Mit Smart Home leichter durch den Alltag
Ratgeber

Intelligent Wohnen im Alter - ein Zuhause, das mitdenkt

Autor:
Pauline Schneider

Selbstbestimmt und unabhängig alt werden, das wünschen sich die meisten. Besonders mit steigendem Alter wird das vernetzte Heim immer praktischer.

Der Altersdurchschnitt in Deutschland steigt stetig. Im Jahr 2050 wird jeder dritte in Deutschland lebende Mensch mehr als 64 Jahre alt sein. Um ihnen so lange wie möglich ein selbständiges und unabhängiges Leben zu bieten, bringt die Wissenschaft immer mehr smarte Haushaltshilfen für Senioren auf den Markt.

Diese sogenannten AAL-Systeme (altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben) verhelfen älteren Menschen dazu länger in ihrem eigenen, vertrauten Zuhause zu leben. Doch neben ihrem Wohl, spielen natürlich auch Kosten eine bedeutende Rolle. Gesundheitssysteme alternder Gesellschaften sind stark darauf angewiesen, dass sich in Zukunft die Ausgaben durch die steigende Nutzung von Smart-Home-Technik senken lassen.

Smarte Alltagshilfe

Mit einem „Smart-Home-User“ verbindet man häufig junge, technikaffine Digital Natives. Doch gerade ältere profitieren von der Entwicklung rund um das intelligente Zuhause. Die Funktionen eines digitalen Heims stellen für ihren Alltag eine große Hilfe dar.

Wenn es beim Rollläden öffnen anfängt in den Gliedern zu ziepen oder das Laufen zum Lichtschalter Kraft kostet, kann ein rettender Click auf dem Tablet oder Smartphone Gold wert sein. Stellen schon kleine Aufgaben eine Last und Herausforderungen dar, lassen sich diese in einem vernetzen Heim leichter bewältigen. Jalousien, Raumklima, Beleuchtung, Fernseher oder Musikanlage werden damit bequem vom Sofa aus gesteuert. Eine intensive und teure Betreuung kann so erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt nötig sein.

Mobiler Hausbesuch

Ein weiteres großes Ziel der AAL-Systeme ist, den regelmäßigen Gesundheitscheck einfacher und schneller zu gestalten. Angefangen bei einer Erinnerungsfunktion für die Einnahme von Medikamenten, bis hin zur automatischen Übertragung von Gesundheitswerten an den Hausarzt, bietet diese Technik eine große Unterstützung für Ärzte und Patienten. Lange Wartezeiten in der Praxis, nur um Blutdruck oder -zucker zu messen, gehören damit der Vergangenheit an.

Bewegungssensoren

Auch kleine Gadgets sorgen dafür, dass sich die ältere Generation im eigenen Zuhause sicher fühlt und sich Familien weniger Sorgen um Oma und Opa machen müssen. Es gibt inzwischen eine Reihe von Anbietern, die sehr einfach zu installierende Bewegungsmelder für Seniorenwohnungen anbieten.

Kleine Infrarot-Bewegungsmelder an der Wand, sowie Teppiche, in die ebenfalls Sensoren verarbeitet sind, haben folgende Hintergedanken: Wird über einen längeren Zeitraum keine Bewegung oder eine Sturzbewegung verzeichnet, senden die Geräte ein Warnsignal an Pflegedienste oder die Familie.

Notfall-Knopf to Go

Ein weiteres sehr einfaches, aber enorm nützliches Gerät sind Armbänder oder Halsketten mit integriertem Notfallknopf. Wer in der Dusche, im Schlafzimmer oder an einem anderen Ort, an dem sich kein Telefon in unmittelbarer Nähe befindet, stürzt, kann über den Knopf Hilfe rufen.  

Diese Hausnotruftechnik erfordert keine besonderen technischen Voraussetzungen, und ist direkt mit Notfalldiensten verknüpft.

Kleine Erinnerungsstützen

Im Alter hin und wieder etwas vergesslich zu sein, scheint ganz normal. Umso besser, dass auch hier auf die Technik Verlass ist. Es gibt einige smarte Tricks, die verhindern, dass die Vergesslichkeit schlimme Folgen hat.

Eine nicht ausgeschaltete Herdplatte nach dem Kochen gilt als häufige Ursache für Wohnungsbrände. Sind Bewegungsmelder in der Küche installiert, die dem Herd ein Ausschalt-Signal senden, wenn sich länger als zehn Minuten niemand mehr in der Küche aufgehalten hat, kann das ein Feuer verhindert.

Da es leider immer wieder Menschen gibt, die Schusseligkeiten ausnutzen und zum Beispiel durch ein aus Versehen offen gelassenes Fenster in Wohnungen einbrechen, gibt es auch hier Systeme, die daran erinnern alle Ein- und Ausgänge sicher zu verschließen. Steht beim Verlassen der Wohnung ein Fenster oder eine Tür offen, ertönt sofort ein lautes Warnsignal.

GPS-Sender für Demenzkranke

Häufig neigen demenzkranke Menschen dazu, das Pflegeheim oder ihr Zuhause zu verlassen, ohne zu wissen wohin es gehen soll. Nicht selten verlaufen sie sich oder finden allein nicht mehr zurück. Dann müssen Pflegedienste die Polizei einschalten, um bei der Suche Unterstützung zu bekommen. GPS-Sender erleichtern das Wiederfinden eines Vermissten sehr.

Apps, die sowohl auf dem Handy des Seniors als auch dem des Pflegers installiert sind, machen eine ständige Standortübertragung möglich. Mag ersterer allerdings kein Mobiltelefon bei sich tragen, erfüllen auch etwas ungewöhnlichere Methoden ihren Zweck. Ein amerikanisches Unternehmen hat Einlegesohlen für Schuhe entwickelt, in denen sich ein GPS-Chip befindet.

Preisradar Logo

Fahrstuhl einbauen: was kostet es?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im Preisradar rund um das Thema Fahrstuhl einbauen.

Tags:
Gewerke:Elektrotechniker

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen