Ratgeber

Renaissance für Ur-Omas Bauerngarten

Autor:
Redaktion

Nutzgärten boomen: Angesichts von Corona-Hamsterkäufen, Lebensmittelskandalen und wachsendem Umweltbewusstsein steigen Gartenbesitzer auf Selbstversorgung um.

Mehr „bio“ geht nicht als mit selbst Angebautem wie Obst, Gemüse und Kräutern aus dem Nutzgarten. Manche Schrebergärtner betreiben sogar artgerechte Hühnerhaltung. Selbstversorgung bedeutet aber auch Versorgungssicherheit. Was nicht sofort verbraucht wird, lässt sich ohne Chemie konservieren, einmachen oder einfrieren.

Was und wie viel kann angebaut werden?

So groß sollte der Nutzgarten sein:

  • 25 Quadratmeter zur teilweisen Selbstversorgung
  • 70 Quadratmeter zur überwiegenden Selbstversorgung
  • 170 Quadratmeter zur kompletten Selbstversorgung pro Person

Einberechnet sind die erforderlichen Anbauflächen, die Wege zwischen den Beeten und der Kompost. Um jede Pflanze erreichen zu können, sollten die Beete zirka 1,20 Meter breit und mit 40 bis 50 Zentimeter Platz für die Wege angelegt werden. Der Boden ist im Idealfall locker und feucht, reich an Humus und Nährstoffen und weist pH-Werte um 6,5 auf.

Blumenkohl und Brokkoli statt Rosen und Geranien

Wichtig bei der Beete-Planung sind Lage und Sonneneinstrahlung. Gemüse, Salate und Kräuter bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Obstbäume brauchen meistens Sonne pur.

Weiterhin zu berücksichtigen sind Mischkulturen und Fruchtwechsel. Manche Schrebergärtner lieben es, ihre Kohlkopf-Formationen adrett in Reih und Glied zu züchten. Indes: diese Monokulturen sind eine Einladung zum Kahlschlag an Schädlinge. Gemüsebeete sollten mit Kräutern wie Rosmarin oder Basilikum aufgelockert werden, die viele Schädlinge fernhalten.

Von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern

Der Fruchtwechsel verhindert, dass den Böden die Nährstoffe einseitig entzogen werden. Im ersten Jahr lassen sich auf einem Beet stark zehrende Sorten wie Kürbis oder Gurke anbauen. Für das zweite Jahr eignen sich im selben Boden sogenannte Mittelzehrer wie Salat oder Möhren. Im dritten Jahr ernährt der Boden nur noch Schwachzehrer wie Radieschen oder Zwiebeln. Jahr vier dient zur Regeneration und Düngung. Manche Pflanzen können aber auch über mehrere Jahre im gleichen Boden kultiviert werden: Erdbeeren oder Tomaten bis zu drei, Spargel sogar bis zu zehn Jahre.

Nicht alle Pflanzen benötigen die gesamte Vegetationsperiode, um heranzureifen: Spinat, Salate und Radieschen lassen sich bereits nach wenigen Wochen ernten. Neue Pflanzen können folgen. Sind die Kartoffeln so weit, gedeihen auf demselben Beet noch Grünkohl, Rosenkohl oder Feldsalat als Nachkulturen.

Hochbeete und Balkonkästen

In Hochbeeten lassen sich Thymian, Rosmarin oder Petersilie, aber auch einige Obstsorten wie Erdbeeren kultivieren. Hochbeete sind nicht nur rückenschonend, sondern auch deutlich wärmer als Erdbeete und von Frühjahr bis Herbst nutzbar. Glücklich, wer einen windgeschützten Südbalkon besitzt: Auf sechs Metern Länge bieten breite Balkonkästen Platz für rund 60 Pflanzen wie Peperoni, Paprika, Tomaten und Erdbeeren. In Töpfen können dazu noch Kräuter angebaut werden.

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