Moderne Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden.
Ratgeber

LEDs, Energiesparlampen & Co. richtig entsorgen

Autor:
Redaktion

Haben alte Glühbirnen ausgedient, können Sie einfach im Hausmüll entsorgt werden. Wie steht es aber mit modernen Energiesparlampen und LEDs? Dürfen auch sie mit in die Tonne wandern?

Lebensdauer von Leuchtmitteln ist begrenzt

Die Lebensdauer von Leuchtmitteln ist wie die vieler andere nützlicher Haushaltshelfer leider allzu endlich. Während klassische Glühbirnen im Schnitt bereits nach 1.000 Betriebsstunden den Geist aufgeben, kommen Halogenlampen auf eine Leuchtdauer von bis zu 4.000 Stunden. Wesentlich besser schlagen sich herkömmliche Energiesparlampen mit der zehn bis zwanzigfachen Ausdauer einer Glühbirne sowie LED-Leuchten, die theoretisch bis zu 50.000 oder sogar 100.000 Stunden durchhalten können.

Dürfen alle Leuchtmittel im Hausmüll entsorgt werden?

Wenn den Leuchtmitteln also irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes das Licht ausgeht, stellt sich zwangsläufig die Frage der Entsorgung. Viele Verbraucher denken an hier zunächst an den Haushalts-Restmüll. Diese Sichtweise ist allerdings nicht nur grundlegend falsch, sondern auch äußerst fahrlässig. Wer kippt schon gerne freiwillig toxische Schwermetalle wie Quecksilber in den Mülleimer, vor allem wenn kleine Kinder in der Nähe sind? Mit Blick auf die korrekte Entsorgung muss also einen Schritt weiter gedacht werden!

Was kann in die Tonne?

Gesetzlich geregelt wird die Entsorgung von Leuchtmitteln unter anderem in der Europäischen Richtlinie über die Rücknahme von Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE – Waste of Electrical and Electronic Equipment) sowie im „Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG).

Demnach enthalten sowohl die klassischen Glühbirnen als auch Halogenlampen keine umweltrelevanten Stoffe und können über den Haus- oder Reststoffmüll weggeworfen werden. Wichtig: Halogen- und Glühlampen haben im Glascontainer nichts verloren, da die Beschaffenheit von Lampenglas gegenüber Flaschenglas abweicht.

Gesonderte Entsorgung für Energiesparlampen und LEDs

Anders sieht es hingegen mit einer handelsüblichen Energiesparlampe aus. Hierbei handelt es sich in der Regel um Kompaktleuchtstofflampen, die geringe Mengen an Quecksilber enthalten und seit 2006 gesondert entsorgt werden müssen.

Gleiches gilt im Übrigen auch für die in Mode gekommenen LED-Lampen. Zwar enthalten sie kein schädliches Quecksilber, dafür allerdings elektronische Bauteile sowie LED-Chips und fallen somit ebenfalls unter die Bestimmungen des ElektroG. Wie die Energiesparlampen sind auch sie für den Verbraucher mit einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet

Abgabe von kaputten Leuchtmitteln vielerorts möglich  

Was also tun, wenn Energiespar- oder LED-Lampen ihren Dienst versagen? Mittlerweile gibt es ein breites Netz an öffentlichen und privaten Sammelstellen, wo kaputte Leuchtmittel abgegeben und dem Recycling zugeführt werden können. Dazu zählen kommunale Wertstoff- und Recyclinghöfe genauso wie immer mehr Abnahmestellen im Groß- und Einzelhandel.

Neben Energiespar- und LED-Lampen ist eine fachgerechte Entsorgung auch für andere Typen verpflichtend. Dazu zählen:

  • Leuchtstofflampen
  • Halogen-Metalldampflampen
  • Natrium-Dampflampen
  • Quecksilberdampf- und andere Hochdruckentladungslampen
  • Induktionslampen

Durch das fachgerechte Recycling von Lampen ist es heutzutage möglich, den anfallenden Restmüll um bis zu 95% (!) zu reduzieren. Der Weg zur Sammelstelle lohnt sich unter Umweltgesichtspunkten somit doppelt. Neben der korrekten Entsorgung von Gefahrenstoffen wie Quecksilber und Natrium spart das Recycling wertvolle Rohstoffe für die Produktion neuer elektrotechnischer Produkte und Komponenten.

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Gewerke:Elektrotechniker

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