Die reduzierte Formensprache nimmt Naturholzküchen das Massive: Hier trifft Echtholz auf Fronten und Arbeitsflächen aus Keramik
Ratgeber

Neue Stoffe für die Küche

Autor:
Tanja Müller

Die Küche macht dem Wohnzimmer seinen Rang streitig. Und so ziehen hier verstärkt neue Materialien wie Keramik, Glas, Stein, Holz und sogar Beton ein.

Küche, Wohn-, Esszimmer sind bald auch Begriffe von gestern. Mit immer offener werdenden Grundrissen gehen die Funktionen ineinander auf. Im Neubau leben heute mehr als 25 Prozent der Deutschen in einer wandlosen Kombination aus Kochen, Essen und Wohnen. Zonen zum Zurückziehen und Zusammenkommen lösen die klassische Raumaufteilung ab. Und das fordert die Küchenbauer heraus, die mit immer wohnlicherem Mobiliar und neuen Werkstoffen auf diese Bewegung antworten.

Keramik erobert die Küchen

Als absoluter Aufsteiger gilt hier Keramik sowohl für Spülbecken und Arbeitsplatten, als auch für Fronten. Der Trendstoff punktet nicht nur mit natürlicher Optik, kratzfest, hitzebeständig und pflegeleicht ist er noch dazu. Keramik erlaubt zudem eine solch präzise Verarbeitung, um bei Türen und Schubladenfronten ein harmonisches Fugenbild zu gewinnen. Auch in Sachen Farbe setzt der Werkstoff kaum Grenzen. In Kombination mit Holz wirkt er noch eine Spur wohnlicher.

Behaglich wird’s mit Holz

Naturgemäß spielt Holz in Punkto Behaglichkeit eine Hauptrolle. Das kommt in ursprünglicher Optik oder mit Vintage-Touch daher, vor allem matt, häufig gebürstet und geölt. In aller Regel handelt es sich bei den Fronten um hochwertige Echtholzfurniere. Arbeitsplatten sind dagegen oft aus massivem Holze geschnitzt, aus Verbundstoffen gefertigt, immer mehr aus Mineralwerkstoffen. Hier übertrumpfen sich die Hersteller nahezu mit neuen Entwicklungen.

Edel und robust: Mineralwerkstoffe

Hochverdichtete Quarz- und Granit-Komposite bestimmen neben Arbeitsflächen auch Spülbecken. Nicht selten wird beides aus einem Guss angeboten. Robust gegenüber Flecken, Schnitten und Kratzern, sind sie zum einen praktisch, zum anderen sehen sie schlichtweg gut aus. Gleiches gilt auch für ihre natürlichen Verwandten. Dank dem Zusammenspiel von Steinmetzhandwerk und computergesteuerten Maschinen lassen sich Arbeitsplatten aus Marmor, Granit oder anderem Naturstein fertigen. Das wirkt edel und ist auch noch pflegeleicht.

Nanotechnologe macht‘s pflegeleicht

Zum derzeit wohl ungewöhnlichsten Material in der Küche zählt Beton – als Arbeitsfläche und sogar für Fronten. Eine UV-beständige Imprägnierung versiegelt die Oberfläche und sorgt für den Schmutz und Wasser abweisenden Lotuseffekt. Übrigens: Selbst Edelstahlküchen kommen inzwischen familienfreundlich daher. Fleckenlandkarten, die nicht nur kleine Kinderfingerabdrücke hinterlassen, gehören hier dank Nanotechnologie der Vergangenheit an.

Beton und Naturstein zählen noch zu den Außenseitern, werden aber immer häufiger täuschend echt auf Schichtstoffplatten imitiert. Glas, oft auch farbig hinter lackiert, Mineralwerkstoffe und Holz entwickeln sich dagegen zu echten Dauerbrennern. Und die Mischung macht’s: Der Mix aus Farbe, Holz und Glas vermittelt moderne Leichtigkeit und zugleich eine warme Atmosphäre.

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