Mit dem Kaltwintergarten ist auf der einstigen Terrasse ein zusätzliches Sommerwohnzimmer entstanden. Bei Frischluftbedarf werden die Glasfalttüren einfach beiseitegeschoben
Ratgeber

Sommer- oder Wintergarten?

Autor:
Tanja Müller

Ein Glasanbau erweitert das Wohnzimmer ins Grüne. Als Wintergarten hat er das ganze Jahr lang Saison, seine günstige Variante verlängert zumindest den Sommer.

In den Orangerien des 16. Jahrhunderts, als der Kolonialismus exotische Pflanzen nach Europa brachte, liegt die geschichtliche Wiege des Wintergartens. Auch heute dient er häufig Zitronenbäumchen, Oleander und Co. als Domizil, wird aber doch im Wesentlichen als Wohnraum mit Ausblick genutzt. Sein Aussehen hat sich gewandelt. Modern im Design, qualitativ hochwertig und vor allem individuell sieht der Wintergarten von heute aus.

Sparsame Variante Sommergarten

Warm oder kalt, das ist hier inzwischen die Frage: Während ein Wohnwintergarten einem zusätzlichen Zimmer gleichkommt, verlängert sein Kollege Sommergarten nur die Saison. Die Glasoasen, im Fachjargon Kaltwintergarten genannt, kosten erheblich weniger als ihre beheizbaren Kollegen und lassen sich schneller aufbauen.

Die Konstruktionen (zumeist aus Aluminium) sind häufig unkompliziert, die Scheiben einfach verglast. Zu den besonders beliebten Modellen zählt das gläserne Terrassendach, das mit Seitenwänden geschlossen werden kann. Rundumlaufende Schiebe- oder Faltschiebetüren wandeln dann bei Bedarf den Glaspalast wieder zur luftigen Terrasse – übrigens auch nachträglich aufrüstbar.

Wintergarten passt sich an

Wintergärten lassen sich an jedes Haus montieren, auf vorhandene Terrassen und sogar Balkone. Auch stilistisch passen sie sich jedweder Architektur an. Pflegeleichte Tragwerke aus Aluminium verdrängen langsam den klassischen Holzwintergarten, der schließlich regelmäßig gestrichen sein will. Kunststoffprofile mit Stahlkern belasten das Budget am wenigsten. Während Wintergärten Sommertags eine effektive Beschattung und eine optimal dimensionierte Lüftung verlangen, übernehmen bei Sommergärten aufzuschiebende Frontelemente den Job der Belüftung.

Gleich ob Sommer- oder Wintergarten, beide bedürfen der Genehmigung. Jede Gemeinde hat eigene Auflagen, wie groß angebaut werden darf und der Abstand zum Nachbargrundstück sein muss. Ob eine Bauanzeige reicht oder ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren gilt, klärt der Gang zum Bauamt.

Energieeinsparverordnung beachten

Den Bauantrag muss ein zugelassener Entwurfsverfasser an die zuständige Behörde stellen, also Architekten, Bauingenieure und Wintergartenbauer mit Planvorlageberechtigung. Sie unterstützen auch, die nächste Hürde zu nehmen: Für beheizte Wintergärten fordert die Energieeinsparverordnung (EnEV) hoch dämmendes Zweischeiben-Wärmeschutz-Isolierglas und weitere Maßnahmen für eine gute Energiebilanz. Wärmeschutz, Luftwechselrate, erforderliche Beschattung und mehr errechnet der Fachmann.

Letzteres erspart sich der Bauherr eines Kaltwintergartens. Bei Glasoasen, Sommergärten, Terrassendächern mit Glaswänden und Co. greift die EnEV nicht. Schließlich dienen sie hauptsächlich als Regen- und Windschutz sowie der frostsicheren Überwinterung von Pflanzen.

Tags:
Gewerke:GlaserMetallbauerRollladen- und Sonnenschutztechniker

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