Ein Gartenplan hilft beim Start ins neue Gartenjahr ungemein
Ratgeber

Start ins Gartenjahr: Umplanen oder neu anlegen

Autor:
Redaktion

Um zu Beginn des Jahres das grüne Paradies neu zu gestalten, ist die Planung das A und O. Wenn der Gartenplan steht, können die Vorbereitungen beginnen.

Professionelle Gartenplanung mit Online-Tools

Der Garten ist während der kalten Monate in der Winterruhe. Sobald im Frühjahr aber der letzte Frost verweht ist, beginnt das aktive Gartenjahr. Dessen professionelle Planung ist der erste Schritt zu einer schönen Gartengestaltung. Niemand muss die Planung vollständig an den Fachmann abgeben. Einen Kompromiss stellen kostenlose Online-Tools und Software-Varianten zur Gartengestaltung dar. Mit ihnen können Hobbygärtner Ideen sammeln.

Online-Tools bieten zum Beispiel Hersteller wie Gardena  an. Dem Laien bietet sich so die Möglichkeit, einen maßstabgetreuen Grundriss seines Gartens anzulegen. Er erkennt so, wo noch freie Flächen zur Gestaltung liegen. Außerdem kann er die Flächen auf dem virtuellen Grundriss umgestalten, um die Wirkung seiner Gestaltungsideen kennenzulernen.

Wem es an Ideen mangelt, der kann sich über das Internet Gartenpläne anderer Hobbygärtner anschauen und deren Ideen auf dem eigenen Grundriss auf Tauglichkeit testen. Aber Achtung: Die so gesammelten Ideen und Planungsvorhaben am besten zusätzlich mit einem Landschaftsgärtner durchgehen. Der Profi kann wertvolle Tipps geben. 

Schon neue Pflanzplanung erzielt große Effekte

Im neuen Gartenjahr stellen sich Hobbygärtner häufig die Frage, ob sie Beete und Rasenflächen neu anlegen oder einfach umgestalten sollten. Die Umgestaltung ist mit Sicherheit die weniger aufwendige Variante.

Eine der einfachsten Veränderungen ist die Umdekoration und Neugliederung von bestehenden Beeten mit Spalieren oder Rankhilfen. Pflanzen umzutopfen, neue zu pflanzen, Sträucher umzusetzen oder Kompost und Gartenmöbel an andere Stellen zu setzen, erzielt noch größere Effekte. Ebenso kann ein Gemüsegarten als Mischkulturbeet umgenutzt werden, was für den Nutzgarten sogar besser ist, als Reinkultur.

Aber Vorsicht: Für Mischbeete die Verträglichkeiten der Pflanzen untereinander beachten. Wer Sträucher umsetzt, tut das natürlich unter Beachtung der Standortanforderungen. Beim Neupflanzen außerdem die Gartengröße beachten und Pflanzen nie zu dicht setzen. Selbiges gilt für umgesetzte Pflanzen. 

Bäume sollte der Hobbygärtner übrigens nicht umsetzen, weil sogar junge Bäume durch Standortwechsel hohe Belastung erfahren. Falls ein Baum an einen anderen Bestimmungsort wandern soll, lieber einen Landschaftsgärtner beauftragen. 

Zu Jahresbeginn lässt sich zur Umgestaltung der Außenanlagen im Fachhandel außerdem nach Samen suchen, die man drinnen in Töpfen zu Vorkulturen zieht. Im Frühjahr pflanzt man die vorgezogenen Pflanzen dann an ihren Bestimmungsort. Ab März kann der Hobbygärtner bestimmte Gemüse- und Zierpflanzen sogar direkt aussäen. Das gilt vor allem für Samen, die nur durch einen Frostimpuls zum Keimen zu bringen sind.

Achtung: Alle Pflanzen und Samen ausbringen, bevor die Temperatur im Frühling ansteigt. Sobald die Pflanzen austreiben, ist  das Umsetzen nicht mehr empfehlenswert. Davon abgesehen ist der Jahresbeginn unter Umständen auch schon trocken genug, um den Rasen zu vertikutieren. Das beugt Unkrautbefall im Sommer vor. 

Achtung: Am wichtigsten ist zu Jahresbeginn die Kontrolle der Winterquartiere aller vorhandenen Gewächse. Lassen sich Frostschäden oder Ungezieferbefall erkennen, kann das die Umgestaltung beeinflussen.

Neues Glück mit neu angelegtem Garten

Wem die Umstellung nicht genügend Effekte bringt, der legt den Garten oder Teilbereiche zu Jahresbeginn neu an. Das funktioniert zum Beispiel, indem ein altes Beet mit Rasensamen versehen und eine bestehende Rasenfläche zum Beet umfunktioniert wird. Vertikutieren kann auch hierfür ein Anfang sein.

Wenn der Jahresstart trocken und frostfrei ist, können die Umstrukturierungsarbeiten beginnen. Aber Vorsicht: Rasensamen benötigen Temperaturen über zehn Grad. Diese Temperaturen sollten möglichst gleichbleibend vorliegen, denn Schwankungen können das Wachstum des Jungrasens beeinträchtigen. 

Die Umstrukturierungsarbeiten zu Jahresbeginn können auch beinhalten, einen ehemaligen Teich zuzuschütten und ein neues Teichloch auszuheben. Hierzu sollte selbstverständlich kein Bodenfrost mehr herrschen, da man sich beim Graben sonst unnötig abmüht oder das alte Teichwasser noch gefroren ist. Bei einer Teichverlegung in das Wasser des neuen Teiches am besten einen Teil des alten einlassen. So kann sich das Ökosystem schneller stabilisieren. 

Aufgepasst: Die erste frostfreie Zeit des Jahres ist der optimale Zeitpunkt für Befestigungen wie Gartenwege, Grillplätze oder Terrassen. Diese Befestigungen kann der Hobbygärtner sogar dann anlegen, wenn nachts noch frostige Temperaturen herrschen. Neue Dinge im Garten anzulegen läuft am Jahresanfang daher am geschicktesten nach der Reihenfolge: Befestigen, Erde vorbereiten, aussäen und bepflanzen. Der Gartenbesitzer sollte sich aber fragen, ob er wirklich alles neu anlegen möchte. Neben einem Heidenaufwand kostet ihn die neue Struktur, wie alle Gartenanlagen, nämlich mindestens ein paar hundert Euro.

Tags: Gartenplanung
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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