Ratgeber

Sparen: Vermögen für schlechte Zeiten sinnvoll anlegen

Autor:
Redaktion

Finanzexperten und Vermögensberater raten Handwerksunternehmern dazu, sich einen Vermögensplan für finanziell unruhige Zeiten anzulegen.

Sinnvoll Geld anzulegen bedeutet, mit einem Plan vorzugehen. In einem ersten Schritt sollte man sich darüber klar werden, wie lange man auf das jeweils unterschiedlich angelegte Geld verzichten kann. Danach kann der Vermögensplan erstellt werden.

Sparplan nach dem Drei-Töpfe-Modell

Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät Handwerkern dazu, drei Töpfe beim Sparen zu bilden:

Der erste Spartopf ist jederzeit anzapfbar, wenn etwas Unerwartetes passiert. Der zweite Spartopf ist fürs Alter gedacht. Der dritte Spartopf dient Annehmlichkeiten, die auch warten können. Erst wenn Topf eins und Topf zwei gut gefüllt sind, sollte der Topf für mittelfristige Ausgaben gefüllt werden.

Ist die wirtschaftliche Lage wackelig, sollte der verfügbare Topf besonders gut gefüllt sein. Im Idealfall befindet sich darin ein gesamtes Jahresnettoeinkommen. Eine gute Anlegestrategie für den ersten Spartopf ist das Tagesgeldkonto.

Auch für die Familie und Angestellte im Todesfall vorsorgen

Wer Familie und Angestellte hat, muss diese in seinem Vermögensplan mitbedenken. Selbständige müssen sicherstellen, dass die Menschen, die von ihnen abhängig sind auch nach dem Tod wirtschaftlich überleben können.

Drei bis fünf Jahresnettogehälter sollten im Idealfall zur Absicherung bereitliegen sagt Tom Friess, deutscher Geschäftsführer einer schweizerischen Vermögensberatung. Dieses Guthaben lässt sich am besten über Sparraten ansammeln und über eine Risiko-Lebensversicherung absichern.

Altersvorsorge mit längerfristigen Perspektiven aufbauen

Handwerksunternehmer sollen mit längerfristigen Perspektiven die eigene Altersvorsorge aufbauen. Wer regelmäßig Sparraten einrichtet, erleichtert sich den Vermögenszuwachs in den zweiten Topf. Oft fließt viel Geld in Kapitalversicherungen. Aber das muss nicht zwangsläufig so sein. Besonders wenn man Schulden abzahlt, ist es besser erst den Kredit zu tilgen. Denn die Zinsen für die Kredite sind oft höher als diese, die man für eine Renten- oder Lebensversicherung bekommt.

Anlegestrategien für Unternehmer

Unternehmer sollten sich nie auf eine einzige Anlageklasse konzentrieren, wenn sie sich für mittelfristige Geldanlagen entscheiden. Mit dieser Strategie lässt sich ohne höheres Risiko oft mehr Rendite erzielen als mit einer reinen Aktien- und Anleihen-Strategie.

Experten raten zu einem Mix aus Aktien, Renten, Rohstoffen und Immobilien. Die Anlageklasse Immobilien wird bei vielen bereits durch ein eigenes Haus abgedeckt. Wer kein Haus besitzt sollten in einen großen europäischen Immobilienfond investieren.

Der Aktienanteil ist die wichtigste Anlageklasse für die Rendite. Am besten aufgestellt sind Anleger mit einem weltweit investierenden Fond. Es ist günstiger in Aktienfonds zu investieren als einzelne Titel zu kaufen. Fonds investieren in eine Vielzahl von Titeln und streuen deshalb das Risiko breiter.

Bei Anleihen muss man genau hinschauen. Ob Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen die bessere Wahl sind, hangt von der wirtschaftlichen Lage ab.

Auch Gold ist eine gute Anlagestrategie. Rund zehn Prozent des Portfolios sollten aus Gold bestehen, da es wertstabil ist.

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