Bauen im Winter ist aufwendig, denn der Rohbau braucht Schutz vor Wind und Wetter
Ratgeber

Rohbau im Winter: Wie schütze ich vor Eis und Schnee?

Autor:
Redaktion

Was tun, wenn es in Kellerabgänge und offene Mauerkronen schneit oder regnet? Teure Schäden entstehen schnell. Die richtigen Maßnahmen sind angesagt.

Bauen im Winter ist keine einfache Aufgabe. Schwierig wird es, wenn die Temperatur unter fünf Grad Celsius und darunter sinkt. Ab dieser Temperatur verändern sich die Materialeigenschaften und die Winterbaustelle ist mit einem hohen logistischen und finanziellen Aufwand verbunden. Schäden an der Bausubstanz können teuer werden.

Baufirmen sind dazu verpflichtet, den Rohbau zu schützen

Das Hauptproblem einer Winterbaustelle ist die Feuchtigkeit. Es ist extrem wichtig, dass eine Baustelle trocknen kann. Das funktioniert nur durch konsequentes Heizen und Lüften. Meist funktioniert die Heizung während der Bauphase aber noch nicht. Elektrisch zu heizen ist teuer, was meist dazu führt, dass auf das Heizen des Rohbaus verzichtet wird. Das Ergebnis ist Schimmelbefall. Die Sanierung ist teuer.

Generell sind die zuständigen Baufirmen nach DIN 18299 dazu verpflichtet, die Baustelle im Winter abzusichern, aber nicht alle tun das auch gewissenhaft.

Schutzmaßnahmen für die Winterbaustelle selbst ergreifen

Der Bauherr kann einige Dinge selbst erledigen, wenn er seinen Rohbau vor Wind und Wetter schützen möchte. Folien helfen dabei, alle neuralgischen Punkte des Rohbaus abzudecken. Je nachdem wie weit der Bau schon fortgeschritten ist, empfehlen sich unterschiedliche Schutzmaßnahmen:

Stehen bereits Keller und Erdgeschoss ohne Dach, gilt es den Kellertreppenausschnitt mit Folien und Brettern zu schützen und die Mauerkronen mit Folie abzudecken. Regen und geschmolzener Schnee im Keller kann zu Schimmel führen. Außerdem kann eindringendes Wasser bei Minusgraden die Mauerkrone zum Platzen bringen, wenn das Wetter wieder wärmer wird.

Auch durch Kellerschächte und Deckendurchbrüche, die für Wasser und Heizungsrohre gedacht sind, gelangt Wasser in den Rohbau. Auch diese Löcher sind sorgfältig zu verschließen.

Hat der Rohbau bereits ein Dach, ist vom Bauherrn zu prüfen, ob alle Dachluken und Fenster dicht sind. Ansonsten die offenen Fensterlöcher mit Folie sichern. Wenn das Dach gedeckt ist, gibt es meist auch schon Regenrinnen und Fallrohre. In diesem Falle sollte der Bauherr prüfen, wohin die Fallrohre entwässern. Das Wasser darf auf keinen Fall neben der Hauswand ins Erdreich sickern. Wasser muss immer weg vom Haus. Am besten am unteren Ende des Fallrohres ein Kunststoffrohr aufstecken und das Regenwasser ins Gelände umleiten.

Auch auf die bereits verlegten Wasser- und Heizungsrohre im Haus ist zu achten. Wenn diese gefüllt sind, ohne dass die Heizung läuft, drohen Frostschäden. Das wird richtig teuer, denn zur Reparatur müssen die Wände aufgestemmt werden. Also entweder das Haus heizen oder die Wasserrohre entleeren.

Auch das Baumaterial muss geschützt werden

Auch das auf der Baustelle gelagerte Material braucht Schutz vor dem Wetter. Wenn es wochenlang im Nassen liegt, ist es oft nicht mehr viel Wert. Ein Bauzaun mit Schloss schützt das Material zusätzlich vor Langfingern.

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