Man kann fast jedes Auto nachträglich mit einem Schiebedach versehen.
Ratgeber

Schiebedach nachrüsten - wichtige Hinweise

Autor:
Redaktion

Ein Schiebedach hat viele Vorteile. Es bietet einen freien Blick nach oben, frische Luft und eine kühlende Brise. Dächer zum Nachrüsten sind gefragt.

Auswahl des Schiebedachs

Die Auswahl an Schiebdächern ist groß. Es ist schwierig, sich einen Überblick zu verschaffen. Auch verwirren Bezeichnungen wie Hebedach, Solardach und Faltdach. Schiebedächer zum Nachrüsten sind in der Regel entweder durchsichtige Sonnendächer (Solardach) oder undurchsichtige Faltdächer.

Ein wesentliches Auswahlkriterium ist der Komfort. Dieser hängt in erster Linie von der Benutzerfreundlichkeit ab. Elektrisch zu bedienende Dächer sind teurer und komfortabler. Ein Regensensor bietet Sicherheit vor Überflutungen, wenn versehentlich mit geöffnetem Dach geparkt wird. Wichtig: Der Sensor schützt nur vor Regen, nicht vor Dieben. Es sollte immer mit geschlossenem Dach geparkt werden.

Das Wichtigste ist, grundsätzlich nur ein Dach zu wählen, das eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für das betreffende Fahrzeug hat. Wird ein Dach ohne ABE verbaut, erlischt die Zulassung des Fahrzeugs für den Straßenverkehr.

Überblick über Dächer zum Nachrüsten

Ein einfaches Sonnendach bietet auch im geschlossenen Zustand einen freien Blick nach oben. In der einfachsten Ausführung ist es kein Schiebedach. Es kann an der hinteren Seite angehoben oder komplett entfernt werden. Eine andere Bezeichnung ist Hebedach oder Aufstelldach. Diese Dächer sind ab etwa 200 Euro erhältlich.

Ein Glasschiebedach kann meist sowohl aufgestellt als auch nach hinten geschoben werden. Besonders komfortable Modelle können elektrisch bedient werden und haben ein Sonnenrollo, das vor zu viel Sonne schützt. In dieser Ausführung wird auch von einem Spoilerdach gesprochen. Diese Dächer kosten je nach Ausführung zwischen 300 und 900 Euro.

Ein Faltdach besteht aus Kunstleder. Mit diesen Dächern wird ein Auto fast zu einem Cabrio. Es lässt sich so weit aufschieben, dass auch die Passagiere im Heck freie Sicht nach oben haben. Wer das Cabrio-Feeling wünscht, muss mehr als 1.000 Euro für das Dach ausgeben.

Wissenswertes zum Einbau

Wer ein luftiges Fahrerlebnis wünscht, sollte auf keinen Fall eines der Billigangebote wählen. Nach wie vor tummeln sich unseriöse Anbieter, die ein Sonnendach für etwa 100 Euro mit Einbau anbieten. Auch ein Selbsteinbau ist nicht zu empfehlen.

Für einen fachgerechten Einbau sind die Innenbeleuchtung, die Türdichtungen und der Dachhimmel zu demontieren. Teils müssen auch Dachspriegel entfernt werden. Neben einem Karosseriebauer sind ein Sattler und ein Autoelektriker gefragt. Viele Hersteller von Schiebedächern zum Nachrüsten haben Werkstätten für den Einbau geschult. Der sicherste Weg zu einem dichten fachgerecht montierten Schiebedach ist, es in einer solchen Werkstatt einbauen zu lassen.

Die Kosten hierfür hängen in erster Linie vom Fahrzeugtyp ab. Ein einfaches Dach einzubauen dauert etwa zwei Stunden, der Preis beträgt circa 200 Euro. Muss auch eine Elektrik installiert werden, dauert es länger. Je nach Fahrzeug und Dach kann der Einbau auch mit über 1.000 Euro zu Buche schlagen.

Unterschiede bei Einparkhilfen

Die Parkhilfen sind Rückfahrwarner, die über ein Signal vor dem Kontakt mit einem Hindernis warnen. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sensoren und in der Art der Anzeige. Aufwendigere Modelle warnen vor einem Hindernis durch einen Ton und mit einem Display. Zusätzlich schalten sie automatisch das Radio stumm, damit der Warnton nicht überhört wird. Bei einfachen Ausführungen ist der Betrieb oft nur ohne Anhängerkupplung möglich. Auch versagen sie, wenn nur ein schmaler Pfosten im Weg steht.

Je aufwendiger die Technik der Einparkhilfe, umso schwieriger ist die Montage. Allen Modellen gemeinsam ist die Stromversorgung der hinteren Sensoren über den Rückfahrscheinwerfer. Diese stellt sicher, dass die Einparkhilfe nur arbeitet, wenn der Wagen rückwärtsfährt. Wer auch vorne Sensoren haben möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Die Parkhilfe soll nicht an Ampeln oder bei Gegenverkehr vor einer Annäherung warnen.

Generell lohnt sich das Nachrüsten, denn schon ein kleiner Blechschaden ist teurer, als eine solche Anlage. Aber sollte man diese selber montieren?

Nachrüsten mit Rückfahrwarnern

Einfache Ausführungen, die über Funk das Signal vom Sensor zum Display übertragen, sind sehr einfach zu montieren. Die Sensoren werden oft angeklebt. Das einzige Problem ist die Stromversorgung über den Rückfahrscheinwerfer. In der Regel muss nur ein Kabel durchtrennt und eine mitgelieferte Klemmverbindung angebracht werden. Es sollte daher kein Problem sein, diese Einparkhilfen selber zu montieren. Aber auch bei Funkübertragung und Klebemontage muss gebohrt werden. Die Kabel der Sensoren müssen durch die Karosserie ins Fahrzeuginnere gelangen.

Schwieriger wird es, wenn die Einparkhilfe über Kabel mit einer Anzeige für den Fahrer verbunden wird. Extrem kompliziert sind Anlagen, die über die Geschwindigkeit angesteuert werden oder das Radio automatisch deaktivieren. Die Kabel sind versteckt nach vorne zu führen und müssen an einer bestimmten Stelle des Armaturenbretts austreten. Auch ist ein Anschluss an die Elektronik des Fahrzeugs nötig.

Fakt ist, es werden keine Bauteile berührt, die sicherheitsrelevant sind. Auch ein Laie darf den Einbau vornehmen, aber der Einbau ist bei aufwendigen Anlagen kompliziert.

Selbsteinbau oder Fachwerkstatt

Der Einbau in einer Fachwerkstatt dauert meist etwa zwei Stunden und kostet etwa 150 €. Mehr als 350 € kostet es auch bei einer komplizierten Anlage nicht. Wer das Nachrüsten selber übernehmen möchte, muss eine Bohrmaschine mit Kegelbohrern besitzen.

Außerdem ist ein einfaches Messgerät nötig, um die richtigen Leitungen zu finden. Der Zeitaufwand ist bei einem Selbsteinbau deutlich höher. Bedingt durch die fehlende Erfahrung kann es einen ganzen Tag dauern, bis alles funktioniert. Zusätzlich besteht ein Risiko, dass man bei einem falschen Anschluss die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt. Dies würde zu großen zusätzlichen Kosten führen.

Daher sollte nur ein erfahrener und versierter Hobbybastler den Einbau selber vornehmen, zumal unter Umständen für etwa 100 Euro Werkzeug benötigt wird.

Tags:
Gewerke:Karosserie- und FahrzeugbauerKraftfahrzeugtechniker

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