Das niedrige Mobiliar auf ausgestellten Beinen könnte auch aus den Fünfzigern stammen
Ratgeber

Retro und Shabby-Chic: Der Charme der Patina

Autor:
Tanja Müller

Vintage heißt das Schlagwort in der Einrichtungsszene. Retromöbel liegen im Trend. Und was nicht alt ist, wird eben nachträglich auf shabby getrimmt.

Die Retrowelle rollt. Möbel aus den Goldenen Zwanzigern bis zu den wilden Siebzigern sind begehrt wie nie. Flohmärkte haben Hochkonjunktur. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen Möbel und Wohnaccessoires im Mid-Century-Stil (1940 bis 1960). Selten gab es so viele Re-Editionen aus dieser Epoche auf dem Markt. Und neben den Designklassikern von Ray und Charles Eames, Verner Panton und ihren namhaften Kollegen behauptet sich auch neues Mobiliar im Stil dieser Zeit. Das kommt in den typisch abgerundeten Formen, pastelligen Farbtönen und vor allem mit der subtilen Eleganz des einst blühenden Wirtschaftswunders daher. Selbst die gemusterten Tapeten aus dieser Zeit feiern ein Comeback.

Mid-Century trifft auf Art Déco

Wer den Retrochic in seine vier Wände holen möchte, der kombiniert besser Möbel aus der gleichen Epoche (höchstens noch einer weiteren) oder mixt einige wenige Stücke mit modernem Mobiliar. Sonst sieht’s schnell zu wild aus. Der elegante Mid-Century-Stil lässt sich übrigens wunderbar mit dem glamourösen Art déco-Look paaren, der seine Wurzeln aus der schillernden Epoche der 20er bis 40er Jahre hat. Das schon damals exklusive Mobiliar ist heute zwar kaum erschwinglich. Aber zum Glück machen viele Hersteller den Luxustrend just mit ansprechenden Kleinmöbeln und Accessoires im neuen Art déco bezahlbar.

Retro bringt Wärme und Geborgenheit

Gerade in unsicheren Zeiten suchen die Menschen in ihren eigenen vier Wänden Geborgenheit. Der Retrotrend bringt sie in unser Heim, ist er doch verlässlich wie ein guter alter Freund. Warme Hölzer, Wollstoffe, aber auch Cord und Samt sorgen für Behaglichkeit, Naturstein wie Marmor und Metalle wie Kupfer und Messing für Noblesse. Mobiliar und Wohnaccessoires mit Botschaft, mit Patina sind gefragt. Und was nicht alt ist, bekommt den Shabby Chic eben nachträglich, lässt sich mit vermeintlichen Gebrauchsspuren veredeln. Hinter dem Vintage-Trend steckt der Wunsch nach Individualität, auch die Sehnsucht nach alten Werten. Qualität, Handwerk, Emotionen spielen hier eine Rolle.

Shabby Chic pimpt Loft wie auch Landhaus

Von ihrer Authentizität leben auch Möbel im Factory-Design. Zumeist aus Metall verleihen ihnen Rostpickel oder abgeplatzte Emaille einen rauen Charme. Der Industrie-Schick integriert sich nicht nur perfekt ins Loft oder Vintage-Apartment, er pimpt übrigens auch prima den omnipräsenten Landhauslook.

Tags: Wohnideen
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