Der Umbau einer Scheune zum Wohnhaus ist an einige Auflagen gebunden
Schritt für Schritt

So wird der Umbau der Scheune in 8 Schritten ein Erfolg

Autor:
Redaktion

Wer gerne auf dem Land lebt und den Loft-Stil liebt, sollte sich an den Umbau einer Scheune wagen. Dabei sind einige Punkte zu beachten.

1. Denkmalpflege beim Umbauen beachten

Das Denkmalamt gibt Auskunft über mögliche Auflagen, die den Schutz historischer Bausubstanz betreffen. Viele Scheunen sind nicht geschützt beziehungsweise lediglich die äußere Optik.

2. Nutzungsänderungen nicht immer möglich

Eine Nutzungsänderung von einem Nutzgebäude in ein Wohngebäude ist nicht überall erlaubt. Ob dies prinzipiell erlaubt ist, lässt sich beim Bauamt erfragen. Feldscheunen, die weit ab von Wohngebieten liegen, genehmigen die Ämter in der Regel nicht als Wohnhaus.

3. Kostenrahmen für die Maßnahme

Pro Quadratmeter Wohnfläche ist mit Gesamtkosten von 1.000 bis 1.500 Euro zu rechnen. Die Hälfte des Betrages fällt für die notwendige Dämmung und die Heizung an. 

4. Einen Architekten für den Umbau suchen

Die Denkmalbehörden nennen auf Wunsch Architekten, die Erfahrung im Umbau von alten Gebäuden haben. Diese sind grundsätzlich gute Ansprechpartner für die Planung, auch wenn das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. Sie kennen die örtlichen Gepflogenheiten und Vorschriften und bringen die Wünsche des Bauherren mit den Auflagen der Behörden unter einen Hut.

5. Entkernen des Gebäudes

In der Regel muss alles Alte aus der Scheune entfernt werden. Um den Umbau solide zu gestalten, ist das Entfernen der Böden sowie von Zwischenwänden und Decken sinnvoll.

6. Licht und Luft für den Raum

Bisher war das Gebäude ein Lager, Licht war im Inneren nicht nötig. Um einen gemütlichen Wohnraum zu schaffen, sind große Fenster erforderlich. Wer größere Öffnungen in ein vorhandenes Gebäude schlägt, verändert die Statik und muss den Architekten befragen. Eine weitere Klippe ist das Fenster-Design: Sie müssen zur Optik der Scheune passen und auf dem neusten Stand der Technik sein.

7. Die nötige Dämmung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) hatte für ein altes Wirtschaftsgebäude keine Bedeutung. Da die Scheune ein Wohnhaus wird, ist eine Wärmedämmung des Dachs, des Bodens und der Wände erforderlich. Um den Gebäude-Charakter nicht zu verändern, kommt ausschließlich eine Innenwand-Dämmung infrage, was den Umbau erheblich verteuert. 

8. Die Scheune wird nach und nach zum Wohnhaus

Für den restlichen Umbau können sich Bauherren Zeit lassen. Das ist der Vorteil beim Umbau einer Scheune. Es ist möglich, einen Raum nach dem anderen einzubauen und während des Baus im Gebäude zu wohnen - vorausgesetzt die Heizungsanlage ist eingebaut und die Wasserversorgung steht.

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Gewerke:Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
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