. Für stimmungsvolles Licht im Industrie-Stil sorgen Leuchtbuchstaben und alte Lichtreklame. Ganze Schriftzüge oder auch nur die eigenen Initialen machen mit ihren Schwüngen und Metalleinfassungen sogar etwas her, ohne eingeschaltet zu sein.

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Gewerke:Tischler

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