Die Blütenpracht im Garten will vor Schädlingen geschützt werden
Ratgeber

Schädlingsbekäpfung: Wirksam gegen Unkraut, Nager & Insekten

Autor:
MyHammer Redaktion

Die ersten Sonnenstrahlen locken uns nun nach draußen, um endlich Garten, Terrassen und Blumenkästen für die Sommersaison herzurichten... Nichts ist dann ärgerlicher, als sich mit Schädlingen herumzuplagen. Wir geben Tipps gegen Unkraut, Nager und Insekten!

Schädlingsbekämpfung I – Unkraut

In Vorfreude auf die kommende Blütenpracht und angenehme Abende unter duftenden Pflanzen werden wir aktiv. Im Verlauf des Winters hat sich einiges an Unkraut angesammelt, das nun entfernt werden sollte. Auch während der Wachstumsphase im Sommer bleibt dem Hobbygärtner noch genügend zu tun, damit die Freude an seinen Pflanzen lange anhält.

Was ist Unkraut eigentlich?

Nicht jede Pflanze, die wir als unschön empfinden und die wild wächst, ist ein Unkraut. So wie Schädlinge auch ihre guten Seiten haben, kann Unkraut durchaus nützlich sein. Die Bezeichnung Unkraut stammt auch nicht von Botanikern, sondern von Menschen, die kurzerhand wild wachsende Pflanzen als Unkraut erklärt haben. Darunter fallen alle Pflanzen, nicht gezielt gepflanzt wurden und die durch sich selbst verbreitende Samen wachsen. Denn Löwenzahn, Distel, Sauerampfer und Hahnenfuß, die vielleicht unser ästhetisches Auge stören, zeigen uns auch an, wie der Boden beschaffen ist. Und unter Unkräutern befinden sich auch eine Reihe essbarer, wohlschmeckender Wildpflanzen.

Wie beseitigt man unerwünschte Pflanzen?

Klassisch: Jäten und Ausrupfen, das bietet sich allerdings nur für kleinere Flächen an. Wer Jäten als zu mühsam empfindet, kann besonders bei Fugen zwischen Gehwegplatten die Abflammmethode anwenden. Hierzu werden Unkräuter mit einem Brenner abgebrannt. Das Abflammen verzögert auch ein Nachwachsen besser als einfaches Jäten und Unkrautrupfen. Ist der ganze Rasen zugewuchert, sind Jäten und Abflammen keine wirklichen Lösungen mehr, da sehr langsam. Hier hilft dann nur noch der Einsatz von biologischen Unkrautvernichtern oder der „chemischen Keule“.

Ein gutes Beispiel für den biologischen Kampf ist das Mulchen, das sich auch für den großflächigen Einsatz bewährt hat. Als Mulch eignen sich noch nicht verrottete organische Stoffe wie Laub, kleine Zweige oder Gras-Schnitt. Auch Rindenmulch und der Einsatz von Kalk und Sägemehl sind geeignet.

Info

Chemie oder doch altbewährte Hausmittel? Bevor umweltschädliches Unkraut-Ex verwendet wird, sollte man ruhig die bekannten Hausmittel ausprobieren. Essig und Salz helfen nicht nur gegen Flecken, sie beseitigen auch Unkraut zwischen unseren Lieblingsblumen. Auch kochendes Wasser kann Wunder wirken. Alles sollte trotzdem nur sparsam und partiell angewendet werden.

Konsequent angewendete biologische Methoden machen die Pflanzen stark und widerstandsfähig. Da ist der beste Weg, um Schädlingsbefall und erneutem Unkrautwildwuchs vorzubeugen.

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Schädlingsbekämpfung II – Nager & Maulwürfe

Maulwurf

Ein Maulwurf gräbt den Garten um

Manchmal könnten Gartenbesitzer verzweifeln. Da hat man gerade seinen Traumgarten angelegt, und die wochenlange Mühe trägt endlich Früchte...

Die Kräuter duften, die Blumen blühen, der Obstbaum trägt zum ersten Mal, und vielleicht gibt es ja sogar das eine oder andere Gemüse zu ernten. Doch beim genaueren Hinschauen dann die Bescherung: Schädlingsbesuch. Quasi über Nacht verwandelt sich der appetitlich gepflegte Garten in ein Schlachtfeld.

Ob nun Schnecken die Beete ratzekahl fressen, Maulwürfe ihre Erdhügel auf dem liebevoll getrimmten Rasen hinterlassen oder sich andere Nager wie Mäuse oder Ratten an Ihrem Sellerie, Ihren Möhrchen oder Ihren Tulpenzwiebeln zu schaffen machen (ganz zu schweigen von der zarten Wurzelrinde Ihrer Rosen oder jungen Obstbäume) – zu schaffen machen sie vor allem dem Gartenfreund. Und haben sich beispielsweise Wühlmäuse (auch Erdratten, Scher- oder Wollmäuse) erst einmal in Ihrem Garten eingerichtet, sind sie nur schwer wieder zu vertreiben – schließlich geht es ihnen mit der Rundumversorgung durch Ihre Pflanzungen ja so richtig gut!

Zur Chemiekeule will man aber aus Prinzip, aus Umweltschutz und Tierliebe nicht greifen. Schlagfallen mit grausigen Namen wie „Wühlmaustod“ sind auch irgendwie brutal. Und eigentlich hat man ja auch gar nichts gegen die possierlichen Nagetierchen – nur sollen sie sich nicht gerade in den eigenen Beeten austoben.

(Nicht nur) mit Speck fängt man Mäuse

Vorbeugen ist auch hier besser als heilen. Wer möchte, kann zur Lebendfalle greifen. In einen speziell präparierten Drahtkasten wird hier ein Stückchen frisches Brot (viel effektvoller als Käse oder Speck!) eingebracht. Der Nager tappt hinein, berührt den Köder und setzt die Automatik des Falltor in Gang, welches sich schließt. Schon sitzt die Maus in der sprichwörtlichen Falle! Nun müssen Sie sie nur noch in Wald oder Feld, möglichst weit entfernt von ihrem Garten, wieder in die Freiheit entlassen.

Ultraschall & Vibration

Wem diese Methode zu aufwändig ist, kann versuchen, Gartenschädlinge mit Ultraschall zu vertreiben. Bei diesen modernen Mäuseabwehrgeräten werden nach dem Zufallsprinzip verschiedene Ultraschallfrequenzen erzeugt, um eine Gewöhnung der Schädlinge an eine Frequenz zu vermeiden. Die Töne selbst werden vom menschlichen Gehör nicht wahrgenommen, doch Schädlinge wie Mäuse, Ratten, Marder oder Siebenschläfer empfinden sie als hochgradig unangenehm und störend.

Info

Wenn Sie Hunde halten, ist diese Methode allerdings nicht geeignet, denn auch der geliebte Vierbeiner kann den Ultraschall so gar nicht ab.

Im Innenbereich bietet sich die Vibrationsmethode, auch bekannt als Körperschall, an. Allerdings sind hierfür viele Wände, Möbel etc. Voraussetzung – also eher ein Abwehrgerät für Keller und Schuppen. Körperschall versetzt die im Raum befindlichen Gegenstände in leichte Schwingungen. Für Menschen nicht wahrnehmbar, werden diese von Mäusen & Co. gemieden.

Die Katze lässt das Mausen nicht

Der allerbeste Tipp gegen Ratten und Mäuse ist aber nach wie vor eine Freigängerkatze im Haus. Und mit den aufgeworfenen Maulwurfshügeln können Sie sich eventuell anfreunden, wenn Sie sie sich zunutze machen: Diese feine Erde nämlich eignet sich ideal zum Befüllen von Blumenkübeln und Pflanztöpfen. Sehen Sie den Maulwurf als Ihren ganz persönlichen Gratislieferanten von perfekter Blumenerde an. Wer das nicht kann, sollte bei der Bekämpfung vorsichtig sein: Maulwürfe stehen nämlich deutschlandweit ganzjährig unter Naturschutz und dürfen weder getötet noch gestört werden.

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Schädlingsbekämpfung III – Insekten & Schnecken

kleine Marienkäfer in einer Hand

Nicht alle Insekten sind so harmlos wie diese Marienkäfer

Der schönste Sommerabend im Garten kann schnell verdorben sein, wenn sich eine Horde Wespen oder Ameisen in unserer Nähe breit macht.

Auch bei anderen Insekten reagieren wir empfindlich und möchten sie am liebsten schnell entfernen. Die meisten Insekten sind nützlich, doch wenn sie gefährlich werden oder anfangen Schaden anzurichten, muss man auch als Tierfreund etwas unternehmen.

Ameisen

Sie nisten in der Erde, bevorzugt unter Steinen und in Baumstümpfen, und können auch von natürlichen Feinden wie Fröschen und Spinnen oder Spechten und Rotkehlchen vernichtet werden. Werden es zu viele und fangen sie an ganze Alleen in Küche und Speisekammer zu legen, helfen verschiedene Gerüche, da Ameisen empfindliche „Nasen“ haben. Dazu setzt man zum Beispiel aus Schalen von Zitrusfrüchten und Lavendelblätter eine Lösung an und bedeckt damit die Ameisenstraße. Zur Vorbeugung pflanzt man zwischen Rosen Lavendel oder verteilt stark riechende Gewürzkräuter um Ameisenlöcher.

Blattwespen

Blattwespen sind unscheinbare Insekten, deren Larven vorzugsweise Blätter von Eichen und Weiden befallen und dort Schaden anrichten. Gerne suchen sie auch Rosen auf. Auf der Unter- oder Oberseite der Blätter zeigt sich der Befall durch Ausstülpungen, die man Gallen nennt. In ihnen leben die Blattwespenlarven, die Blätter zum Absterben bringen können. Um größere Ansammlungen von Blattwespenlarven zu vernichten, arbeitet man am besten etwas Niemsaat in den Boden ein. Hilfe bringt auch Rhabarbertee, mit dem der Boden angefeuchtet wird.

Wespen

Von Wespen, die im Sommer um unsere Speisen herumschwirren, fühlen wir uns schnell bedroht, denn ihre Stiche können schmerzhaft und gefährlich sein. Man kann versuchen, sie mit frisch angeschnittenen Knoblauchzehen oder Tüchern, die man in Salmiakgeist getränkt hat, zu vertreiben. Denn stechende Gerüche mögen sie nicht. Eine wirkliche Allzweckwaffe gibt es gegen sie allerdings nicht.

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Wespennest entfernen: was kostet es?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im Preisradar zum Thema Wespennest.

Nacktschnecken

Ausgewachsene Nacktschnecken fressen auch oberirdische Pflanzenteile. Ein wirksames Gegenmittel ist Schneckenkorn, das man sparsam ausstreut. Neuere Mischungen, die auf Eisensulfat basieren, sind für Menschen unschädlich. Wer in seinem Gemüsegarten eine Mischkultur aus Senfpflanzen mit Dahlien und Gemüse oder eine aus Zwiebeln, Salbei und Thymian anpflanzt, kann sich auch damit gut vor Schnecken schützen.

Gehäuseschnecken

Sie fressen zwar auch welke Pflanzen und Fallobst, können aber zur Plage werden. Wer keine Schnecken einsammeln und anschließend töten möchte, sollte zur Entfernung eine vorbeugende Methode anwenden. Dazu gießt man seine Pflanzen am besten nur morgens, dann trocknen sie schnell und locken keine Schnecken an. Wer seine Beete erst nach der Frostperiode umgräbt, bietet Schnecken auch keine Überwinterungsmöglichkeit.

Info

Eine allgemein wirkungsvolle Methode der Schädlingsbekämpfung ist das Anlocken anderer Tiere. So fressen Hühner und Igel gerne Schnecken, viele Vogelarten mögen Ameisen und Mäuse, Igel und Dachse verzehren bevorzugt die Eier in Wespennestern und wer Platz für einen Teich hat und so Libellen, Frösche und Kröten ein zu Hause bietet, kann wirksam gegen Mücken vorgehen.

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Tags:
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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