Klimaanlagen sind wahre Stromfresser
Ratgeber

Umweltschreck Klimaanlage

Autor:
Redaktion

Deutschland im Griff der Hitzewelle. Mit Temperaturen weit über 30 °C wird der Heizungsbauer/SHKler zum gefragtesten Mann/Frau der Republik. Es liegt nahe, der Rekordhitze entsprechend entgegenzuwirken. Die meisten denken dabei wohl an eine Klimaanlage. Dabei gibt es viel umweltschonendere und kostengünstigere Möglichkeiten einen kühlen Kopf zu bewahren.

Deutschland – Kein Land der Klimaanlagen

Deutschland liegt mit einer Jahresmitteltemperatur um 10 Grad Celsius in der gemäßigten Klimazone. Die meiste Zeit des Jahres besteht daher kein großer Kühlungsbedarf. Laut dem Umweltbundesamt kommt nur in bis zu zwei Prozent der deutschen Privathaushalte eine Klimaanlage zum Einsatz.

Ganz anders verhält es sich am Arbeitsplatz. Büro- und Verwaltungsgebäude haben aufgrund ihrer baulichen Beschaffenheiten einen deutlich höheren Klimatisierungsbedarf. Das ist gerade im Hinblick auf Emissionen alles andere als klimafreundlich. Tendenz steigend!

Umweltbelastung

Klimageräte sind vor allem aus drei Gründen schlecht für die Umwelt:

  • Stromfresser: Ineffiziente Klimageräte können den Endverbraucher bis zu 70 Euro mehr an Stromkosten im Monat kosten.
  • Kältemittel: Kommt es zu einer Leckage können schädliche Stoffe in die Umwelt geraten.
  • Indirekte Emissionen: Material (Plastik, Kältemittel, usw.) und Energie für die Herstellung, als auch Transport.

Umso bedenklicher wirkt das Thema, nimmt man sich eine Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Hand, nach der weltweit jede Sekunde zehn Klimaanlagen verkauft werden. Der Bericht beschreibt, dass bereits zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs auf die Kappe von Klimaanlagen geht.

Für das Jahr 2050 wird eine Verdreifachung des Stromverbrauchs prognostiziert. Daher ist es wichtig, sich über kostengünstigere und nachhaltige Möglichkeiten zur Klimatisierung zu informieren.

Alternativen zur Klimaanlage

In erster Linie gilt es Strom zu sparen und auf Klimaschädliche Kühlmittel (teilfluorierte Kohlenwasserstoffe, kurz: HFKW) zu verzichten.

  1. Ventilator: Ein Ventilator kann die Temperatur nicht regulieren, sorgt aber durch eine laue Brise für ein erträglicheres Klima. Zudem ist er in der Anschaffung und im Stromverbrauch deutlich günstiger als eine Klimaanlage. Ein Ventilator ist auch für besonders heiße Sommernächte eine echte Alternative. So gibt es auf dem Markt mittlerweile eine große Auswahl an geräuscharmen Ventilatoren. Extra Tipp: Stichwort – Verdunstungskälte. Wer bereits einen Ventilator hat, nimmt einen Wäscheständer oder Stuhl und positioniert, in Wasser getränkte Handtücher so, dass der Windzug seitlich an den Seiten der nassen Tücher weht.
  2. Außenrollladen, -rollos & Co.: Sieht man von den indirekten Emissionen mal ab, sind Rollos und Fensterläden die nachhaltigste und energieeffizienteste Art seine vier Wände vor den extremen Sommertemperaturen zu schützen.
  3. Sonnenschutzfolien: Gerade für Dachgeschosswohnungen oder großflächig verglaste Bürogebäude sind Sonnenschutzfolien eine echte Alternative zur stromfressenden Klimaanlage.
  4. Luftbrunnen: Man kann es auch wie die alten Römer machen und einen Luftbrunnen bauen. Ein Luftbrunnen nutzt die natürliche Erdkühle und ist damit besonders umweltfreundlich. Allerdings muss vorher genau geprüft werden, ob ein solches Bauvorhaben umgesetzt werden kann.
  5. Klimabrunnen: Experten vom Frauenhofer Institut für Bauphysik entwickeln einen Klimabrunnen, der durch eine im Raum stehende, vertikale Fläche, an der ein Wasserfilm entlangläuft, den Raum kühlt. Die Raumtemperatur singt zwar nicht so stark wie bei einer Klimaanlage, dafür wird aber auch eine Luft reinigender Effekt erzielt, indem Staubpartikel durch das Wasser gebunden und abtransportiert werden.

Hier gibt es noch mehr Wissenswertes rund um die Themen: Arbeiten bei extremer Hitze, Wie die Wohnung trotz Sommerhitze kühl bleibt und worauf geachtet werden muss, sollte man sich doch für eine Klimaanlage entscheiden.

Tags:
Gewerke:

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen

Wir verwenden Cookies, um unsere MyHammer Dienste anzubieten, zu schützen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unseren Cookie-Richtlinien einverstanden. Weitere Informationen

Ok