Kelle zum Anwerfen des Spritzbewurfs und des Putzes.
Ratgeber

Mit Spritzbewurf verputzen - Beachtenswertes

Autor:
Redaktion

Manche Untergründe lassen sich nur verputzen, wenn sie mit einer Haftbrücke versehen sind. Der Spritzbewurf sorgt für einen gut haftenden Putzgrund.

Sinn des Spritzbewurfs

Viele Untergründe haben Eigenschaften, die ein Verputzen erschweren, da Putz nicht daran haftet. Der sogenannte Spritzbewurf ist ein dünnflüssiger Putzmörtel, der einen Putzgrund bildet. Über diesen kommen zwei weitere Schichten, der Unterputz und der Oberputz.

Die drei Lagen müssen zueinanderpassen. Viele Hersteller bieten daher Systeme an, wie den Sanierputz und den dazu passenden Spritzbewurf. Dieser besteht aus Zement, Quarzsand und haftverbessernden Zuschlägen. Bei Kalkputz wird in der Regel der normale Putz lediglich dünner angerührt. 

Spritzbewurf ist bei allen stark saugenden Untergründen wie Ziegel, Lehm oder Gips wichtig. Eine Ausnahme sind Wände aus Hartbrandziegeln, diese saugen normal und benötigen die Vorbehandlung nicht. Ferner ist Spritzbewurf auf glatten Untergründen, wie Beton erforderlich. Eine Alternative ist bei Letzterem der Anstrich mit einem Haftvermittler möglich.

Verputzen mit dünnem Putzmörtel

Das dünnflüssige Material lässt sich nicht auf das Mauerwerk Aufziehen, da es von der Kelle fließt. Es wird auf dem Werkzeug balanciert und mit Schwung von unten nach oben an die Wand geschleudert. Eine der beiden längeren Kanten des Werkzeugs steht parallel zur Wand, der Wurf erfolgt locker aus dem Handgelenk. Ungeübte Heimwerker verwenden einen Quast (großen Pinsel), um den Spritzbewurf an die Wand zu schleudern.

Der Untergrund ist vor dem Auftragen mit Wasser anzufeuchten. Zum Aufrauen von Beton genügt es, den Putz kreuz und quer netzartig auf der Wand zu verteilen. Er soll nicht mehr als 60 Prozent der Wand bedecken. Um unregelmäßiges oder stark saugendes Mauerwerk vorzubereiten, ist ein vollflächiger Spritzbewurf nötig.

Üblicherweise tragen Handwerker alle Putzschichten mit einer schleudernden Bewegung auf und glätten den Unter- beziehungsweise den Oberputz abschließend mit einer Kelle. Da der Auftrag des Spritzbewurfs nicht gleichmäßig erfolgen muss, ist das Aufbringen dieses Haftputzes eine Möglichkeit die Technik zu üben. Profis verwenden eine Putzspritze, das mühsame Anwerfen ist mit diesem Hilfsmittel nicht nötig.

Vor- und Nachteile der Methode

Bei vielen historischen Baustoffen wie bei Weichbrandziegeln oder Lehmwänden gibt es keine Alternative zum Spitzbewurf. Das Verfahren ist die einzige Möglichkeit, solch stark saugendes Mauerwerk zu verputzen.

Bei Betonmauern ist wahlweise das Streichen mit einer Haftbrücke möglich. Diese Produkte enthalten chemische Substanzen und lassen sich nicht mit der Idee des natürlichen Bauens vereinbaren.

Der Auftrag von Spritzbewurf macht nur eine geringe Menge chemischer Zusätze nötig. Dies ist der große Vorteil des Verfahrens. Nachteilig ist: Das Aufbringen ist aufwendiger als Streichen von Haftgrund und erfordert einige Übung. 

Tags:
Gewerke:Stuckateure

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen

Wir verwenden Cookies, um unsere MyHammer Dienste anzubieten, zu schützen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unseren Cookie-Richtlinien einverstanden. Weitere Informationen

Ok