Ein Elektroauto als Dienstwagen bringt nicht nur steuerliche Vorteile.
Ratgeber

Steueränderung: E-Auto für den Handwerksfuhrpark?

Autor:
Redaktion

Handwerker, die Ihren Dienstwagen oder Fuhrpark auf Elektromobilität oder Hybriden umrüsten, sollen dieses Jahr steuerlich begünstigt werden.

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass Firmen und Betriebe, die auf Elektro-Autos, Plug-in-Hybride (unter bestimmten Voraussetzungen) oder Brennstoffzellenfahrzeuge umrüsten, von günstigen Steueränderungen profitieren sollen. Dadurch soll der Anreiz für Firmen und Betriebe steigen, auf umweltfreundliche Alternativen zu den herkömmlichen Diesel oder Benziner umzusteigen.

Aktuell beträgt der Marktanteil von neu zugelassenen Elektroautos nur 0,9 Prozent, das sind 17.000 Fahrzeuge und bei Plug-In-Hybriden handelt es sich um 16.700 zugelassene Fahrzeuge. Das ist deutlich zu wenig. Der Umweltbonus, den es schon seit 2016 gibt, hat daran wenig geändert. Es handelt sich dabei um eine Kaufprämie für Elektroautos.

Steuerlicher Vorteil, wenn der Dienstwagen auch privat genutzt wird

Bisher musste ein Handwerker bei privater Nutzung des Dienstwagens monatlich ein Prozent des Brutto-Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Steigt der Betrieb auf Elektromobilität um, wird nur noch der halbe Listenpreis als geldwerter Vorteil versteuert. Heißt also, wenn der Dienstwagen einen Listenpreis von 30.000 Euro hat, werden aus den bisher 300 Euro geldwerten Vorteil nur noch 150 Euro.

Die neue Regelung gilt für alle Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 angeschafft werden. Der bisher geltende Nachteilsausgleich entfällt.

Experten sehen die Entwicklung skeptisch

Elektro-Autos fahren geräusch- und emissionsfrei und sind im Unterhalt günstiger. Allerdings ist der Anschaffungspreis aktuell sehr hoch. Das heißt, dass das Leasing von Hybrid- oder Elektro-Fahrzeugen für Handwerksbetriebe wesentlich teurer ist.

Das Handwerk-Magazin beruft sich außerdem auf eine Aussage des Verkehrsclubs VCD, der festgestellt hat, dass Hybrid-Autos sehr viel öfter mit Verbrennungsmotor als Elektromotor gefahren werden und deshalb der Umweltvorteil recht gering ist.

Experte Ferdinand Dudenhöfer vom CAR-Institut schlägt deshalb eine höhere Besteuerung von Dieselfahrzeugen vor. Diese haben aktuell einen Steuervorteil gegenüber Benzinern von zehn Prozent. Daraus entstünde ein höherer Kostendruck und eine größere Bereitschaft auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Dies dürfte allerdings den Handwerkern den Schweiß auf die Stirn treiben.

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