Alles aus einer Hand: Bauträger
Ratgeber

Mit einem Bauträger zu den eigenen vier Wänden

Autor:
Redaktion

Beim Bauen mit dem Bauträger erwirbt ein Hauskäufer Grundstück und Gebäude aus einer Hand. Er gibt dabei Verantwortung ab, verliert dadurch auch Einfluss.

Der Bauträger ist nach Paragraph 14 im Bürgerlichen Gesetzbuch ein Unternehmer. Er kann entweder eine natürliche Person sein oder eine juristische, also eine Firma. Ein Bauträger erwirbt ein Grundstück und bebaut es. Dies macht er auf eigenes finanzielles Risiko. Er ist nicht dazu verpflichtet, alle Bauarbeiten selbst auszuführen, sondern kann damit Subunternehmen beauftragen.

Der Hauptunterschied zu einem Bauherrn besteht darin, dass der Bauträger auf einem Grundstück baut, das er selbst besitzt. Ein klassisches Bauunternehmen bebaut hingegen ein Grundstück, das der Hauskäufer bereits vorher selbst erworben hat und das auch während des Baus in seinem Besitz bleibt. Erst nachdem das Gebäude steht und abgenommen wurde, gehen Grundstück und Gebäude beim Bauträger-Modell in den Besitz des Käufers über. Dazu ist eine notarielle Beglaubigung notwendig.

Die Rolle des Käufers: wenig Verantwortung und Einfluss

Der Käufer trägt in einem Bauträger-Modell deutlich weniger Verantwortung als in der Rolle des Bauherrs. Er ist weder Eigentümer des Grundstücks noch des Hauses, sondern schließt mit dem Bauträger lediglich einen Vertrag. In diesem bekundet er seine bindende Absicht, Grund und Gebäude zu erwerben. Außerhalb dieses Vertrages hat der spätere Hauskäufer keine Rechte. Er kann also weder Einfluss auf notwendige Änderungen nehmen, noch Leistungen abnehmen oder überwachen. Daher ist der Bauträger-Vertrag in diesem Modell entscheidend.

Im Vertrag auf eine detaillierte Baubeschreibung achten

Im Vertrag muss detailliert und eindeutig geregelt werden, welche Leistungen der Bauträger zu erbringen hat. Idealerweise werden in ihm zudem Fristen und Qualitätsmaßstäbe festgelegt. Auch die Zahlungsmodalitäten finden sich in ihm, in Form von genau festgelegten Abschlagszahlungen. Der Vertrag muss notariell beglaubigt werden. Hauskäufer sollten sich vor der Vertragsunterzeichnung unbedingt fachkundig beraten lassen.

Da der Bauträger in diesem Modell so eine herausgehobene Stellung hat, muss der Käufer ihm ein großes Vertrauen entgegenbringen. Dazu sollten vorher Erkundigungen eingeholt werden. Wichtig ist vor allem, dass der Bauträger über ausreichende finanzielle Reserven verfügt.

Tags: Hauskauf
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