Mit kleinen Tricks die Obstkörbe randvoll bekommen
Ratgeber

Jetzt reiche Ernte sichern – Obstbäume schneiden!

Autor:
Pauline Schneider

Der richtige Schnitt bewirkt Wunder. Regelmäßig gestutzte Obstbäume blühen im Sommer stärker und tragen deutlich mehr Früchte.

Als beste Zeit für einen Obstbaumschnitt eigenen sich die Monate Februar und März. Die Bäume befinden sich noch im Ruhezustand, die Äste tragen noch kein Laub, der Wasserfluss ist eingeschränkt und auch Knospen lassen noch ein wenig auf sich warten. Ein idealer Zustand, sie langsam auf den Sommer vorzubereiten.

Hält der Gärtner einfache Regeln beim Schneiden ein, füllen sich im Herbst die Obstkörbe randvoll mit saftigen Früchten. Doch aufgepasst: der späte Winter eignet sich nicht zum Stutzen jedes Baums.

Winterschnitt nur bei Kernobst

Bäume, die Kernfrüchte tragen, bekommen ihren ersten Schnitt bevor die Knospen austreiben. Im Sommer wird ihnen nur dann einer verpasst, wenn ein starkes Eindämmen des Wachstums nötig ist. Zu den bekanntesten Kernobstarten gehören Äpfel, Birnen, Quitten oder Mispeln.

Der Pfirsichbaum und die Süßkirsche bilden hier eine Ausnahme. Ihre Zeit für einen Rückschnitt sind die warmen Monate. Stutzen während der Vegetationszeit hemmt ihr Wachstum und ihre Wunden verheilen bei kalten Temperaturen nur sehr langsam.

Nicht bei Frost schneiden

Im Februar und März schwanken die Temperaturen vom weißen Wintertraum bis hin zu ersten Frühlingsmomenten. Schneiden bei Frost gilt es allerdings zu vermeiden. Bei weniger als null Grad kann ein Schnitt schwere Folgen haben. Die ideale Temperatur, um die Äste ein wenig zu kürzen, sind zirka fünf bis zehn Grad.

Zusätzlich verändert Frost die Struktur des Holzes und es wird brüchig. Dann können Schnittwunden nicht heilen und es entstehen im schlimmsten Fall Schäden an der Rinde. Um den Baum zusätzlich vor Temperaturschwankungen zu schützen, bietet sich ein Kalkanstrich an. So reflektiert die Rinde starke Sonneneinstrahlung und reißt bei Frost nicht auf.

Gutes Werkzeug und richtige Technik

Um einen Obstbaum fachgemäß zu schneiden, gelten eine kleine und eine große Schere als unverzichtbar. Für besonders starke Äste eignet sich eine Säge am besten. Bei beiden Varianten muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Klingen scharf sind, damit es nicht zu Quetschungen, sondern präzisen Schnitten kommt.

Wichtiger Hinweis: Lieber ganze Astpartien aus dem Baum heraussägen, als viele kleine Zweige. Je mehr Schnittwunden ein Obstbaum hat, desto langsamer gestaltet sich der gesamte Heilungsprozess. Außerdem immer darauf achten, nicht zu viele Seitenverzweigungen abzuschneiden. Sie tragen den Großteil aller Blüten.

Verschließen von Schnittstellen war gestern

Noch vor einigen Jahren hieß es, es sei wichtig bei einer Schnittstelle von über drei Zentimeter die Wunde mit einem Verschlussmittel zu füllen. Dies sollte verhindern, dass sich Krankheitserreger in den Öffnungen einnisten und so den Baum anfallen können.

Heute raten die meisten Gärtner vom Pflaster ab. Schließlich sind Obstbäume stark genug, sich selbst zu heilen. Wundverschluss kann sogar dazu führen, dass Holz nicht vollkommen trocknet.  Der Prozess zieht sich so unnötig in die Länge.

Pilzbefall vorbeugen

Auch um die Baumkrone etwas zu lichten eignen sich die ersten drei Monate des Jahres. Das Schneiden gestaltet sich viel einfacher ohne ein dichtes Blätterkleid, welches die Sicht versperrt. Besonders das Entfernen von nach oben wachsenden Ästen, die keine Früchte tragen ist wichtig. So gelangt mehr Sonne ins Innere und die Früchte reifen zur selben Zeit.

Auch die Zirkulation von genügend Luft stärkt die Gesundheit des Baums und das Immunsystem ist doppelt so stark. Pilzbefall tritt häufig genau dort auf, wohin nicht genügend Sauerstoff gelangt.

Tags:
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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