Damit das Bad später so aussehen kann, plant man am besten den Kauf von Materialien und ihren Einsatz im Voraus.
Ratgeber

Materialkauf nach Plan

Autor:
Redaktion

Wer Fliesen verlegen möchte, braucht das richtige Material dazu. Viele Ärgernisse und Zeitverluste lassen sich durch vorausschauende Planung vermeiden. Wir sagen Ihnen, was Sie zum richtigen Fliesen brauchen und was dabei überflüssig ist.

Welche Fläche möchte ich fliesen?

Wichtig ist, genau zu wissen, welche Fläche Sie fliesen möchten. Das klingt so selbstverständlich, trotzdem lohnt es sich, die genaue Quadratmeteranzahl der zu fliesenden Fläche zu berechnen. Es gilt die Faustformel Fläche + 10% Verschnitt, wenn Sie die Fliesen kaufen.

Überlegen Sie sich auch vorher schon, wie sie fliesen möchten. Zeichnen Sie sich die oberste Fliesenlinie an die Wand oder bestimmen Sie den Mittelpunkt des Bodens. Von dort aus fangen Sie an zu verlegen. Dann wissen Sie bereits vor dem Verlegen, welche Bruchstellen auf Sie zukommen und wie kompliziert es werden könnte, die Fliesen richtig zuzuschneiden.

Auf welchem Untergrund fliese ich?

Die Wahl des richtigen Fliesenklebers und Fugennmörtels hängt generell vom Untergrund ab. Allerdings gibt es mittlerweile Fliesenkleber als sogenannten Flexkleber: Dieses Allroundprodukt ermöglicht das Fliesen auf nahezu allen Untergründen. Es sind Kunststoffe zugesetzt, sodass die Fliesen auf glatten Untergründen besser haften, als mit normalem Zementkleber. Für spezielle Materialien, wie zum Beispiel Marmor oder alte Fliesen, gibt es auch spezielle Kleber, die in jedem gut sortierten Baumarkt erhältlich sind.

Je nach ausgewähltem Kleber benötigen Sie etwa 1-3 kg pro Quadratmeter. Haben Sie den richtigen Kleber gewählt, beachten Sie die Mengenangaben auf der Packung und berechnen Sie Ihren Verbrauch anhand der Fläche.

Auf einem trockenen, unflexiblen und festen Untergrund, wie zum Beispiel einer Zimmerwand, kann ganz normaler Fugenmörtel zum Einsatz kommen. Dieser garantiert aber nicht die Wasserundurchlässigkeit. Benötigen Sie eine wasserundurchlässige Verfugung, für Spritz- und Nassbereiche, wie Bad und Küche, ist es notwendig, einen flexiblen Fugenmörtel zu verwenden. Dieser schließt seine Poren beim Trocknen und wird wasserundurchlässig. Außerdem können Sie mit dem flexiblen Mörtel auch Untergründe fliesen, die Temperaturschwankungen ausgesetzt sind oder sich „bewegen“, wie zum Beispiel Holz oder Außenflächen.

Bei Fugenmörtel kommt es je nach Art und Weise des Fliesens und je nach Mörtelwahl zu einem Verbrauch von 0,5-1,5 kg pro Quadratmeter.

Was kostet Fliesenlegen?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir auf unserer Themenseite rund um die Arbeit mit Fliesen!

Welche Fliese?

Diese Frage ist natürlich stark von Ihrem persönlichen Geschmack abhängig. Die Auswahl ist schier endlos. Von Natursteinfliesen bis Terracotta, glasierten und bemalten Emaillefliesen, Dekorfliesen aus dem Orient und modern kühlen Fliesen in Betonoptik: Ihren gestalterischen Fähigkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt. Achten Sie bei der Wahl der Fliese auch auf die Art der Beanspruchung, der die Fliese später ausgesetzt sein wird. Wie ist die Fliese zu reinigen? Ist die Oberfläche offenporig und nimmt Feuchtigkeit auf? Dann ist sie eventuell nicht für das Badezimmer geeignet. Lässt sich die Fliese einfach reinigen und abwischen? Ist das Muster empfindlich und die Glasur sehr fein?

Das alles gilt es bei der Wahl der Fliese zu beachten. Mittlerweile lässt sich fast jede Fliese auf jedem Untergrund anbringen. Hier spielt die Wahl des Fliesenklebers und Fugenmörtels die wichtigere Rolle. Lassen Sie sich also davon nicht einschränken!

Was brauche ich sonst noch?

Hier eine kleine Liste praktischer Dinge, die nicht fehlen sollten:

  • Der Zahnspachtel: Ein wichtiges Utensil, um den Fliesenkleber für die Fliese vorzubereiten.
  • Fugenkreuze: Eignen sich besonders für die nicht so erfahrenen Fliesenleger, um den richtigen Fugenabstand einzuhalten.
  • Wasserwage: Beim Fliesen von Wänden unabdinglich.
  • Klebeband: Markieren Sie Sollbruchstellen auf der Fliese und sorgen Sie für exakte Ränder beim Verteilen des Fliesenklebers an der Wand.
  • Schwamm: Zum Abwaschen des Fugenmörtels von der Fliese nach getaner Arbeit.
  • Fliesenschneider: Vom einfachen Glasschneider über den Aufsatz an der Bohrmaschine bis hin zum elektrischen Tischfliesenschneider, Sie müssen sich entscheiden, wie Sie Ihre Fliesen zuschneiden wollen.
  • Holzkeil: Zum Säubern der Fugen von Kleber vorm Verfugen.
  • Fugbrett: Das richtige Werkzeug zum Verteilen des Fugenmörtels auf den Fugen.
Tags: Fliesen
Gewerke:Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

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