Pflanzen im Schlafzimmer sind kein Grund zur Sorge
Ratgeber

Pflanzen im Schlafzimmer - gut fürs Raumklima?

Autor:
Redaktion

Pflanzen bringen nicht nur Farbe ins Schlafzimmer, sondern sind auch für das Raumklima gut. Besonders in den Wintermonaten ist das wichtig.

Mit Pflanzen im Schlafzimmer gut schlafen

Noch immer hält sich hartnäckig das Gerücht, Pflanzen im Schlafzimmer sind nicht gut und ungesund für den Menschen. Mit Hilfe von Sonnenlicht wandeln sie Kohlendioxid in Sauerstoff um und geben diesen im Raum ab. Dagegen verbrauchen sie nachts selbst Sauerstoff und geben ihn wiederum als Kohlendioxid frei. In dieser Zeit gibt die Zimmerpflanze keinen Sauerstoff in die Luft, weil im Dunkeln die Fotosynthese nicht funktioniert.

Aus diesem Grund sind sich einige Pflanzenliebhaber unsicher, ob sie eine Topfpflanze ins Schlafzimmer stellen sollen. Jedoch ist die Menge so gering, dass keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu befürchten sind. Im Gegenteil: Durch die Verdunstung von Feuchtigkeit tragen Pflanzen im Schlafzimmer erheblich dazu bei, das Raumklima zu verbessern. Und es gibt sogar welche, die besonders gut für den Schlafraum geeignet sind.

Manche von diesen Pflanzen, wie Grünlilie, Einblatt oder Efeu, sind schlechthin wahre Alleskönner. Besser, als Alle anderen, absorbieren sie Schadstoffe, die von Polstermöbeln, Bodenbelägen, Wandfarben und Zigarettenrauch nach und nach in die Raumluft gelangen. Um diese Schadstoffe zu beseitigen, wird keine teure Klimaanlage benötigt. Am gesündesten und am einfachsten geht das mit attraktiven Pflanzen. Außerdem werden optische Ruhepunkte gesetzt und eine angenehme Atmosphäre in Schlafräumen geschaffen.

Anpruchslos und doch unverwüstlich im Schlafraum

Die robuste und pflegeleichten Zamioculcas und der Benjamin (Birkenfeige) sowie der immergrüne Philodendron geben tagsüber Sauerstoff ab. Zamis und Birkenfeige sie in der Lage schädliches Kohlenmonoxid abzubauen, wenn beispielsweise der Schlafraum an einer viel befahrenen Straße liegt. Philodendron filtert schädliche Stoffe wie Formaldehyd oder Benzol aus der Luft. Auch Monstera, Zimmertanne, Brautmyrte und Farne sind gut für ein gesundes Raumklima. Und mit Alpenveilchen, Azaleen und Kamelien kommt Farbe ins Schlafzimmer.

Großblättrige und vitale Pflanzen haben ein gutes Reinigungs-und Befeuchtigungssystem. Papyrus, Bananen und Zyperngras erhöhen die Luftfeuchtigkeit, indem sie durch eine permanente Verdunstung über die Spaltöffnungen der Blattunterseiten einen Großteil des Gießwassers wieder abgeben. Besonders im Sommer hat das einen positiven Effekt, wird dadurch doch gleichzeitig die Raumtemperatur gesenkt. Bei zu hoher Feuchtigkeit kehrt sich der Prozess um.

Exoten sorgen für ein perfektes Raumklima und filtern nachts

Der Bogenhanf, auch als Sansevieria bekannt, und ebenso Aloe Vera, gelten als die Schlafzimmerpflanzen überhaupt. Anders als andere Pflanzen verwandeln sie während der Nacht Kohlendioxid in Sauerstoff. Außerdem ist der Bogenhanf mit seinen vielen Formen eine dauerhafte pflegeleichte Pflanze, die unempfindlich gegenüber trockener Heizungsluft ist.  Zudem filtern Aloe und Bogenhanf Zigarettenrauch und Formaldehyd und bauen schädliches Trichlorethylen, wie es in vielen Klebern vorkommt, über ihre Wurzeln und Blätter ab.

Weitere sogenannte CAM-Pflanzen sind tropische Orchideen und Kakteen, die ebenfalls das ungewollte CO2 nur nachts aufnehmen und als reinen Sauerstoff wieder abgeben. Allerdings ist der richtige Standort und die Vitalität der Exoten entscheiden. Je heller und wärmer eine Topfpflanze steht, desto höher ist ihre Wirksamkeit.

Wann Pflanzen nicht in den Schlafraum gehören

Lavendel oder Jasmin im Blumentopf könnten für einen unruhigen Schlaf oder Kopfschmerzen am Morgen verantwortlich sein. Wer besonders sensibel auf Gerüche reagiert, kann durchaus unter den stark intensiven Geruch von Gardenien, Narzissen oder Porzellanblume sowie Kranzschlinge leiden. Auch manche Orchideenarten mit orientalisch schwerem Aroma können Kopfschmerzverursacher sein.

Selbst wenn manche Pflanzenarten keine Schadstoffkiller sind, sind sie dennoch gut für das Raumklima. Werden die Voraussetzungen für den optimalen Standort und die Pflege beachtet. Bei der Auswahl geeigneter Gewächse sollten einige Risiken bedacht werden. Bei falscher Pflege neigen einige, bis auf die Orchideen, zur Schimmelbildung. Wenn aber gleich nach der Anschaffung in Seramisgranulat oder ähnlichem umgetopft wird, kann das verhindert werden.

Neben dem verbesserten Klima einerseits, sollte natürlich auch der persönliche Geschmack im Vordergrund stehen. Und wenn dabei noch die Luft gereinigt wird - umso besser.

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Tags: Schlafzimmer
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