Wärmeschutzfenster lassen Licht und Wärme in den Raum
Ratgeber

Mit Wärmeschutzfenstern Energie sparen

Autor:
Redaktion

Wärmeschutzfenster sind mit herkömmlichem Isolierglas nicht vergleichbar. Sie isolieren bis dreimal besser als übliche Doppelverglasungen.

Besonderheiten von Wärmeschutzfenstern

Isolierglas besteht aus Glasscheiben, zwischen denen Luft eingeschlossen ist. Diese Luftschicht wirkt isolierend. Wärmschutzglas nutzt zusätzlich die Wärme der Sonne zum Heizen der Räume.

Die Scheiben sind unsichtbar zum Raum hin mit Metall beschichtet. Licht und Wärme passieren das Glas in Richtung Raum. Die dünne Metallschicht reflektiert die Wärme des Raumes und hindert diese das Glas zu durchdringen.

Des Weiteren befindet sich zwischen den Scheiben Edelgas, welches die Wärme schlechter leitet als Luft. Der Randverbund der Verglasung besteht aus dehnbaren Dichtungen, welche das Edelgas sicher zwischen den Scheiben einschließen.

Die Fensterrahmen waren früher die schwächste Stelle des Systems. Bei moderner Wärmeschutzverglasung sind die Rahmen ebenfalls gedämmt. Zusätzlich verhindern Dichtungen entlang des Rahmens das Eindringen von Kaltluft.

Kenndaten von Fenstern

Zwei Werte geben Auskunft darüber, wie gut ein Baustoff isoliert. Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, welche Wärmeenergie in Watt (W) je Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied in Kelvin (K) ein Medium durchdringt. Moderne Scheiben lassen nur ein Zehntel der Wärme durch das Fenster wie Einscheibenglas. Im Vergleich zu Isolierglasfenstern reduzieren Sie den Durchlass auf ein Drittel.

Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 sind höchstens 1,3 W/(qm K) bei Fenstern erlaubt. Je niedriger der Wert ist, umso besser ist das Fenster isoliert.

Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, wie viel Wärme von außen durch das Fenster in einen Raum gelangt. Ein g-Wert von 0,5 bedeutet 50 Prozent der vorhandenen Wärmeenergie passiert das Fenster.

Erhöht ein Hersteller den U-Wert, senkt er gleichzeitig den g-Wert. Das ist physikalisch unumgänglich. Steht ein Haus in einer sonnigen Lage, macht es Sinn Fenster mit einem hohen g-Wert zu kaufen, obwohl dies einen höheren U-Wert bedeutet.

Es lohnt sich, die Außenwärme zu nutzen. Liegen die Fenster im Schatten, ist ein niedriger U-Wert wichtig. Ein U-Wert von unter 0,9 W/(qm K) und g-Werte von 70 Prozent sind heute technisch machbar.

Der Einbau von Wärmeschutzfenstern kann unter Umständen von der Steuer abgesetzt werden. Fördermittel von der KfW bekommt, wer energieeffizient baut oder energetisch saniert. Möglich sind günstige Kredite oder Zuschüsse, beides ist bei der Hausbank zu beantragen.

Fenster einbauen: was kostet es?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir auf unserer Themenseite rund um die Arbeit mit Fenstern!

Was beim Einbau zu beachten ist

Die Planung gehört in die Hände eines Energieberaters. Die Dämmung der Fenster muss zu den Wänden passen. Wer gut gedämmte Fenster in schlecht isolierte Wände einbauen lässt, riskiert Schäden durch Nässe und Schimmel.

Der Einbau muss aus diesem Grund durch einen qualifizierten Fachbetrieb für Fensterbau geschehen. Dieser verhindert Wärmebrücken, die durch eine falsche Montage auftreten. Außerdem ist eine Bescheinigung über die Sanierung von einem Fachbetrieb nötig, um Fördermittel zu erhalten.

Ein Wärmeschutzfenster von einem Quadratmeter Größe kostet zwischen 150 und 400 Euro. Die Kosten für den Einbau hängen unter anderem vom Mauerwerk ab. Kunststofffenster sind am günstigsten. Sie kosten im Schnitt mit Einbau 500 Euro. Aluminiumfenster sind mit durchschnittlich 800 Euro am Teuersten.

Tags: Wärmedämmung
Gewerke:Einbau von genormten Baufertigteilen

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