Kiesgärten bieten Bienen, Schmetterlingen & Co. einen Lebensraum und sehen toll aus
Ratgeber

Kiesgärten statt Schotter: Pflegeleichtes Öko-System

Autor:
Redaktion

Ein Kiesgarten ist nicht nur dekorativer als Schotter vor dem Haus, sondern er bietet auch Bienen, Hummeln, Schmetterlingen & Co. einen Lebensraum.

Immer häufiger entscheiden sich Hausbesitzer für eine Schotterfläche vor dem Haus, weil sie als pflegeleicht gilt. Das ist langfristig aber nicht der Fall und außerdem nicht gut für die Umwelt. Mit Schotterwüsten vor dem Haus verschwinden auch wichtige Lebensräume für Bienen, Hummeln und andere Insektenarten.

Ein Kiesgarten ist eine gute Alternative, denn er ist pflegeleicht und bienenfreundlich. Die Bepflanzungen vor dem Haus bieten von Frühling bis in den Winter attraktive Bilder. Es gibt eine große Vielfalt an Stauden und einjährigen Pflanzen, die in einem Kiesgarten gut wachsen und nebenbei auch pflegeleicht sind. Auch im Sommer ist nur wenig Gießaufwand gegeben.

Diese Pflanzen eignen sich für einen Kiesgarten

Für eine pflegearme Bepflanzung des Kiesgartens eignen sich robuste Gehölze und Stauden, die nur im Frühjahr zurückgeschnitten werden müssen. Der Perückenstrauch, die Felsenbirne und der Sommerflieder wirken strukturbildend. Auch optimal für die Bepflanzung eignen sich Federgras, Bergminze, Junkerlilie, Iris, Geranium, Bartblume, Euphorbien, Aster, Kugeldistel und andere Gewächse.

Handelt es sich um einen etwas nährstoffreicheren Boden, bieten sich Gehölze wie der Judasbaum, der Sanddorn, Lavendel oder Salbei an. Kombinieren lassen sich die Pflanzen miz Katzenminze, Thymian, Storchschnabel oder Lichtnelke.

Wenn die Pflanzen entsprechend ihren Lebensbereichen ausgewählt sind, wirken sie modern und zeitgemäß und bieten Hummeln, Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten einen Lebensraum und Nahrung. Es gibt für jeden Standort die passenden Pflanzensorten.

So lässt sich ein Kiesgarten anlegen

Am besten bietet der Kiesgarten einen offenen und vollsonnigen Standort und einen nährstoffarmen Boden. Bei einem zu nährstoffreichen Boden empfiehlt sich, in die oberen 30 Zentimeter Sand oder Splitt einzuarbeiten. Kiesgärten benötigen einen durchlässigen Boden, um den Wasserabzug und die Durchwurzelungsfähigkeit der Pflanzen zu gewährleisten.

Die Steine des Kiesgartens sollten unbedingt alle aus dem gleichen Material bestehen. So wirkt das Beet ruhig, harmonisch und ausgewogen. Auch in Kombination mit Mauern und Treppen kommen Kiesgärten schön zur Geltung. Durch die Bepflanzung wird der Boden dicht bedeckt und auf diese Weise vor Austrocknung geschützt.

Deshalb ist Schotter vor dem Haus keine gute Lösung

Es gibt einige Nachteile bei Schotter, der vor dem Haus eingesetzt wird. Schotter heizt sich im Sommer wie ein Backofen auf und verschlechtert das Kleinklima vor dem Haus. Außerdem lassen sich Schotterebenen auf Dauer nur schwer von Unkraut freihalten, denn die Unkrautsamen verteilen sich über die Luft, da hilft keine Unkrautfolie. Unkraut und Laub sammelt sich zwischen den Steinen und lässt sich nur schwer entfernen.

Auch ist der Rückbau von Schotter problematisch, weil die Entsorgung oft teuer ist. Nicht zuletzt geht die biologische Vielfalt auf Schotterbeeten verloren, Tiere haben so gut wie keinen Lebensraum mehr.

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