Ein kleiner Teppich lässt sich einfach in der Waschmaschine reinigen.
Ratgeber

So weich wie nötig, so robust wie möglich - Kinderteppiche

Autor:
Pauline Schneider

Ein Teppich im Kinderzimmer muss viel können. Er muss gleichzeitig schadstofffrei, kuschelige Spielwiese und widerstandsfähiger Bodenbelag sein.

Krabbeln, Spielen und Toben. Damit verbringen Kinder den größten Teil ihrer ersten Lebensjahre. Und weil Klettern zu gefährlich, Stühle viel zu hoch und am Tisch sitzen total langweilig ist, finden fast alle Aktivitäten auf dem Boden statt.

Ein Teppich im Kinderzimmer schafft Gemütlichkeit und einen optimalen Ort zum Spielen für die Kleinen. Doch das richtige Modell zu finden, stellt sich häufig als gar nicht so einfach dar. Er sollte nämlich schön flauschig, robust und gleichzeitig frei von jeglichen Schadstoffen sein.

Mögliche Gefahren

Durch das viele Spielen auf dem Boden, haben Kinder in der Regel besonders viel Kontakt zum Teppich. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, dass es sich um ein möglichst robustes Exemplar handelt und nicht unnötig viele giftige Stoffe beim Spielen über den Fußboden eingeatmet werden.

Nahezu jeder Teppich aus einem herkömmlichen Möbelhaus enthält Schadstoffe. Sie können in der Schaumrückseite vorhanden sein, sich im Kleber verstecken oder in der Färbung existieren. Dementsprechend empfiehlt es sich, nicht nur auf ein ansprechendes Design für das Kinderzimmer zu achten, sondern sich sorgfältig mit der Beschaffenheit des weichen Bodenbelags auseinanderzusetzen.

Naturfaser bedeutet nicht gleich schadstofffrei

Da inzwischen viele Eltern ganz bewusst vermeiden möchten, dass ihre Kinder in Kontakt mit krankheitserregenden Materialien kommen, liegt der Kauf eines Teppichs aus Naturprodukten nah. Besteht dieser aus reiner Wolle oder Baumwolle, gehen sie davon aus, dass es sich um ein rundum bedenkenloses Produkt handelt. Doch dass Naturfaserprodukte immer frei von Schadstoffen sind, ist leider ein Irrtum.

Häufig gerät die Behandlung von Tier- und Pflanzenfaserprodukten durch Mottenschutzmittel oder Biozide in Vergessenheit. Hierbei geht es in erster Linie um die Qualitätssicherung der Ware während des Transports und um die einzuhaltenden Richtlinien der Wollindustrie. Also unbedingt vor dem Kauf gründlich die Faserbehandlung und das Gütesiegel prüfen.

Ein Motiv macht Freude

Besonders bunte Teppiche, die sich ins Geschehen mit einbauen lassen, bringen Kinderaugen zum Leuchten. Unter kleinen Jungs sind zum Beispiel Teppiche mit einem Straßenmotiv ein Dauerbrenner. Und auch ein weicher Bodenbelag mit einem Bauernhof oder einem Prinzessinnenschloss beflügelt die Kreativität beim Spielen.

Die meisten Hersteller bedrucken ihre Exemplare mit Farben, die in der Regel Chemikalien enthalten die gesundheitsschädlich sind. Da Kinder diese leicht über den Mund aufnehmen können, besser einen Teppich wählen, in den ein Motiv direkt eingewebt wurde. Die Produktion solcher Stücke aufwendiger und somit steigt der Preis. Doch es lohnt sich, für die bessere Qualität und die Gesundheit der Kinder beim Kauf etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Material für die leichte Reinigung

Im Babyalter ist es Spucke, später ein umgekipptes Wasserfarbenglas oder ein zertretenes Stück Schokolade. Jeder Bodenbelag eines Kinderzimmers sollte sich also leicht reinigen lassen.

Die beste Möglichkeit: einen oder mehrere möglichst kleine Teppiche kaufen, die waschmaschinentauglich sind. So lässt sich viel Zeit und Geld für eine professionelle Reinigung sparen. Wer einen großen Teppich bevorzugt, sollte zu Acrylfasern greifen. Sie lassen sich mit einfacher Seife auswaschen und sind allgemein sehr pflegeleicht.

Kombination Fußbodenheizung und Teppich

Wer einen Teppich über eine vorhandene Fußbodenheizung legt, muss einiges beachten. Das Aufheizen eines Teppichs führt zu einem vermehrten Schadstoffausstoß. Also unbedingt gründlich kontrollieren, ob der Teppich für die kleinen Krabbler ohne Chemikalien produziert wurde.

Generell in einem Kinderzimmer lieber keinen Teppich über einem Boden mit integriertem Heizkörper verlegen. Dieser lädt sich durch Krabbeln und Rutschen schnell statisch auf und verpasst einem Kind ohne weiteres kleine Stromschläge.

Die Prüfsiegel kennen

Um wirklich sicher zu gehen, dass auf Chemikalien verzichtet wurde, hilft es sich mit den vorhandenen Prüfsiegeln auszukennen.

Das IWS-Siegel (Internationales Wolle-Sekretariat) zum Beispiel verlangt, die Behandlung von Produkten aus reiner Wolle mit einem. Es gilt also auch hier noch einmal intensiv nachzuforschen.

Ein weiteres Teppichsiegel stellt die GUT aus (Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden). Es bürgt dafür, dass Asbest, FCKW, Azo-Färbemittel, Vinylchlorid, Pestizide, Formaldehyd und Pentachlorphenol (PCP) bei der Herstellung nicht verwendet wurden. Zudem hat diese Gemeinschaft für gewisse Chemikalien Grenzwerte festgelegt, die erheblich unter denen der konventionell hergestellten Teppichböden liegen.

Auch das ETG-Siegel (Europäische Teppichgemeinschaft) gibt Auskunft darüber, ob Pentachlorphenol (PCP) oder Formaldehyd im Teppich enthalten sind und soll Menschen vor giftigen Stoffen schützen.

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Gewerke:Raumausstatter

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