Ein Punktfundament reicht bei Terrassen in der Regel aus, aber es muss sorgfältig angelegt werden
Schritt für Schritt

Terrassenfundament anlegen - Anleitung

Autor:
Redaktion

Ein Terrassenfundament ist nach einer guten Anleitung leicht selbst herzustellen. Aber ein wenig Erfahrung mit Bauen sollte man schon haben.

1. Benötigte Werkzeuge und Materialien

Eine Anleitung reicht nicht, um ein Terrassenfundament zu bauen. An Baumaterialien sind Kies, Sand, Schotter und Betonsteine oder Gehwegplatten erforderlich.

Ferner sind eine Rüttelplatte, ein Gummihammer, eine Wasserwaage und ein Spaten als Werkzeuge nötig. An Hilfsmittel sollten Maßband, Millimeterpapier, Maurerschnur und Holzpflöcke vorhanden sein.

2. Anleitung zur richtigen Planung

Statt den Aufbau des Terrassenfundaments mit Bleistift und Papier bis ins Detail zu planen, ist es meist sinnvoller den Platz für die Terrasse mit Holzpfählen abzustecken und mit Maurerschnur zu umgrenzen.

Diese Maßnahme ist hilfreich, um die Menge an benötigtem Baumaterial zu errechnen. Als Faustregel gilt, dass die Unterkonstruktion die gleiche Höhe haben soll, wie der Aufbau der Terrasse.

Beispiel: Dielen und Bodenplatten haben eine Höhe von 30 Zentimetern, dann muss das Fundament ebenfalls diese Stärke haben. Zusammen ergibt sich eine Aufbauhöhe von 60 Zentimetern.

3. Auskoffern ist eine anstrengende Arbeit

Angenommen die Terrasse hat eine Höhe 50 Zentimetern und eine Größe von 10 Quadratmetern. Der Bauherr muss also eine Grube in dieser Tiefe ausheben. Dies bedeutet, fünf Kubikmeter Erde zu bewegen, die etwa 4,5 Tonnen wiegen. Das gleiche Gewicht ist nochmals mit Sand und Schotter in die Grube zu füllen.

Ein Fachmann, der die Arbeit mit einem Bagger erledigt, ist eine große Hilfe. Dieser kann auch bei der Berechnung der benötigten Tiefe helfen.

4. Auf das Gefälle achten

Beim Ausgraben und beim Befüllen mit den verschiedenen Schichten ist auf ein Gefälle von ein bis zwei Prozent vom Haus weg zu beachten.

Auf einem Meter Breite muss die Tiefe der Grube um ein bis zwei Zentimeter zunehmen. Der Untergrund muss also am Haus um diesen Betrag höher liegen. Dies lässt sich am einfachsten mit einer Wasserwaage und einem Brett kontrollieren.

5. Aufbau des Terrassenfundaments

Die Grube wird mit einer Kiesschicht von 10 Zentimetern befüllt, damit Wasser gut ablaufen kann. Darauf ist eine Schotterschicht von 20 bis 30 Zentimetern aufzubringen, die nach dem Verdichten die Tragschicht darstellt. Auf diese Schicht gehört Sand oder Splitt als Verlegeschicht. Bei einer Holzterrasse dienen üblicherweise Gehwegplatten aus Beton oder Stein als Punktfundament.

Wichtig: Die Dicke der Verlegeschicht richtet sich nach der Dicke der Balken und der Dielen. Die Steinplatten in der Schicht müssen so im Erdreich liegen, dass der Gesamtaufbau zum Schluss exakt in der gewünschten Höhe abschließt.

6. Abschließende Arbeiten beim Terrassenbau

Die Fundamentpunkte tragen die Holzbalken, die wiederum die Unterlage für die Bodenplatten darstellen. Die beste Anleitung schützt nicht davor, dass die Auflagen zu tief oder zu niedrig liegen. Daher ist es wichtig, die Balken und Bodenplatten zunächst zum Test aufzulegen, um sich zu überzeugen, dass der Boden die richtige Höhe hat.

Durch Auffüllen oder Abtragen der Verlegeschicht lässt sich die Dicke des Terrassenfundaments bei Bedarf korrigieren. Grundsätzlich soll die Oberfläche entweder ebenerdig an das Gelände oder Haus anschließen oder eine Stufe von mehr als 15 Zentimeter bilden. Kleine „Stolperkanten“ von wenigen Millimetern sind zu vermeiden.

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