Technische Lösungen zur Wasserenthärtung schützen verlässlich vor Kalkablagerungen.
Ratgeber

Trinkwasser: Ganz schön hart, so viel Kalk

Autor:
Redaktion

Trinkwasser hat unterschiedlichste Härtegrade. Ab wann lohnt sich eine Anlage zur Wasserenthärtung?

Wie ärgerlich: Schon nach wenigen Wochen bilden sich hartnäckige Kalkablagerungen an den Bad-Armaturen. Die Heizstäbe des Wasserkochers verkrusten, die Glaskanne in der Kaffeemaschine füllt sich nur noch zur Hälfte. Und wie stark der Geschirrspüler und die Waschmaschine verkalken und leiden, kann man nur erahnen. Ständig wird im Bad geschrubbt, dauernd müssen Kalkentferner gekauft und die Geräte außer Betrieb gesetzt werden. Der Verbrauch von Spül- und Waschmitteln steigt. All das kostet Nerven, Zeit und Geld. Lohnt sich eine Wasserenthärtungsanlage?

Ab 14 dH°-Grad ist das Wasser zu hart

Liegt die Wasserhärte über 14 dH°, empfehlen Experten den Einbau einer Enthärtungsanlage. Die Wasserhärte bezeichnet den Kalkgehalt im Trinkwasser. Gemessen wird sie traditionell in Grad deutscher Härte, kurz dH°. Dabei steht 1 dH° für 10 mg Calciumoxid pro Liter Wasser. Hartes Wasser kommt aus Regionen mit viel Sand- und Kalkgesteinen. Auskunft über den Härtegrad geben die örtlichen Wasserwerke. Wer aber – wie oben beschrieben – schon nach kurzer Zeit andauernd putzen und entkalken muss, sollte über eine technische Lösung nachdenken.

Eine Möglichkeit ist eine Anlage zur Destillation. Nachteil ist der hohe Energieverbrauch. Viele Nutzer behelfen sich mit Umkehrosmose-Filtern, wie sie von Aquarien her bekannt sind: Hier wird das Leitungswasser durch eine Membran gepresst, in der die Kalkbestandteile hängen bleiben. Allerdings verbraucht die Umkehrosmose neben viel Energie auch jede Menge Wasser. Chemische Lösungen sind ebenfalls möglich. Aber Hand aufs Herz: Wer will sein Trinkwasser schon mit Chemie versetzen?

Ionenaustausch-Anlagen eliminieren den Kalk

Am häufigsten kommen Ionenaustausch-Anlagen zum Einsatz. Sie führen dem Trinkwasser direkt das absolut unbedenkliche Natriumchlorid zu. Dieses tauscht das kalkbildende Calciumoxid gegen Natriumionen aus, die keine Ablagerungen bilden. Sprich: Das harte Wasser wird weich. Ist der Vermieter nicht bereit, eine Ionenaustausch-Anlage zentral und für alle Mietparteien im Haus zu installieren? Dann kann sich jeder eine solche Anlage auch in die eigene Wohnung einbauen.

Alles weich und in Butter? Nicht ganz. Erst mal den Rechenschieber herausholen! Eine Ionenaustausch-Anlage kostet rund tausend bis 1.500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für das Natrium-Salz, das regelmäßig einzufüllen ist. Plus das Geld für Strom und Wartung. Erst nach etwa sechs bis sieben Jahren amortisiert sich die Anlage. Wer sie einbaut, spart allerdings bereits in dieser Zeit die Kosten für Kalkentferner oder Zitronensäure sowie Essig und andere Putzmittel. Und er nutzt sein Trinkwasser sowie Geräte wie die Kaffeemaschine effizienter.

Tags:
Gewerke:Installateur und Heizungsbauer

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