Scharniere an Möbeltüren sind meist Topfscharniere
Ratgeber

Montage von Einbohrbändern für Türen und Möbel

Autor:
Redaktion

Mit Einbohrbändern wird schleifenden Innen- und Möbeltüren entgegengewirkt. Es handelt sich um Spezialscharniere, deren Montage wenig aufwendig ist.

Mit Einbohrbändern "gefälzte" Türen störungsfrei drehen

Einbohrbänder sind in der Regel aus Metall, Kunststoff oder, etwas seltener, Holz gefertigt. Die zweiteiligen Zapfenkonstruktionen helfen bei der Montage von "gefälzten" Türen. Die Kantengeometrie einer solchen Tür stellt spezielle Anforderungen an die Scharniere. Gefälzte Türen sind L-förmig, wobei das Türblatt nicht bündig im Rahmen, sondern leicht auf dem Rahmen aufliegt. Bei Innentüren ist diese Kantengeometrie im deutschen Raum der Regelfall. Auch Möbelstücke weisen häufig Türen mit L-Kanten auf. 

Einbohrbänder dienen an gefälzten Innentüren als Scharniere. Als flexibler Bewegungsbeschlag verbinden sie Türblatt und Zarge. Auf diese Weise gewährleisten die Beschläge zugleich Justierbarkeit und erforderliche Stabilität. Ein störungsfreies Drehen und Aushängen der Tür ist damit möglich. Neben rein funktionalen Modellen gibt es auch optisch schöne Varianten mit Zierkopf. 

Als Sonderform von Einbohrbändern verwendet man für Möbel mit L-Kanten-Türen häufig Topfscharniere. Solche bestehen aus Topf, Hebel und Bandarm. Der Hebel sitzt auf einer Grundplatte an der Innenseite des Möbels. An der Möbeltür ist der Topf befestigt, wobei der Bandarm die beiden Elemente verbindet.  

Montage von Topfscharnieren an Möbelstücken

Um Topfscharniere an Möbeltüren anzubringen, bohrt der Heimwerker in die Tür ein Loch von 35 Millimetern Durchmesser. Zwei kleinere Löcher von acht Millimetern dienen daneben der Arretierung. Die Grundplatte des Scharniersatzes montiert er im Möbelinneren. Auf diese Grundplatte schraubt er mit Verstellschrauben den Hebel. Abschließend verbindet er Hebel und Topf durch Einhängen des Bandarms und justiert die Tür mithilfe der Verstellschrauben. 

Alternativ zum Standard-Topfband können Varianten mit Push-Bändern Verwendung finden. Auf diese Weise öffnet die Tür automatisch mittels Federzug. Beachtenswert ist beim Kauf von Topfbändern neben dem erforderlichen Öffnungswinkel vor allem die Position der Möbeltür zur Möbelseite. 

Einbaubänder an Innentüren montieren

Für die Montage von Einbohrbändern an Innentüren nutzt der Heimwerker eine Schablone. In der Regel ist eine solche im Montagesatz inbegriffen. Rahmen und Türblatt erhalten so je zwei Bohrlöcher für die Zapfen des Einbohrbands. Wichtig ist, dass möglichst senkrecht gebohrt wird. Am besten findet für mehr Präzision eine Bohrlehre Einsatz.

Die beiden Bohrlöcher müssen in exakt derselben Linie untereinander liegen. Wenn Bohrlöcher die beiden Montageteile zieren, dann lassen sich die Zapfen eindrehen. Die Drehung findet im Uhrzeigersinn statt und entspricht zugleich der Justierung. Um zu überprüfen, ob richtig justiert wurde, hängt der Heimwerker die Tür ein und checkt die Beweglichkeit. Falls Korrekturen nötig sind, hängt er die Tür dazu wieder aus und justiert nach. 

Durch die Montage von Unterlegscheiben findet ein eventuell notwendiger Ausgleich von Niveauunterschieden zwischen Türblatt und Rahmen statt. Sie liegen auf oberem und unterem Bolzen auf. Die Tür schleift dadurch nicht mehr am Boden.

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Tags: Zimmertüren
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