Grillen ist ein leckeres, aber nicht ganz ungefährliches Vergnügen.
Ratgeber

Sieben Tipps für sicheres Grillen

Autor:
Manuela Braun

In weiten Teilen Deutschlands ist die Sonne am Scheinen und lockt Grills und deren Besitzer ins Freie, um sich der gebrutzelten Fleischeslust hinzugeben. Trotz der Routine vieler kommt es jedes Jahr erneut zu Unfällen rund ums offene Feuer. Um diese zu vermeiden, ist es wichtig sich beim Grillen richtig zu verhalten und einige Dinge zu beachten. Wir haben für Euch sieben Tipps zusammengetragen, wie Ihr für Sicherheit beim Grillgenuss sorgen könnt.

1. Nutzt das richtige Brennmaterial

Eine der häufigsten Verbrennungsursachen beim Grillen sind durch flüssige Brandbeschleuniger verursachte Stichflammen oder Verpuffungen. Durch die Verdunstung der flüssigen Brennstoffe entsteht ein hochexplosives, brennbares Gas-/Luft-Gemisch, das einige Meter Durchmesser haben kann. Zündet man nun die Grillkohle an, kann es zu einer Verpuffung kommen, die einen mehrere Meter großen Durchmesser haben kann. Daher gilt: Benzin oder Spiritus haben um, und insbesondere, im Grill nichts zu suchen!

2. Achtet auf die Kinder

Dass Kinder um den Grillbereich herum nichts zu suchen haben, ist selbstverständlich. Daher sollten die Kleinen von Anfang an instruiert sein, sich mindestens zwei Meter von der Feuerstelle entfernt aufzuhalten. Dabei sollte immer auch bedacht werden, dass man während des Grillvorgangs öfter mal herumläuft und Grill und Kind nicht zwangsläufig im Auge hat. Und da ein heißer Grill mit bloßem Auge nicht wärmer aussieht als einer, der nicht benutzt wird, ist die Gefahr für die Zwerge auch nicht sofort zu erkennen.

3. Das richtige Löschmaterial bereithalten

Sollte der Grill trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch Feuer fangen, sollten die Flammen nicht mit Wasser gelöscht werden. Durch das vom Fleisch herabgetropfte Fett besteht die Gefahr, dass dieses mit dem Wasser reagiert und das Feuer vergrößert. Daher ist es ratsam stets einen Eimer mit Sand, einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereitzuhalten und im Notfall zu verwenden.

4. Achtet auf die Lebensmittelhygiene

Damit es nicht zu Lebensmittelvergiftungen kommt, solltet Ihr für jede Fleischart separate Messer und Schneidebretter verwenden und diese anschließend reinigen. Speisen, die bereits dem Kühlschrank entnommen wurden und noch nicht direkt auf den Grill kommen, sollten unbedingt kühl gelagert werden.  

Nach dem Erhitzen der Speisen sollten sie entweder auf einer separaten Wärmeplatte oder einem nicht mehr ganz so heißen Rost warmgehalten werden. Ansonsten droht Gefahr, dass sich Bakterien auf dem Essen breitmachen und die sich daraus ergebenden lebensmittelbedingten Krankheiten mitbringen.

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5. Verwendet die richtigen Lebensmittel

Wer sich nicht gerade vegan-vegetarisch ernährt wird beim Grillen auf seine Portion Fleisch nicht verzichten wollen. Allerdings ist hier nicht alles zum Grillgenuss zu empfehlen. Gepökeltes Fleisch, wie Leberkäse, geräucherter Speck oder Wiener zum Beispiel, kann in der Hitze des Grills den krebserregenden Stoff Nitrosamine erzeugen. Ebenso ungesund sind Öle mit ungesättigten Fettsäuren, die bei Hitze schnell oxidieren und auch dazu neigen krebserregende Stoffe zu erzeugen. Wer beim Grillen Öl verwenden möchte, sollte daher auf Oliven-, Raps- oder Erdnussöl zurückgreifen.

6. Kohle vor der Entsorgung ausreichend abkühlen lassen

Wenn Ihr einen Holzkohlegrill habt, stellt vor der Entsorgung sicher, dass die Kohlen vollständig abgekühlt sind. Leider gibt es keine fixen Regeln um die richtige Entsorgungstemperatur festzustellen. Faktoren wie unter anderem die Menge der verwendeten Kohlen oder die Dauer, die damit gegrillt wurde, können Einfluss auf die Glutstärke haben. Daher empfiehlt es sich die Asche über Nacht komplett abkühlen zu lassen und am nächsten Morgen in einer leeren Metallmülltonne zu entsorgen.

7. Haltet Euren Grill sauber

Stellt sicher, dass Ihr Euren Grill nach jedem Gebrauch reinigt. Zwar lässt sich ein Grill, der noch von altem Fett trieft und voll mit verbrannten Essensresten ist, super entzünden, doch kann dieses Feuer schnell außer Kontrolle geraten. Und ein wenig hygienischer ist so ein gereinigter Grill ja irgendwie auch, nicht?

 

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