Kies vor einer Garageneinfahrt muss keine Spurrillen zeigen
Checkliste

Kies für die Einfahrt - diese Kosten sind zu kalkulieren

Autor:
Redaktion

Kies gilt als kostengünstiger Belag für Wege und Einfahrten. Durch einen klugen Aufbau ist der Untergrund so stabil wie ein gepflasterter Weg.

Einfahrten mit Kies gestalten - Möglichkeiten

Wer Wege oder Einfahrten mit Kies gestaltet, gibt dem Haus eine südländische Note. In einige Regionen wirkt sich eine Einfahrt mit Kiesschüttung günstig auf die Abwassergebühren aus. Denn viele Gemeinden erheben Gebühren für versiegelte Flächen, in denen kein Wasser versickert. Diesem Vorteil von Kies stehen Nachteile gegenüber: So zeigen sich im Material Reifen- und Fußspuren. Dies verhindert man auf verschiedene Arten:

  • Statt Kies kommt Splitt zum Einsatz, in diesem zeigen sich keine Fußabdrücke. Reifenspuren lassen sich nicht vermeiden.
  • Sogenannter Bankettkies ist ein Kies-Sand-Gemisch, das auch Autoreifen Widerstand entgegensetzt.
  • Brechkies, ein Splitt-Sand-Gemisch, ist noch stabiler. Es eignet sich für Fuß- und Radwege sowie wenig befahrene Straßen.
  • Zur Verstärkung werden Wabenmatten verbaut - diese Lösung ist fast so stabil wie Pflaster.
  • Bei Einfahrten mit starkem Gefälle sind die Matten immer erforderlich, damit loser Kies nicht wegrutscht.

Fachgerechter Aufbau eine Auffahrt

Der Arbeits- und Materialaufwand für einen ordnungsgemäßen Unterbau ist bei einem Kiesweg nahezu gleich teuer wie bei Pflaster. Die Kosten sind insgesamt geringer, weil ein Aufschütten mit Kies weniger Zeit in Anspruch nimmt als das Pflastern. Außerdem ist Kies preisgünstiger als Pflastersteine.

  • Für den Unterbau ist die Einfahrt bis zu einer Tiefe von mindestens 45 Zentimetern auszuheben, bei einer Garageneinfahrt sind 60 Zentimeter besser.
  • Die Ränder sind mit Winkelsteinen zu versehen, damit der Boden sich unter der Belastung eines Fahrzeugs nicht auseinander drückt. 
  • Der Untergrund ist zu verdichten und mit einer Schotterschicht von 30 bis 48 Zentimetern zu belegen. Schotter ist kantiges gebrochenes Material mit einer Körnung zwischen 32 und 63 Millimetern.
  • Darauf eine sechs Zentimeter dicke Schicht Sand verteilen.
  • Diese wird mit Wabenmatten abgedeckt, die eine Höhe von 3,2 Zentimetern haben.
  • Darauf kommt eine Kies- oder Splittschüttung, welche die Waben zwei Zentimeter dick bedeckt.

Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Kalkulation der Kosten pro laufenden Meter beziehungsweise je Quadratmeter:

  • Prüfen, ob Winkelsteine auf beiden Seiten der Einfahrt nötig sind. Diese sind nicht entlang einer Mauer erforderlich.
  • Der laufende Meter L-Steine kostet 45 Euro.
  • Pro Quadratmeter Auffahrt sind 0,3 bis 0,5 Kubikmeter Schotter erforderlich, der zwischen drei und fünf Euro je Kubikmeter kostet.
  • Die Kosten für einen Kubikmeter Sand liegen ebenfalls in diesem Rahmen. Je Quadratmeter Einfahrt sind 0,06 Kubikmeter nötig.
  • Eine Wabenplatte mit 0,9 Quadratmeter Größe kostet 16 Euro, also 18 Euro je Quadratmeter.
  • Kies oder Splitt kostet zwischen acht und 22 Euro. Es sind 0,05 Kubikmeter erforderlich.

Lose Schüttungen sind nicht sinnvoll

Damit die Steine sich nicht überall verteilen, sollten Hausherrn sich für eine der erwähnten Befestigungen entscheiden.

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Tags:
Gewerke:Straßenbauer

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