Schädlinge können frischen Rasen schnell vergilben und ungepflegt aussehen lassen
Ratgeber

Schädlinge im Rasen erkennen und bekämpfen

Autor:
Redaktion

Ein gepflegter Rasen ist der Stolz vieler Gartenbesitzer. Schädlinge und Krankheiten können dem Rasen jedoch stark zusetzen.

Engerlinge - die häufigsten Schädlinge im Rasen

Als Engerlinge werden unter anderem die Larven des Mai-, Juni-, Dung- und Gartenlaubkäfers bezeichnet. Sie leben im Boden und fressen die feinen Wurzeln von Gräsern und anderen Pflanzen. Braune und nesterweise vertrocknete Stellen im Rasen können auf Engerlinge hindeuten. Um Schäden vorzubeugen, ist es sinnvoll, Lebensräume für natürliche Feinde dieses Schädlings, wie Igel, Mäuse und Vögel, zu schaffen. Je dichter der Rasen ist und je regelmäßiger er beregnet wird, desto weniger attraktiv ist er für die Käfer als Eiablage. Auch das Mähen nach dem Käferflug kann eine Eiablage verhindern.

Bekämpfung von Engerlingen

Zur Bekämpfung können Fadenwürmer bzw. Nematoden (Heterorhabditis megidis oder Heterorhabditis bacteriophora) eingesetzt werden. Diese werden mit dem Gießwasser ausgebracht. Die Behandlung mit Nematoden sollte während des Larven- bzw. Puppenstadiums der jeweiligen Larvenart erfolgen. Eine Bekämpfung außerhalb dieses Entwicklungsstadiums ist unwirksam. Die Gartenlaubenkäferlarven treten von Juli - Oktober auf, Junikäferlarven von Januar - Mai und die Larven des Maikäfers von April - Oktober. Erhältlich sind Nematoden in Gartenfachmärkten oder bei Nützlingslieferanten im Internet. Für andere Tiere und Menschen sind sie vollkommen ungefährlich.

Braune Flecken durch Wiesenschnaken

Für sich ausweitende, einheitlich gelbbraune Verfärbungen und welkende Gräser im Rasen können die Larven der Wiesenschnake, die sogenannten Tipula-Larven verantwortlich sein. Ein vermehrtes Auftreten von Staren und Amseln auf der Rasenfläche kann ebenfalls auf ein vermehrtes Larvenaufkommen unter der Rasenoberfläche hindeuten. Die Hauptfraßzeit dieser Schädlinge liegt zwischen April und Mai. Sie treten vermehrt bei feucht-kühler Witterung und nach milden Wintern auf.

Larven der Wiesenschnake bekämpfen

Um diese Schädlinge zu bekämpfen, kann man den Rasen im April/Mai und nochmals im August/September walzen und so die Population um etwa 30 Prozent reduzieren. Dazu sollte der Boden trocken sein, die Bodenoberfläche jedoch feucht. Am besten verwendet man eine mit Wasser gefüllte oder eine Stachelwalze. Gewalzt wird in Längs-und Querrichtung. Um den Schädling im noch jungen Larvenstadium zu bekämpfen, kann man im Frühjahr Kalkstickstoff ausbringen, und das möglichst bei feuchter Witterung und Temperaturen zwischen vier und acht Grad.

Außerdem können auch hier Nematoden (Steinernema carpocapsae) zum Einsatz kommen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist im April/Mai und im August/September. Sinnvoll ist zudem das Vertikutieren des Rasens mit einem tief eingestellten Vertikutierer. Allerdings ist dann meist eine Nachsaat erforderlich. Hilfreich kann schließlich auch das Abdecken der Rasenfläche mit einer lichtdurchlässigen Folie oder entsprechendem Vlies im Spätsommer sein. Entfernt wird die Abdeckung lediglich zum Mähen. Sie soll die Wiesenschnake daran hindern, ihre Eier abzulegen.

Die häufigsten Rasenkrankheiten

Häufiger als Schädlinge sind Pilzerkrankungen des Rasens. Dazu gehören Rostkrankheiten und Mehltau, die meist durch zu stickstoffbetonte Düngung oder durch Überdüngung entstehen. Hexenringe zeigen sich an ringförmigen Pilzgeflechten im Rasen. Zur sogenannten Typhula-Fäule, die sich an etwa 50 Zentimeter großen, unregelmäßigen, grauen und verklebten Flächen zeigt, kann es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt von November bis März kommen. Schneeschimmel kann von September bis März bei Temperaturen zwischen null und acht Grad und gleichzeitiger hoher Luftfeuchtigkeit auftreten. Er ist an wässrig-grauen, etwa vier bis sechs Zentimeter kleinen Stellen im Rasen zu erkennen, die im weiteren Verlauf bis zu 25 Zentimeter groß werden können. In deren Mitte wachsen die Gräser meist nach. Bei hoher Luftfeuchtigkeit zeigt sich zudem ein graues bis rosafarbenes, watteähnliches Myzel.

Krankheiten des Rasens vorbeugen

Mittel zur Bekämpfung gibt es keine. Man kann lediglich durch eine optimale Pflege des Rasens die Gräser stärken und so widerstandsfähiger machen. So sollte man im Herbst Patentkali oder einen anderen kalibetonten Rasendünger ausbringen. Allerdings darf dabei nicht überdüngt werden. Des Weiteren ist es ratsam, den Rasen im Herbst nochmals zu mähen und zu vertikutieren. Um Pilzen so wenig wie möglich Angriffsfläche zu bieten, sollte man den Rasen im Winter möglichst nicht betreten. Am besten sollte bereits beim Kauf der jeweiligen Rasensorte auf qualitativ hochwertige Saat geachtet werden.

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Tags: RasenSchädlingsbekämpfung
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