Bei der Sanierung von Wänden erfreut sich Naturkalk als Baustoff zunehmender Beliebtheit.
Ratgeber

Naturkalk: das Ende feuchter Wände

Autor:
Redaktion

Die sprichwörtlichen Selbstheilungskräfte der Natur gelten auch für die Wandsanierung: Immer mehr Experten empfehlen Naturkalk anstelle von Hightech-Putzen.

Tauchen an der Wand die ersten dunklen und feuchten Flecken auf? Dann wird es Zeit, zur Kelle zu greifen. Denn je länger Sie eine Sanierung hinauszögern, desto schwieriger und vor allem teurer wird sie. Immer mehr Feuchtigkeit dringt ins Mauerwerk ein. Schnell erhöht sich die Konzentration an schädlichen, abbröselnden Salzkristallen – den sogenannten Ausblühungen. Schließlich platzen Putzschichten ab. Mehr Dunst- und Regenwasser dringt ein und krankmachender Schimmel bildet sich. Von den steigenden Heizkosten ganz zu schweigen. Und dies ist keineswegs nur ein Problem von altem Gemäuer: Feuchtigkeit und Schimmel treten immer öfter auch in Neubauten auf.

Atmungsaktive Wände dank Mutter Natur

Also sanieren – doch womit? Viele Putze von heute enthalten chemische oder organische Zusatzstoffe. Nicht wenige dieser Lösungen verstärken das Problem der feuchten Wände auf die lange Sicht. Deshalb gehen Architekten vermehrt dazu über, Naturkalk zu empfehlen. Genauer gesagt: biologische Entfeuchtungs- und Isolierputze auf Basis von Naturkalk. Dies sei, so die Bauexperten, die ökologischste und nachhaltigste, vor allem aber auch wohngesündeste Möglichkeit.

Mit Naturkalk wird die Wand „atmungsaktiv“. Der Baustoff ist besonders porös. Er lässt das Wasser praktisch ungehindert nach außen abtrocknen beziehungsweise verdampfen. Dies geschehe etwa zehnmal so schnell wie bei Zementmörtel, so versprechen es einige Anbieter. Außerdem enthält Naturkalk keine schädlichen Salze, welche Ausblühen und Rissbildung fördern. Auf weitere Trocknungsmaßnahmen wie etwa Dampfsperren könne somit verzichtet werden. Zu guter Letzt entziehe der biologische Putz mit seinen PH-Werten den Bakterien und Schimmelpilzen den Nährboden.

Nachhaltig, wohngesund und einfach aufzutragen

Komplizierter zu verbauen als konventionelle Produkte ist Naturkalk nicht. Einfach per Hand oder mit der Putzmaschine den Putz abschlagen und das Mauerwerk komplett freilegen. Danach die Grundierung und die Spachtelmasse aufbringen. Nach einer ausreichenden Trocknungsphase tragen Sie den ökologischen Sanierputz auf, fertig. Für die äußere Gestaltung sind Naturkalkbeschichtungen in vielen Farben und Strukturen erhältlich.

Apropos äußeres Erscheinungsbild: Naturkalk eignet sich für Außen- wie Innenwände und lässt sich auf fast alle Untergründe auftragen. Was die Dämmwirkung betrifft, so versprechen die Naturkalk-Anbieter einiges: Je nach Mauerwerk seien Steigerungen um bis zu 50 Prozent gegenüber vielen nichtbiologischen Lösungen möglich – und zwar schon ab etwa drei Zentimetern Schichtdicke. Fazit: Der natürliche Dämmstoff ist offenbar nicht nur gesünder, sondern auch wirksamer.

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Gewerke:Akustik und TrockenbauMaurer und Betonbauer

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