Leitungen lassen sich über Rigipsdecken gut verstecken
Ratgeber

Rigipsdecke - Kosten und Beachtenswertes

Autor:
Redaktion

Kosten und Arbeitsaufwand für den Bau einer Rigipsdecke werden von Heimwerken unterschätzt. Sie vergessen, Unterbau und Spachtelarbeiten einzuplanen.

Kostenplanung für eine Decke aus Gipskartonplatten

Für einen Raum mit einer Größe von zehn Quadratmetern schlagen die Kosten für die Rigipsplatten mit 35 bis 40 Euro zu Buche. Für das abschließende Verspachteln fallen weitere zehn Euro an.

Der notwendige Unterbau besteht im modernen Trockenbau aus Abhängern und CD-Deckenprofilen. In einem Raum dieser Größe sind 15 bis 20 Abhänger für zusammen zehn Euro und 30 bis 40 Meter Profile für 60 bis 80 Euro erforderlich. Für Kleinteile wie Schrauben fallen weitere fünf Euro an.

Insgesamt fallen also Beträge von 120 bis 145 Euro für das Material an. Die Preise für den Innenausbau durch Fachbetriebe belaufen sich auf 400 bis 550 Euro. Heimwerker können viel Geld sparen, sollten aber den erheblichen Aufwand nicht außer Acht lassen.

Das Einziehen einer Rigipsdecke

Die ersten Schritte erscheinen simpel, erfordern aber ein hohes Maß an Präzision: An der Decke ist ein Bohrraster anzuzeichnen, um die Löcher für die Abhänger zu setzen.

Nach deren Montage ist wieder genaues Arbeiten nötig. Die CD-Profile sind in Längsrichtung des Raumes anzubringen und exakt waagerecht auszurichten. Daran montieren die Handwerker weitere Profile, welche die Rigipsplatten tragen.

Beide Lagen müssen exakt parallel zu den Wänden verlaufen und, wie der Fachmann sagt, in gleicher Höhe im Wasser liegen. Nur ein waagerecht aufgebauter Unterbau garantiert eine glatte und gerade Rigipsdecke.

Die Beplankung ist ebenfalls nicht einfach. Wer keinen zweiten Mann hat, der die Platten hält, benötigt teleskopierbare Deckenstützen und Einhandzwingen. Diese halten die Rigipsplatten, bis sie mit Schrauben an den Profilen montiert sind. In den meisten Räumen ist zusätzlich eine Dampfsperre erforderlich, damit sich über den Platten kein Kondenswasser bildet.

Mit der Montage der Platten ist die Rigipsdecke nicht fertig. Die Spalten zwischen den Platten sind zu verspachteln und abzuschleifen.

In Fachbetrieben geschieht dies mit einer Schleifgiraffe, einer Schleifmaschine mit Verlängerung, die den Schleifstaub gleichzeitig über einen Industriesauger absaugt. Wer diese Geräte nicht hat, kann sie in Baumärkten für circa 50 Euro pro Tag mieten.

Die Montage, Spachteln und Schleifen sind anstrengend und aufwendig. In Eigenregie braucht es zwei bis drei Tage harte Arbeit, bis ein Raum von zehn Quadratmetern mit einer abgehängten Decke versehen ist.

Vor- und Nachteile abgehängter Decken

Der Aufwand und die Kosten, um eine solche Decke einzuziehen, sind hoch. Es lohnt sich aber in den meisten Fällen. Das Verputzen einer Decke ist kaum weniger aufwendig und nur bei tragfähigen Untergründen möglich.

Mit einer Decke aus Gipskarton verringert sich die Raumhöhe um mindestens zehn Zentimeter. Dies ist ein Nachteil bei Räumen, deren Höhe ohnehin gering ist. Ist der Raum hoch, bedeutet dieser Umstand einen Vorteil; besonders da die neue Decke bis zu 30 Zentimeter tiefer hängen kann.

Die Hohlschicht über der Unterkonstruktion lässt sich zusätzlich isolieren und bietet Platz, um Leitungen zu verlegen. Für die Montage der Beleuchtung ergeben sich keine Nachteile, denn Rigips trägt auch schwere Lampen.

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Tags:
Gewerke:Akustik und Trockenbau

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