Verstreicht die festgesetzte Frist, können steuerliche Vergünstigungen nicht mehr geltend gemacht werden.
Ratgeber

Steuererklärung 2018: Fristen beachten

Autor:
Redaktion

Steuerzahler haben erstmals zwei Monate mehr Zeit, die Steuererklärung abzugeben. Stichtag vor Fristverlängerung ist der 31. Juli des Folgejahres.

Das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens setzt fest, dass die Abgabefrist der Steuererklärung nun auf den 31. Juli des Folgejahres fällt. Für die Steuererklärung 2018 gilt also der Stichtag 31. Juli 2019.

Wie beantragt man eine Fristverlängerung?

Wer seine Steuererklärung bis zum 31. Juli noch nicht abgeben kann, darf eine Fristverlängerung beantragen und zwar formlos per Brief oder Fax an das Finanzamt. Im Schreiben sollte die Steuernummer enthalten sein sowie eine kurze Begründung, warum der Aufschub benötigt wird.

Was passiert, wenn die Frist verstreicht?

Wurde die Steuererklärung ohne Antrag auf Fristverlängerung nicht rechtzeitig eingereicht, schickt das Finanzamt eine Mahnung, in welcher der Termin festgehalten ist, an dem die Steuererklärung endgültig nachgereicht werden muss. Liegen die Unterlagen bis zum festgesetzten Termin nicht vor, wird das Einkommen geschätzt und ein Steuerbescheid verschickt. Diesem Bescheid kann innerhalb vier Wochen widersprochen werden.

Ist die festgesetzte Frist verstrichen, lässt sich nichts mehr ändern und steuerliche Vergünstigungen können nicht mehr geltend gemacht werden.

Oft berechnet das Finanzamt einen Verspätungszuschlag, wenn die Verspätung unentschuldbar erscheint. Die Behörde hat dabei einen Ermessensspielraum. Mehr als zehn Prozent der festgesetzten Steuer darf er aber nicht betragen und 25.000 Euro nicht überschreiten (Abgabenordnung § 152 (2)).

Steuererklärungen durch einen Steuerberater haben eine längere Abgabefrist

Wird die Steuererklärung durch einen Steuerberater eingereicht, ist Zeit bis Ende Februar des jeweils übernächsten Jahres, also für 2018 der 28. Februar 2020.

Wer seine Steuererklärung freiwillig abgibt, hat vier Jahre Zeit.

Steuererklärung 2018: Automatischer Verspätungszuschlag

Mit der Einführung des Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens gibt es künftig einen automatischen Verspätungszuschlag bei verspäteter Abgabe. Dies soll die Verwaltung entlasten, denn bisher war es so, dass die Finanzbeamten bei jedem Fall einzeln entschieden haben, ob der Steuerzahler einen Aufschlag bei verspäteter Abgabe zahlen muss oder nicht.

Der Zuschlag beträgt 25 Euro pro verspäteten Monat und soll nur diejenigen betreffen, die Steuern nachzahlen müssen, also nicht bei erwarteter Rückerstattung oder bei ausgeglichenem Kontostand. Im Einzelfall kann aber ein Verspätungszuschlag festgesetzt werden.

Der automatische Verspätungszuschlag gilt frühestens für die Steuererklärung 2018.

Selbständige, Unternehmer und Gewerbetreibende sind zur Steuererklärung verpflichtet

Grundsätzlich müssen alle Selbständigen, Unternehmer, Gewerbetreibenden und Freiberufler eine Steuererklärung abgeben. Singles haben dabei einen Grundfreibetrag von 9.000 Euro im Jahr Ehepartner 18.000 Euro im Jahr. Alles was darunter liegt, verpflichtet nicht zur Abgabe einer Steuererklärung.

Tags:
Gewerke:

 

Ratgeber Rechtstipps

Für Handwerker: Praktische Rechtstipps per E-Mail erhalten!

Anmelden & kostenlosen Ratgeber vom MyHammer Rechtsexperten sichern. *

* Alle personenbezogenen Daten werden vertraulich behandelt. Abmeldung jederzeit möglich.


Handwerker aufgepasst!
  1. Einfach online anmelden
  2. Angebote abgeben
  3. Wunschaufträge sichern
Jetzt lukrative Aufträge suchen:

Haben Sie Fragen?

(030) 555 732 030

Mo.–Fr. 8–19 Uhr
anfrage@myhammer.de

Wir verwenden Cookies, um unsere MyHammer Dienste anzubieten, zu schützen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unseren Cookie-Richtlinien einverstanden. Weitere Informationen

Ok