Diese Gleittüren fügen sich als Pocket Door nahtlos in die Wandtaschen von Altbauten ein
Ratgeber

Schiebetüren: Elegant aufgeschoben

Autor:
Tanja Müller

Die gute alte Drehflügeltür bekommt Konkurrenz: Immer häufiger teilen Schiebetürsysteme die Zimmer.

Moderne Schiebetüren trennen begehbare Kleiderschränke vom Bett, den Esstisch von der Küche, verstecken Flurgarderoben oder Liebhaber. Sie gelten als Patentrezept für optimale Raumausnutzung und als Idealbesetzung für offene Grundrisse. Längst braucht man sich die pfiffigen Raumteiler nicht mehr vom Tischler anfertigen zu lassen. Die Auswahl an maßgeschneiderten Systemlösungen ist größer denn je.

Platzsparer Schwebetür

Schiebetürsysteme lassen sich individuell jeder Architektur anpassen. Ungeahnte Raumreserven wie nicht genutzte Nischen, tote Räume, Winkel oder Abseiten bekommen plötzlich eine Bestimmung. Neuerdings tritt die Schiebetür aus ihrem Schatten als Sichtschutz von Ankleide- oder Abstellkammer heraus und verdrängt immer häufiger die traditionelle Drehflügeltür. Kein Wunder, kommt sie doch exquisiter in der Form daher und nimmt deutlich weniger Platz als ihre Kollegin ein.

Sprich: Die Fläche hinter der Zimmertür lässt sich wunderbar für Möbel nutzen. Zudem steht im geöffneten Zustand nicht ständig das Türblatt im Raum und lässt diesen dann auch noch optisch kleiner wirken. Aber Schiebetüren bieten sich nicht nur in kleinen Zimmern an, sondern kommen auch bei opulenten Flächen groß heraus. Schließlich will nicht nur die Ankleide betreten werden. Da versteckt sich zum Beispiel das Gästezimmer hinter der beweglichen Wand mit einem Bett und vielleicht sogar einer Waschgelegenheit. Oder das Home office verschwindet samt Aktenbergen nach Feierabend hinter der Gleittür.

Zimmer doppelt nutzbar machen

Gleiches gilt für Haushaltsräume oder Speisekammern, die sich in großen Küchen oder Dielen dank Schiebetürsystemen einrichten lassen. Im Wohnbereich kann wunderbar eine kleine Bibliothek geschaffen werden – mit Lesezone in der Schrankwand. Lösungen gibt es viele, Räume auf reizvolle Art doppelt nutzbar zu machen.

Ihre nächste Karriere macht die Schiebetür ohnehin als Raumteiler. So lässt sich zum Beispiel die beliebte offene Küche bei Bedarf attraktiv schließen. Und der Abwasch rückt nach dem Menü aus dem Blickfeld von Koch und Gästen. Die frei im Raum stehenden Wände schaffen ganz neue Raumstrukturen. Spezielle Schwebetürsysteme machen sogar Bodenschienen überflüssig und lassen bei geöffneten Türen schöne Böden im Ganzen glänzen. Neben der Barrierefreiheit punkten sie noch mit einem energetischen Aspekt: Sie verhindern Zugluft.

Raum dominierend oder dezent versteckt

Visuell ist mittlerweile in Sachen Schiebetür fast alles möglich – von Glas-, Holz-, Textil- und Bambusfüllung übers eigene Foto bis zum Kunstwerk. Sie kann eine Primadonna sein, aber auch ein Chamäleon – den Raum dominieren oder in Wandfarbe optisch verschwinden. Selbst die Profile beschränken sich längst nicht mehr nur auf Aluminium. Es gibt viele Lackierungen, die deutliche Akzente setzen.

Zweifelfrei die eleganteste Lösung ist die Schiebetür, die sich in der Wand verbirgt und quasi im geöffneten Zustand unsichtbar bleibt. Sie belastet das Budget aber auch am stärksten. Wer neu baut, plant die Wände gleich entsprechend. Im Altbau sollte erst ein Fachmann die Wände begutachten. Auch der anschließende Einbau bleibt besser dem Experten überlassen.

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Gewerke:HandwerkerTischlerZimmerer

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